| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen Leinfelden-Echterdingen.png | Karte_leinfelden_echterdingen_in_deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Kreis: | Esslingen | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 432 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 29,90 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 36.640 (31. Dez. 2004) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 1.225 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 14,8 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 70745-70771 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 0711 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | ES | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 1 16 078 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | 4 Stadtteile | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 70771 Leinfelden-Echterdingen | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.leinfelden-echterdingen.de | bgcolor="#FFFFFF" | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Roland Klenk (CDU) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Der Ortsname Echterdingen wird 1185 zum ersten Mal erwähnt, Stetten und Musberg im Jahre 1229, Leinfelden 1269. Ein Leinfelder Ämtlein, zu dem auch Musberg und Stetten (mit Hof und Weidach) gehören, wird 1524 zum ersten Mal erwähnt. Seit 1557 gehören die Orte zu Württemberg. Stetten löst sich 1810, Musberg 1819 aus dem Leinfelder Ämtlein, das seinerzeit aufgelöst wurde. Von nun an gibt es zusammen mit Echterdingen vier Gemeinden, die alle zum Amt bzw. Amtsoberamt Stuttgart gehören.
Am 5. August 1908 landet Ferdinand Graf von Zeppelin auf einem Testflug mit seinem Luftschiff LZ4 auf einer Wiese bei Echterdingen. Das Luftschiff wird am Nachmittag durch ein Gewitter vollständig zerstört.
1938 wird der Landesflughafen Echterdingen eingeweiht. Im gleichen Jahr wird das Amtsoberamt Stuttgart aufgelöst. Echterdingen und Stetten auf den Fildern kommen zum Landkreis Esslingen, Leinfelden und Musberg zum Landkreis Böblingen. 1942 wird der Wohnplatz Fasanenhof der Gemeinde Echterdingen abgetrennt und in die Stadt Stuttgart eingegliedert.
Auf dem Flughafen (damals "Fliegerhorst") befindet sich von November 1944 bis Januar/Februar 1945 das KZ Echterdingen als eine der zahlreichen Außenstellen des im Elsass gelegenen KZ Natzweiler. Dieses "Außenkommando" war von der "Organisation Todt" (OT) geplant und eingerichtet worden, um z.B. die Beschädigungen auszubessern, die durch Angriffe alliierter Bomber verursacht wurden. Der weiße Hangar ("Eskimohalle"), in dem die ca. 600 jüdischen Zwangsarbeiter eingepfercht worden waren, steht noch heute auf dem "South Airfeld" der "US-Army". Die ausgemergelten Männer schleppten sich, bewacht von Soldaten des Fliegerhorstes, zu den Steinbrüchen (z.B. im Emerland bei Bernhausen) und wieder zurück, manchmal konnten sie nicht einmal mehr gehen und wurden von zwei Mitgefangenen mitgeschleift oder im zweirädrigen Karren zurückgezogen. Massengräber der infolge der mörderischen Bedingungen umgekommenen KZler fanden sich nahe der "Ramsklinge" und nahe des Hangars auf dem Flughafen.
Am 26. April 1965 wird die Gemeinde Leinfelden zur Stadt erhoben.
Im Zuge der Gemeindereform werden die Stadt Leinfelden und die Gemeinde Musberg (Landkreis Böblingen) sowie die Gemeinden Echterdingen und Stetten auf den Fildern (Landkreis Esslingen) zur neuen Stadt Leinfelden-Echterdingen vereinigt. Die neue Kommune gehört zum Landkreis Esslingen.
Die evangelische Pfarrkirche in Echterdingen ist die älteste Kirche im Stadtgebiet. Zu ihrem Sprengel gehörten ursprünglich auch die Orte Weidach, Leinfelden, Ober- und Unteraichen. 1563 wurde Leinfelden mit Ober- und Unteraichen Filial von Musberg. 1896/97 wurde jedoch in Leinfelden eine eigene Kirche (Peter und Paul) gebaut. Zur Gemeinde Leinfelden gehörte dann auch Unteraichen, wenngleich dort ein eigener Filial-Kirchengemeinderat bestand. 1957 wurde Leinfelden mit Unteraichen eine eigene Pfarrei. In Unteraichen wurde 1962 ein eigenes Gemeindehaus und 1974 die eigene Auferstehungskirche erbaut. Oberaichen blieb noch bis 1964 Filial von Musberg, wurde dann selbständige Kirchengemeinde mit eigener Kirche (Friedenskirche, erbaut 1962/64).
