Der Leitartikel einer Zeitung gehört zu den Meinungsorientierten Darstellungsformen. Die Themen der Leitartikel werden längerfristig in einer (wöchentlichen) Leitartikelkonferenz festgelegt. Dort haben in der Regel auch alle Redaktionsmitglieder Gelegenheit, die Inhalte mitzudiskutieren. Leitartikel befassen sich abseits von tagesaktueller Aufgeregtheit auf eine grundsätzlichere Art mit gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder auch sportlichen Entwicklungen der letzten Zeit oder (spekulativ) mit sich abzeichnenden Entwicklungen der näheren Zukunft. Die Redaktion vergibt den Schreibauftrag an das Mitglied, das am kompetentesten die Meinung der Redaktion wiederzugeben vermag, wobei - anders als beim Kommentar - unterschiedliche Positionen (redaktionsinterner Meinungswiderstreit) im Leitartikel durchaus aufscheinen dürfen. Da der Leitartikel in den meisten Medien, die eine solche Darstellungsform pflegen, viel länger als die Kommentare ist, bleibt auch Platz für solche Pro- und Contra-Darstellung. Wie in anderen meinungsorientierten Darstellungsformen muss eines immer deutlich sein: die Meinung! Insgesamt ist der Leitartikel "die Fahne" der Redaktion und wird immer im Einklang mit der Tendenz des Publikationsorgans stehen.
Der Leitartikel nimmt einen festen Platz in der Zeitung ein - meist an erster Stelle auf der allgemeinen Meinungsseite, manchmal aber auch auf Seite eins.
Siehe auch: Editorial, Journalistische Darstellungsformen
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