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Leonhard Tietz (* 3. März 1849 in Birnbaum an der Warthe, Polen; † 14. November 1914) war ein deutscher Kaufmann jüdischer Abstammung.

Kaufhaus Tietz in Stralsund, Wasserstraße.gif Tietz eröffnete am 14. August 1879 das erste deutsche Warenhaus in Stralsund mit nicht viel mehr als der Idee, dass sich ausgezeichnete Qualität zu Fixpreisen und bei Barzahlung verkaufen lassen sollte. Er räumte als erster seinen Kunden ein Umtauschrecht ein. Ab 1891 fand sich Tietz dann in Köln mit einem Geschäft in der Hohen Straße. 1905 wurde seine Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Nach dem Tod von Leonhard Tietz im Jahr 1914 führte sein Sohn Alfred Leonhard Tietz das Geschäft weiter. Das Unternehmen wuchs durch Übernahmen und beschäftigte Anfang der 1930er Jahre etwa 15.000 Mitarbeiter an 43 Standorten.

Zusammen mit Gerhard Tietz leitete er noch das Unternehmen, als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht gelangten und auf die von ihnen so genannte „Arisierung“ jüdischer Kaufhäuser drangen. Die Firma wurde nun in Westdeutsche Kaufhof AG (vorm. Leonhard Tietz AG) umbenannt, ab 1936 ohne Zusatz, blieb im inneren Aufbau aber – im Gegensatz zu vielen anderen enteigneten Firmen – erhalten. Die Familie Tietz musste ihre Anteile unter Wert an Banken abgeben. Sie emigrierte und wurde nach dem Krieg mit 5 Millionen DM entschädigt.

Ähnlich erging es den Hertie-Gründern (Wertheim, KaDeWe) Hermann Tietz, dem Onkel von Leonhard Tietz und Oskar Tietz, dem Bruder von Leonhard. Die Warenhäuser von Hermann Tietz sind heute im Besitz von KarstadtQuelle, aus den Warenhäusern von Leonhard Tietz ging die Kaufhof AG hervor.

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Mann | Deutscher | Unternehmer (Handel und Transport) | Geboren 1849 | Gestorben 1914

Leonhard Tietz

 

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