Die Musberger Gemeinde gehörte bis 1563 zur Möhringen, vorübergehend auch zu Vaihingen, dann wurde sie selbständig. Zu ihrem Sprengel gehörten auch Rohr (bis 1857), Leinfelden, Ober- und Unteraichen. Nach Abtrennung der eigenen Gemeinden in Leinfelden-Unteraichen und Oberaichen bildet Musberg seit 1964 allein eine Kirchengemeinde. Sie feiert ihre Gottesdienste in der zweitältesten Kirche im heutigen Stadtgebiet aus dem Jahr 1563 mit Veränderungen von 1682.
Die Gemeindeglieder in Stetten auf den Fildern gehörten zu unterschiedlichen Gemeinden. Schon 1304 gab es eine Kapelle am Ort. Später kam der Ort kirchlich zu Bernhausen, 1819 zu Echterdingen, zu dem Weidach bereits seit 1296 gehörte. Hof gehörte ebenfalls zunächst zu Bernhausen, dann zu Musberg und ab 1816 ebenfalls zu Echterdingen. Eine eigene Pfarrei für Stetten wurde erst 1957 errichtet. Eine Kirche hatte die Gemeinde jedoch bereits 1935 erbaut. Vorgänger war die im 14. Jahrhundert erwähnte Kapelle, die im Mittelalter eine Wallfahrtskapelle in Weidach war.
Alle sechs Kirchengemeinden im Stadtgebiet Leinfelden-Echterdingens gehörten früher zum Dekanat Stuttgart-Degerloch. In den 1970er Jahren wurde Bernhausen (Stadt Filderstadt) Sitz eines eigenen Dekanats innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, zu dem alle Kirchengemeinden in Leinfelden-Echterdingen heute gehören. In Echterdingen sind auch die Altpietistische Gemeinschaft, die Liebenzeller Gemeinschaft und Michael Hahn'sche Gemeinschaft vertreten.
Katholiken gibt es in Leinfelden-Echterdingen erst wieder seit dem 20. Jahrhundert. In fast allen Stadtteilen wurden katholische Kirchen erbaut. In Echterdingen entstand 1956 die Kirche St. Raphael, die 1968 zur Pfarrei erhoben wurde, nachdem bereits 1946 eine Seelsorgestelle eingerichtet worden war. Zur Kirchengemeinde gehört auch Stetten. In Leinfelden wurde 1964 die Kirche St. Petrus und Paulus erbaut. Zur Kirchengemeinde gehört auch Musberg, doch gibt es dort seit 1976 eine eigene Kirche Zum Heiligen Kreuz. Beide Kirchengemeinden (Echterdingen und Leinfelden) bilden die Seelsorgeeinheit 1 innerhalb des Dekanats Esslingen-Nürtingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Leinfelden-Echterdingen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche.
| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 31. Dezember 1975 | 34.195 | - | 31. Dezember 1980 | 35.263 | - | 31. Dezember 1985 | 35.031 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 33.694 |
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| Jahr | Einwohnerzahlen | - | 31. Dezember 1990 | 34.940 | - | 31. Dezember 1995 | 35.114 | - | 31. Dezember 2000 | 36.026 | - | 31. Dezember 2004 | 36.640 |
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- bgcolor=#CCDDEE | Wahlergebnisse | - bgcolor=#CCDDEE | 24. Oktober 1999 | 13. Juni 2004 | - bgcolor=#DDEEFF | Partei | 1999 | Sitze | Partei | 2004 | Sitze | - bgcolor=#DDEEFF | CDU | 28,33% | 8 | CDU | 25,90% | 7 | - bgcolor=#DDEEFF | FW | 19,87% | 6 | FW | 23,11% | 6 | - bgcolor=#DDEEFF | GRÜNE | 13,18% | 3 | GRÜNE | 18,45% | 5 | - bgcolor=#DDEEFF | SPD | 21,88% | 6 | SPD | 17,90% | 5 | - bgcolor=#DDEEFF | FDP/DVP | 5,63% | 1 | FDP/DVP | 6,84% | 2 | - bgcolor=#DDEEFF | L.E.Bürger | L.E.Bürger | 4,81% | 1 | - bgcolor=#DDEEFF | Andere | 11,13% | 2 | Andere | - bgcolor=#CCDDEE | Wahlbeteiligung | - bgcolor=#CCDDEE | 55,15% | 54,51% | - bgcolor=#CCAACC |
Stadtoberhäupter seit Bildung der Stadt 1975:
Leinfelden-Echterdingen ist die Heimat der "Vielharmoniker", eines aus Amateuren bestehenden Sinfonieorchesters. Unter Leitung von Sabine Bruns erarbeitet es Konzertprogramme mit Literatur der späten Klassik bis zur Spätromantik. Träger des Orchesters ist der "Förderverein Vielharmoniker e.V".
Leinfelden-Echterdingen liegt (seit 1936) an der Autobahn A 8 und an der Bundesstraße B 27. Deren Kreuzung (Anschlussstelle Stuttgart-Degerloch, auch Echterdinger Ei genannt) ist die verkehrsreichste Kreuzung in Baden-Württemberg. Neben Stuttgart-Degerloch ist die Stadt Leinfelden-Echterdingen auch über die Anschlussstellen Stuttgart-Möhringen und Stuttgart-Flughafen zu erreichen. Die Bundesstraße 27 Stuttgart-Tübingen durchquert das östliche Stadtgebiet zwischen Echterdingen und dem Flughafen Stuttgart.
Der Anschluss der Stadt an das Schienennetz erfolgte 1897 durch die schmalspurige Filderbahn von Möhringen nach Neuhausen auf den Fildern. Diese Linie wurde 1902 auf Normalspur erweitert.
1928 wurde unter dem Namen Schönbuchbahn (auch Siebenmühlentalbahn genannt) eine Bahnlinie von Vaihingen a.d.F. über Leinfelden nach Waldenbuch eingeweiht. Das Teilstück von Leinfelden nach Waldenbuch wurde bereits 1956 wieder stillgelegt. Diese Strecke ist nicht identisch mit der heutigen Schönbuchbahn von Böblingen nach Dettenhausen. Mit dieser Maßnahme wurde auch die normalspurige Strecke der Filderbahn von Neuhausen auf den Fildern nach Vaihingen a.d.F. angebunden und stattdessen eine schmalspurige Strecke der elektrischen Filderbahn von Möhringen über Leinfelden nach Echterdingen eingerichtet.
Anfang der 1960er Jahre wurde dieser Zweig in das Netz der Stuttgarter Straßenbahn eingebunden mit einer durchgehenden Verbindung von Stuttgart nach Echterdingen. Mit der Fertigstellung der S-Bahn Stuttgart 1989 entfiel das Teilstück von Leinfelden nach Echterdingen, doch gibt es seither von Leinfelden eine Stadtbahnverbindung nach Stuttgart.
Der verbliebene Güterverkehr der Filderbahn wurde 1983 aufgegeben, die Trasse wird heute jedoch teilweise für die S-Bahn genutzt.
Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) Leinfelden-Echterdingens bedienen somit heute vor allem die Linien S 2 (Schorndorf - Stuttgart - Filderstadt) und S 3 (Backnang - Stuttgart - Flughafen) der S-Bahn Stuttgart (Haltestellen im Stadtgebiet: Oberaichen, Leinfelden, Echterdingen und Flughafen) sowie die Stadtbahn-Linie U 5 (Stuttgart-Mönchfeld - Stuttgart Hauptbahnhof - Leinfelden der Stuttgarter Straßenbahnen AG (Haltestellen im Stadtgebiet: Leinfelden-Frank, Unteraichen und Leinfelden). Ferner gibt es mehrere Buslinien im Stadtgebiet und aus dem Umland. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) zu benutzen.
Leinfelden-Echterdingen hat ferner ein Hallenbad, Stadtbüchereien, einen Polizeiposten und ein Notariat.
Seit 1979 existiert mit Musikschule ein Zentrum der musikalischen Aus- und Weiterbildung in der Stadt. Die Schule bietet Kurse in Klassik, Jazz oder Pop sowie Gesang- und Instrumentalunterricht.
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