Leipzig_Neue_Messe.jpg Die Leipziger Messe zählt zu den ältesten Messestandorten der Welt. Seit 1996 ist sie in einem neugebauten Messegelände untergebracht.
Double M - Symbol of the Leipzig fair.jpg | leipzigerMesse.gif
Im Jahre 1895 erfolgte die Umstellung von der Waren- zur weltweit ersten Mustermesse. Das weltweit erste Mustermessehaus war das Städtische Kaufhaus, welches im Nordflügel 1896 zur Michaelismesse die erste Mustermesse beherbergte. Dem 1904 vollendeten Städtischen Kaufhaus folgten zahlreiche weitere Messehäuser, welche bis heute das Bild der Leipziger Innenstadt prägen. Von nun an wurden die Waren nicht mehr direkt vor Ort verkauft, sondern durch die Präsentation von Mustern wurden Handelsverträge geschlossen, auf deren Grundlage dann der Transport der Ware in vorher vereinbarter Menge und Qualität und zu vereinbarten Konditionen vom Hersteller zum Kunden ohne den Umweg über den Handelsplatz erfolgte. Das Logo der Leipziger Messe, erstmals für die Herbstmesse 1917 entworfen durch den Leipziger Grafiker Erich Gruner, mit zwei übereinandergestellten M, stellt den Begriff Mustermesse dar. Dazu war das Messemännchen eine populäre Werbefigur.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam auch die Leipziger Messe vorerst zum Erliegen. Der langsame Neubeginn in den Nachkriegsjahren hatte anfangs nur den Charakter von Kleinhandel. Am 8. Mai 1946 begann die erste Leipziger Messe nach dem Kriegsende, die von den Veranstaltern Friedensmesse genannt wurde. Man wollte Normalität und Leistungskraft demonstrieren. Auch westdeutsche Aussteller waren vertreten. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich die Leipziger Messe allmählich zum wichtigsten Zentrum im Ost-West-Handel .
Nach dem Ende der DDR fielen auch die speziellen Bedingungen weg, unter denen die Leipziger Messe ihre herausragende Stellung entfalten konnte. Innerhalb relativ kurzer Zeit musste sich die Leipziger Messe völlig veränderten Bedingungen anpassen. Die bisherigen Universalmessen (jährlich im Frühjahr und Herbst) wurden nun durch Fachmessen ersetzt, ein Schritt, den westliche Messestandorte bereits Jahrzehnte zuvor vollzogen hatten. Nur durch diesen Schritt und die Eröffnung des modernen neuen Messegeländes, das nach einem Masterplan des Architekturbüros GMP gebaut wurde und mit einer spektakuläre Mittelhalle von Ian Ritchie und Henning Rambow glänzt, kann die Leipziger Messe im harten Wettbewerb mit den Standorten Frankfurt am Main (Frankfurter Messe), Düsseldorf, Köln, Berlin, München und Hannover (Hannover-Messe) bestehen.
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