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Der Leipziger Hauptbahnhof ist mit einer Grundfläche von 83.640 m² der flächenmäßig größte Kopfbahnhof Europas. Er ist die Drehscheibe des Leipziger Innenstadtverkehrs und des mittelostdeutschen Nah- und Fernverkehrs. Leipzigs Hauptbahnhof hat ein Fahrgastaufkommen von täglich 150.000 Pendlern, Reisenden und Besuchern. Er gilt als der letzte Großbahnhof des 19. und als erster des 20. Jahrhunderts. Seine Fassade, die Richtung Innenstadt zeigt, misst eine Breite von 298 m.

Er wurde am 4. Dezember 1915, nach 13 Jahren Bauzeit für die gesamte Anlage, eingeweiht. Die Architekten waren die Dresdner Prof. William Lossow und Prof. Max Hans Kühne. Sie konnten sich mit ihrem Entwurf Licht und Luft unter den 76 beteiligten Architekten im Wettbewerb durchsetzen. Damals überflügelte er nicht nur den Frankfurter Hauptbahnhof (24 Gleise), sondern war einer der größten Bahnhöfe der Welt mit 26 Gleisen in der Bahnhofshalle und weiteren 5 Außenbahnsteigen. Bemerkenswert ist der symmetrische Aufbau mit zwei Bahnhofshälften, von denen die eine durch die preußische Magdeburg-Leipziger Eisenbahn und die andere durch die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen betrieben wurde. Der Grund dieser Eigenart war die Zusammenfassung der vorher getrennten Bahnhöfe beider Gesellschaften in einem neuen Hauptbahnhof. Die betriebliche Trennung existierte auch nach der Gründung der Deutschen Reichsbahn im Jahr 1920 fort. Die Reichsbahndirektion Halle war für den ehemals preußischen Teil zuständig, die RBD Dresden für den ehemals sächsischen. Erst 1934 wurde dann der ganze Bahnhof der RBD Halle zugeordnet.

Anmerkung: Die Magdeburg-Leipziger Eisenbahn wurde 1876 an die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft angeschlossen, die wiederum 1879 vom Königreich Preußen verstaatlicht und damit in den Bestand der Preußischen Staatseisenbahnen eingefügt wurde.

Durch die Luftangriffe 1943/44 auf Leipzig wurde auch der Bahnhof schwer getroffen. Durch einen Volltreffer stürzte ein Bogen der Querbahnsteighalle in sich zusammen. Die Leistung, den Wiederaufbau bei laufenden vollem Betrieb durchzuführen, fand internationale Anerkennung.

Neben seiner Funktion als Verkehrsknoten ist der Leipziger Hauptbahnhof seit 1997 auch ein Einkaufszentrum. Er beherbergt auf drei Ebenen mit ca. 30.000 m² zurzeit (2004) 220 Geschäfte. Der Umbau wurde durch die ECE-Gruppe konzipiert, welche auch das Einkaufszentrum verwaltet. Zusätzlich wurden für ein Parkhaus drei Gleise des Bahnhofs geopfert.

Mit der Eröffnung des City-Tunnels verliert der Hauptbahnhof voraussichtlich im Jahr 2009 seinen Status als reiner Kopfbahnhof, da mehrere S-Bahn-Linien dann über die Innenstadt mit dem Bayerischen Bahnhof durch den Tunnel hindurch verbunden werden sollen.

Dies nimmt dem Leipziger Hauptbahnhof jedoch nichts von seiner beeindruckenden Wirkung auf Besucher und Fahrgäste. Denn die schiere Größe des Querbahnsteigs (L.,B.,H.: ca.240x50x30m) verursacht bei fast jedem, der ihn das erste Mal besucht, einen offenen Mund. Anmerkung: Durch den Bau des City-Tunnels wird ab 2009 die bereits 2006 völlig umgebaute Haltestelle "Hauptbahnhof" der Leipziger Verkehrsbetriebe (liegt direkt parallel zum Querbahnsteig vor dem Hbf.) unterirdisch zu erreichen sein. D.h., die Fahrgäste sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr darauf angewiesen die Fahrspuren des Willy-Brandt-Platzes (Innenstadtring) überqueren zu müssen, um in den Hbf. zu gelangen und umgekehrt. Lediglich Passanten die sich jenseits der Fahrspuren und bereits im Stadtinneren befinden, haben diese Möglichkeit schon seit der Modernisierung des Hbfs.

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Weblinks


Siehe auch Hauptbahnhof, Kopfbahnhof.

Bauwerk in Leipzig | Verkehr (Leipzig) | Bahnhof (Sachsen) | S-Bahnhof

 

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