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Leitsymptom (auch Kardinalsymptom oder Kernsymptom) ist ein Begriff aus der Medizin. Er bezeichnet das vorherrschende Krankheitszeichen einer bestimmten Erkrankung oder Verletzung, das für die Diagnosefindung besonders wichtig ist. In der Homöopathie soll der Begriff „Kardinalsymptom“ die Wahl des Mittels bestimmen.

Das Leitsymptom ist meist die Hauptbeschwerde des Patienten,

beispielsweise plötzlich einsetzender Brustschmerz beim Herzinfarkt oder
Schmerz im rechten Unterbauch bei Blinddarmentzündung.

Es kann auch ein Krankheitszeichen sein, das von anderen Beobachtern oder vom Arzt bemerkt wird,

beispielsweise zunehmende Vergesslichkeit bei der Alzheimerschen Krankheit oder
Abkapselung von der Außenwelt mit ausgeprägter Angst vor Veränderungen beim Autismus.

Der Begriff Leitsymptom weist auf dessen besondere Bedeutung für den Arzt hin: Es soll ihn durch den Prozess der Klassifizierung von Krankheitszeichen leiten und möglichst zum angestrebten Ziel (meist zur Diagnose oder einer diagnosenahen Zuordnung) bringen. Manche Lehrbücher insbesondere der Notfallmedizin und der Allgemeinmedizin sind nach Leitsymptomen statt nach Krankheitsbildern gegliedert, weil dies der Arbeitsweise der Ärzte in diesen Gebieten am nächsten kommt.

Siehe auch: Symptom, Diagnose.

Krankheitssymptom | Allgemeinmedizin

 

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