Leinefelde-Worbis ist eine Stadt im
thüringischen Landkreis Eichsfeld. Sie entstand am
16. März 2004 aus der Zusammenlegung der bis dahin selbständigen Städte Leinefelde und Worbis mit den Gemeinden Breitenbach und Wintzingerode.
Besonders bekannt ist Worbis aufgrund eines Freigeheges für Bären, welches von der Stiftung für Bären betrieben wird (Bärenpark Worbis).
Außerdem gibt es in Deutschland und Österreich Familien mit dem Namen Worbis, die nachweislich im 18. Jahrhundert aus Worbis ausgewandert sind.
Ortsteile
Leinefelde-Worbis hat die Stadtteile Leinefelde, Worbis, Beuren, Birkungen, Breitenbach, Breitenholz, Kaltohmfeld, Kirchohmfeld und Wintzingerode
Geschichte
Leinefelde
Leinefelde wurde
1227 erstmals urkundlich erwähnt. An der Bahnstrecke
Halle -
Kassel gelegen und seit
1870 an der Strecke
Gotha - Leinefelde, nahm der Ort im 19. Jahrhundert einen Aufschwung.
Das Dorf sollte nach Plänen von 1949 zum industriellen Zentrum des Obereichsfelds ausgebaut werden. 1969 erhielt Leinefelde das Stadtrecht. Leinefelde ist Geburtsort von Johann Carl Fuhlrott, der den Neandertaler nahe Düsseldorf entdeckte. Bekannt wurde die Stadt an der Leinequelle durch die Baumwollverarbeitung und Senfproduktion.
Worbis
Worbis wurde
1162 erstmals urkundlich erwähnt. Mit Sicherheit bestand der Ort jedoch schon um
900. Seit dem
13. Jahrhundert besaß Worbis das Marktrecht und wurde zwischen
1238 und
1255 zur Stadt erhoben, eine genaue Datierung ist nicht möglich, da die Urkunde der Stadterhebung im
Dreißigjährigen Krieg vernichtet wurde.
1816 bis
1994 war Worbis bis auf kurze Unterbrechungen nach dem
Zweiten Weltkrieg Kreisstadt des ehemaligen
Kreises Worbis.
Beuren
Im Stadtteil Beuren bestand bis 1809 das Kloster Beuren.
Birkungen
Die erste urkundliche Erwähnung von Birkungen fällt ins Jahr
1191.
Kirchohmfeld
Kirchohmfeld-3.jpg
Der Ort ist seit
1530 besiedelt.
Eingemeindungen
- 1. Juli 1994 Kirchohmfeld wird in die Stadt Worbis eingegliedert.
- 16. März 2004 Leinefelde-Worbis entsteht aus den zuvor selbstständigen Städten Leinefelde und Worbis sowie den Gemeinden Breitenbach und Wintzingerode.
Sehenswürdigkeiten
Museen
Haus "Gülden Creutz", Heimatmuseum mit original orthopädischer Schuhmacherwerkstatt aus den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Bauwerke
Klosterkirche St. Antonius. Grundsteinlegung am 13. Juni 1668.
Verkehr
Bahn
Leinefelde-Worbis ist Knotenpunkt der überregional bedeutenden Eisenbahnstrecke Halle(Saale) - Kassel und der Strecke Göttingen-Erfurt.
Erstere Strecke wurde als
Verkehrsprojekt Deutsche Einheit seit 1994 zweigleisig ausgebaut.
Autobahn und Bundesstraßen
Die Bundesstraßen
B 247 und
B 80 kreuzen sich in Leinefelde-Worbis. Die Autobahn
A 38, ebenfalls ein
Verkehrsprojekt Deutsche Einheit befindet sich auf Leinefelder Gebiet noch im Bau.
Medien
In Leinefelde hat der Regionale TV-Sender Offener Kanal Eichsfeld seinen Sitz.
Bildung
Grund-, Regel- und Förderschulen
Im Ortsteil Leinefelde befinden sich die staatlichen Grund- und Regelschulen "Johann-Carl-Fuhlrott" und "Konrad-Hentrich". In Worbis befindet sich auch je eine staatliche Grund- und Regelschule. Im Ortsteil Beuren befindet sich die Staatlich genehmigte Freie integrative Ganztagsgrundschule "Kleeblatt". Im Ortsteil Birkungen befindet sich das "Staatliche regionale Förderzentrum Leinefelde".
Gymnasien
Das Staatliche Gymnasium "Gottfried-Wilhelm-Leibniz" befindet sich im Ortsteil Leinefelde und das Staatliche Gymnasium "Marie-Curie" im Ortsteil Worbis.
Berufsschulen
Leinefelde ist der Sitz der "Staatlichen Berufsbildenden Schulen Eichsfeld". Zudem gibt es mehrere Bildungswerke zur überbetrieblichen Ausbildung in Leinefelde-Worbis.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Weblinks
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