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Lenßen & Partner ist eine deutsche Vorabendserie, die von Constantin Entertaiment produziert und von SAT.1 ausgestrahlt wird. Sie wird dem Genre der Pseudo-Dokus zugeordnet.

Sie handelt von Rechtsanwalt Ingo Lenßen, der mit Hilfe von Privatdetektiven im Auftrag seiner Mandanten ermittelt. Dadurch, dass sich die Schauspieler selber filmen und sich ein echter Rechtsanwalt in der Serie selber spielt, wird der Eindruck vermittelt, es handele sich um eine Dokumentation. Die Handlung ist jedoch reine Fiktion. Indem sich die Serie einer von Aktenzeichen xy her bekannten Berichterstattung und Bilddokumentation bedient und außerdem am Ende jeder Sendung "Gerichtsurteile" publiziert werden, ist für den Zuschauer die Trennlinie zwischen Fiktion und Realität allerdings nur noch schwer zu erkennen. Einen gewissen Charme gewinnt die Reihe durch die Besetzung mit jeweils anderen Laien.

Realitätsbezug


Wie in Fernsehkrimis vielfach üblich wird bei "Lenßen und Partner" das gesamte Geschehen übertrieben reißerisch und spannungsgeladen dargestellt, wobei man nicht davon ausgehen kann, dass diese Art und Weise auch nur ansatzweise mit dem wahren Berufsalltag von Detektiven vergleichbar wäre.

Doch auch sonst lassen sich einige Kritikpunkte an der Sendung festmachen: In der Serie wird fälschlicherweise der Eindruck vermittelt, dass die Ermittler Rechte besäßen, die teilweise über die der Polizei hinausgingen. Dies äußert sich besonders durch die Tatsache, dass die Ermittler in fast jeder Folge Wohnungseinbrüche zur Informationsbeschaffung begehen. Auch das Anbringen von Kameras und Abhörwanzen, was in der Serie zur gängigen Praxis der Ermittler gehört, stellt einen Straftatbestand dar. Hausdurchsuchungen und Abhörvorgänge dürfen nur von Polizeibeamten auf richterliche Anordnung durchgeführt werden. Auch ist es sehr unrealistisch, dass die Ermittler Verdächtige mit Waffen bedrohen und abführen, anstatt diese lediglich festzuhalten und der Polizei zu übergeben. Die Ermittler treten äusserst agressiv in manier so mancher Fernsehpolizisten auf und halten Verdächtige mit Gewalt fest, um diese zu verhören und Aussagen zu erzwingen.

Der Bundesverband Deutscher Detektive e.V äußert sich in einer offiziellen Stellungnahme (Pressemitteilung 4/2003) wie folgt (Auszug): "Müssten sich die Fernsehdetektive für ihre Taten vor Gericht verantworten, wäre ihnen eine langjährige Gefängnisstrafe sicher. Denn Detektive haben in Deutschland keine anderen Rechte als jeder Bürger unseres Landes auch". Und: "Mit der tatsächlichen Detektivarbeit in unserem Land hat diese Darstellung in Lenßen und Partner deshalb nichts, aber auch gar nichts zu tun".

Ein weiteres realitätsfernes Merkmal der Serie ist, dass die Frage des Rechtsanwalt- und Ermittlerhonorars, die in der Wirklichkeit wohl stets als erstes geklärt werden würde, in der Serie grundsätzlich stillschweigend ausgeklammert wird.

Realitätsferne Storys

In einer Folge wird eine Frau, die im Ausland eine Brustvergrößerung machen läßt, dazu benutzt, um Diamanten zu schmuggeln, diese sind von der Frau unbemerkt statt der Brustimplante in die Brust eingenäht.

Kritik


Man könnte den Produzenten dieser Serie unterstellen, damit die Bevölkerung mental auf eine möglicherweise geplante "Privatisierung der Exekutive" vorzubereiten. Unter diesem Gesichtspunkt scheint diese Serie demokratiepolitisch bedenklich zu sein.

Die Ermittler


Es gibt zwei Ermittlerteams:
  • „Sandra Nitka“ und „Christian Storm“
  • „Katja Hansen“ (gespielt von Sandra Corzilius) und „Sebastian Thiele“
    vormals:„Katja Hansen“ und „Marc Blomberg“ (gespielt von Tim Riedel),
    vormals: „Katja Hansen“ und „Tekin Kurtulus“ (gespielt von Tekin Kurtuluş)

Weblinks


Fernsehserie (Deutschland) | Fernsehsendung

 

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