Als Leistungsgesellschaft, von Kritikern auch Meritokratie genannt, bezeichnet man im Unterschied zu einer Ständegesellschaft eine Gesellschaft, wo Status und materielles Einkommen primär durch persönliche Leistung bestimmt werden. Sie zeichnet sich daher durch flexible Übergänge zwischen den Schichten und die Möglichkeit steiler Karrieren aus.
Im Vergleich zur Feudalgesellschaft ist die bürgerliche Gesellschaft als Leistungsgesellschaft anzusehen, doch aufgrund von Erbrecht und Kooptation in führende Schichten, vgl. dazu Pierre Bourdieu, wird das Leistungsprinzip immer wieder durch Gruppenprotektion durchbrochen, so dass es meist nur kurzfristig in relativ reiner Form anzutreffen ist, etwa im Napoleonischen Frankreich, bevor auch Napoleon stärker auf Nepotismus und unbedingte Loyalität setzte.
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"Leistungsgesellschaft".
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