| Wappen | Karte |
|---|---|
| Lengefelder_Wappen.png | Lengefeld-pt.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Chemnitz |
| Landkreis: | Mittlerer Erzgebirgskreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 440 m ü. NN |
| Fläche: | 47.52 km² |
| Einwohner: | 4.832 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 102 Einwohner/km² |
| Postleitzahlen: | 09514 |
| Vorwahl: | 037367 |
| Kfz-Kennzeichen: | MEK |
| Gemeindeschlüssel: | 14 1 81 240 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 09514 Lengefeld |
| Website: | lengefeld.de |
| Bürgermeister: | Ingolf Wappler |
| Lage der Stadt Lengefeld im Landkreis | |
| Lengefeld_in_MEK.png | |
Lengefeld ist eine einstige Bergstadt an der Silberstraße im mittleren Erzgebirge in Sachsen. Der staatlich anerkannter Erholungsort trägt auch den Beinamen "Stadt zwischen den drei Talsperren". Im Ortsteil Kalkwerk befindet sich das letzte mit Schachtförderung arbeitende Bergwerk Sachsens bzw. der deutschen Seite des Erzgebirges.
Die Herren der Burg Rauenstein gründeten 1522 die Bergstadt Lengefeld mit viereckigem Marktplatz-Grundriss. Im Bereich des Ortsteils Kalkwerk wurde Silber, Eisen und Kalkstein gefördert, ohne dabei an die Fundmengen in Annaberg oder Marienberg heranzureichen. 1813 verliert Lengefeld die Bergrechte. Die letzte Erzgrube wurde 1851 geschlossen. Anfang der 1940er Jahre wurde Zinkblende und Bleiglanz gefunden. Nach dem Zweiten Weltkrieg suchte die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft Wismut (SDAG Wismut) in den Stollen nach Uran. Die Ausbeute war aber zu gering, das Unternehmen wurde aufgegeben. Es blieb die Kalksteinförderung - seit 1528 bis heute ohne Unterbrechung.
Kirche_Lengefeld.jpg Mit der Reformation 1539 bleibt Lengefeld eigenständige Parochie. 1541 wird erstmals eine Lateinschule erwähnt. Die Bewohner des Erzgebirges - so auch in Lengefeld - mussten sich nach der kurzen Blüte des Bergbaus ("Berggeschrey") um andere Erwerbszweige bemühen. Dies war wie in Schlesien die Leineweberei. Schon 1587 wurde hier die erste Innung gegründet. Bis zu 450 Hausweber gingen in Lengefeld dieser Tätigkeit um 1900 nach. Die Stadt besaß vielfältige Handwerksbetriebe, u.a. Fleischer, Schuhmacher, Schlosser, Tischler, Wagner, Schneider, Schmiede, Holzschleifer. Um 1835 werden Stadt und Dorf Lengefeld vereinigt. 1845 und 1846 werden die Straßen nach Marterbüschel und zum Heinzewald ausgebaut, in diesem Zusammenhang wird das Wolkensteiner Tor abgerissen. 1855 beginnt der Bau von Johnsdorf (heute Obervorwerk). Das Kalkwerk Lengefeld kommt 1859 von der Gemarkung Lauterbach nach Lengefeld. Die Freiwillige Feuerwehr wird 1874 gegründet. Mit der Eröffnung der Flöhatalbahn 1875 erhält Lengefeld in Pockau Anschluss ans Eisenbahnnetz. Ein Kirchenneubau wird 1886 eingeweiht. 1898 wird eine Hochdruckwasserleitung verlegt. Das Elektrizitätswerk lieferte erstmals am 14. Dezember 1903 Strom.
Kalkwerk_Lengefeld.jpg Neben der Baumwollweberei war aber der Leuchtenbau der größte Betrieb der Stadt. 1906 gegründet, hatte dieses Werk zeitweise 1.000 Beschäftigte und belieferte das Gebiet der ehemaligen DDR mit Wohnraumleuchten. Der Nachfolgebetrieb produzierte bis 1999. Im Ortsteil Marterbüschel wird 1914 durch Hermann Lorenz die Gemeinschaft in Christo Jesu gegründet. Eine Sprungschanze wird 1924 im OT Vorwerk errichtet und 1929 wird das Schwimmbad eröffnet. In den Jahren 1929 bis 1933 erfolgt der Bau der Saidenbachtalsperre. 1939 wird eine neue Schule eingeweiht. In den Jahren 1944 und 1945 werden im Schloß Rauenstein und im Kalkwerk Bestände des Deutschen Buch- und Schriftmuseums Leipzig sowie der Deutsche Bücherei Leipzig und aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eingelagert.
Der Forellenzuchbetrieb stellt 1998 seinen Betrieb ein. Nach der politischen Wende entstanden aber auch neue Betriebe und bestehende wurden renoviert. Auch die überregional bekannte Haflingerzucht ist heute wieder selbständig.
Das Jahrhunderthochwasser im Sommer 2002 teilte das Gebiet der Stadt, da die Flöha-Brücke von den Wassermassen weggespült wurde. Außer im Ortsteil Rauenstein gab es in der Stadt keine größeren Schäden.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Lengefeld".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world