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Leipzig_Neue_Messe.jpg Die Leipziger Messe zählt zu den ältesten Messestandorten der Welt. Seit 1996 ist sie in einem neugebauten Messegelände untergebracht.

Geschichte


Die Stadt Leipzig lag an der Kreuzung der Via Regia (die vom Rheinland nach Osteuropa führte) mit der Via Imperii (von Italien zur Ostsee). Diese Lage begünstigte den Handel, insbesondere den Fernhandel. 1190 wurden die Oster- und Michaelismärkte durch den Marktgrafen Otto von Meißen bestätigt. In einem Umkreis von einer sächsischen Meile (etwa 15,39 km) um die Stadt Leipzig herum durfte kein schädlicher Markt abgehalten werden. Im Jahre 1268 stellte Markgraf Dietrich von Landsberg das Geleitschutzprivileg aus, was für die Entwicklung des Fernhandels von eminenter Bedeutung war. Eine dritte Messe erhielt Leipzig durch Kurfürst Friedrich II. mit dem Neujahrsmarkt verliehen, erstmalig zu Neujahr 1459 abgehalten. Im Jahre 1497 erhob Kaiser Maximilian I. die bisherigen Jahrmärkte zu Reichsmessen. Das bedeutete, dass im Umkreis von 15 deutschen Meilen (rund 115 km) keine andere Stadt das Recht hatte, ebenfalls Messen abzuhalten. Auf der Grundlage dieses Privilegs entwickelte sich Leipzig durch Anbahnung eigener Handelsverbindungen nach allen Richtungen im Verlaufe der Jahrhunderte kontinuierlich zu einem der bedeutendsten Handelsplätze Europas.

Double M - Symbol of the Leipzig fair.jpg | leipzigerMesse.gif

Im Jahre 1895 erfolgte die Umstellung von der Waren- zur weltweit ersten Mustermesse. Das weltweit erste Mustermessehaus war das Städtische Kaufhaus, welches im Nordflügel 1896 zur Michaelismesse die erste Mustermesse beherbergte. Dem 1904 vollendeten Städtischen Kaufhaus folgten zahlreiche weitere Messehäuser, welche bis heute das Bild der Leipziger Innenstadt prägen. Von nun an wurden die Waren nicht mehr direkt vor Ort verkauft, sondern durch die Präsentation von Mustern wurden Handelsverträge geschlossen, auf deren Grundlage dann der Transport der Ware in vorher vereinbarter Menge und Qualität und zu vereinbarten Konditionen vom Hersteller zum Kunden ohne den Umweg über den Handelsplatz erfolgte. Das Logo der Leipziger Messe, erstmals für die Herbstmesse 1917 entworfen durch den Leipziger Grafiker Erich Gruner, mit zwei übereinandergestellten M, stellt den Begriff Mustermesse dar. Dazu war das Messemännchen eine populäre Werbefigur.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam auch die Leipziger Messe vorerst zum Erliegen. Der langsame Neubeginn in den Nachkriegsjahren hatte anfangs nur den Charakter von Kleinhandel. Am 8. Mai 1946 begann die erste Leipziger Messe nach dem Kriegsende, die von den Veranstaltern Friedensmesse genannt wurde. Man wollte Normalität und Leistungskraft demonstrieren. Auch westdeutsche Aussteller waren vertreten. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich die Leipziger Messe allmählich zum wichtigsten Zentrum im Ost-West-Handel .

Nach dem Ende der DDR fielen auch die speziellen Bedingungen weg, unter denen die Leipziger Messe ihre herausragende Stellung entfalten konnte. Innerhalb relativ kurzer Zeit musste sich die Leipziger Messe völlig veränderten Bedingungen anpassen. Die bisherigen Universalmessen (jährlich im Frühjahr und Herbst) wurden nun durch Fachmessen ersetzt, ein Schritt, den westliche Messestandorte bereits Jahrzehnte zuvor vollzogen hatten. Nur durch diesen Schritt und die Eröffnung des modernen neuen Messegeländes, das nach einem Masterplan des Architekturbüros GMP gebaut wurde und mit einer spektakuläre Mittelhalle von Ian Ritchie und Henning Rambow glänzt, kann die Leipziger Messe im harten Wettbewerb mit den Standorten Frankfurt am Main (Frankfurter Messe), Düsseldorf, Köln, Berlin, München und Hannover (Hannover-Messe) bestehen.

Statistik


  • Gastronomie: 4 Restaurants, 4 Bistros, 10 Imbisseinrichtungen und 2 Cafés
  • 5 miteinander verbundene Hallen á 20.500 Quadratmetern Fläche
  • Ausstellungsgelände im Freien mit 70.000 Quadratmetern Fläche

Wichtige Veranstaltungen


Weblinks


Leipziger Messe | Messegelände

Leipzig Trade Fair

 

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