article

BZ LE3.jpgDer Leipziger Auwald war früher eine Weichholzaue (Erle). Nachdem Leipzig das Stadtrecht erhielt, wurden Anfang des 20. Jahrhunderts Kanäle und Wehre gebaut, die die Überschwemmungen regulieren und Leipzig an das Wassertransportnetz anschließen sollten. Ferner wurden und Flussbettverlagerungen von Weißer Elster und Luppe vorgenommen. Daraufhin sank der Grundwasserspiegel rasch und durch die Zerstörung der Flussläufe bildete sich eine Hartholzaue aus vorwiegend Stieleichen. Wesentliche Teile des Auwaldes südlich von Leipzig wurden zu Gunsten des Braunkohletagebaus zerstört. Weiterhin trugen die während des Braunkohleabbaus durchgeführten Grundwasserabsenkungen zur Austrocknung des Waldgebiets bei. Mit dem Rückgang des Braunkohletagebaues nach der Wiedervereinigung wurde in den 1990ern begonnen, Teile des Auwaldes wieder saisonal zu fluten.

Der Auwald hat eine Länge von 30km und eine Durchschnittsbreite von 5km. Der Auwald ist in seiner Gesamtheit heute ein Naturschutzgebiet.

Das Domholz ist ein Teil des nördlichen Leipziger Auenwalds zwischen den Flüssen Luppe, Alter Luppe und Weiße Elster. Es umfasst sowohl Wald- als auch Feuchtgebiete mit über 750 Farn- und Samenpflanzenarten. Der Name Domholz rührt von der Nutzung durch das Merseburger Bistum her.

Die Domholzschänke war ein beliebtes Ausflugslokal, bis sie am 25. Januar 2003 abbrannte.

Literatur


  • Gerd K. Müller: Die Leipziger Auen, Staatsministerium für Umwelt und Landesentwicklung, Dresden 1995

Weblinks


Geographie (Sachsen)

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Leipziger Auwald".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld