Ein Lesesaal ist ein Raum in einer Bibliothek, der von den Benutzern zum Arbeiten und Lesen genutzt werden kann. In Präsenzbibliotheken und Archiven ist dieser Raum von besonderer Bedeutung, da die Bücher und Archivalien nicht ausgeliehen werden können und somit nur im Lesesaal verwendet werden können. Aber auch die meisten anderen Bibliotheken haben einen Präsenzbestand, dieser umfasst meist besonders alte und wertvolle Bücher, Fachzeitschriften, Zeitungen und Nachschlagewerke wie Lexika und Enzyklopädien.
Nicht alle Bibliotheken besitzen einen speziellen Lesesaal. Viele Freihandbibliotheken, in denen die Publikationen direkt in den Regalen zugänglich sind, stellen daneben Sitzgelegenheiten und Tische bereit. In Forschungs- und Universitätsbibliotheken gibt es auch oft spezielle Arbeits- und Gruppenräume, die auf Anfrage genutzt werden können.
Der Lesesaal der SLUB Dresden befindet sich zentral im Bibliotheksneubau aus dem Jahr 2002. Er wurde zwei Stockwerke unter der Erde angelegt und erhält durch ein großes Glasdach eine natürliche Beleuchtung. An jeder Seite des Saals befinden sich Fenster zu den Carrels der Bibliothek und zu höheren Stockwerken. Er gilt als einer der ersten großen Lesesäle der modernen Architektur. Insgesamt bietet er 200 Plätze und besitzt an jeder Seite Bücherregale, die zum Teil über eine Galerie zugänglich sind.
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