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Die Lemken sind ein ruthenischer Volksstamm in der historischen Region von Galizien, heute Ostpolen und Ukraine (Gebiet um Tarnopol und Grenze zur Slowakei), der die Ostkarpatengegend zwischen den Quellen des San und der Lomnica bewohnt und namentlich Viehzucht und Handel betreibt. In der Ukraine werden sie zu den Ukrainern gezählt.

Kennzeichnend für die Volksgruppe war bis zum Zweiten Weltkrieg eine traditionelle Bauweise und Volkstrachten.

Geschichte


Die Lemken lebten wahrscheinlich seit dem 19. Jahrhundert in den Ostbeskiden zwischen San und Poprad. Bis 1919 gehörte der südliche Teil zu Ungarn, dann zur Tschechoslowakei. Der zu Polen gehörende nördliche Teil kam mit der ersten polnischen Teilung 1772 unter österreichische Herrschaft. 1918 wurde es wieder polnisch. Nachdem 1945 die Grenzen neu gezogen wurden wurden die Lemken in ihre heutigen Gebiete umgesiedelt.

Siehe auch


Literatur


  • Christhardt Henschel: Zwischen den Nationen. Zur Entwicklung des nationalen Selbstverständnisses der lemkischen Minderheit in Polen erschienen in: Cassubia Slavica Bd. 2 (2004), 37-46

Weblinks


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