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Leimfarben sind Anstriche welche Leim als Binde- und Wasser als Lösungsmittel verwenden; als Weißpigment und Füllstoff wird Kalksteinmehl, Lithopone oder Kreide verwendet, weitere Farbpigmente können zugesetzt werden. Sie wird deshalb auch gelegentlich als leimvergütete Kalkfarbe bezeichnet, was nur bedingt zutrifft. In der Deutschschweiz heisst sie auch "Blancfixe"

Eigenschaften, Verwendung


Leimfarben können als Pulver geliefert werden und müssen vor Gebrauch erst mit Wasser angerührt werden. Es gibt aber auch angemachte Materialien

Da der Leim auch nach dem Trocknen wasserlöslich bleibt ist der Anstrich empfindlich gegen Nässe und Feuchtigkeit -- ist also für den Außenbereich ungeeignet --, ist jedoch in Räumen wie Küche, Badezimmer, Keller sehr zu empfehlen, da sich die Kreide und der Leim mit Wasserdampf sätigen und zu gegebener Zeit wieder abgeben. So entsteht ein ausgelichenes Feuchtigkeitsklima, Schimmelpilze und dergleichen finden keinen Nährboden. Durch Ihre Reversibilität kann sie deswegen auch weder überstrichen noch -tapeziert werden. Leimfarbe muss also vor einer Renovierung immer erst abgewaschen werden.

Leimfarben werden auch in der künstlerischen Malerei verwendet.

Vor- und Nachteile


Im Bau- und Heimwerkerbereich gelten Leimfarben als veraltet und wurden längst durch die Dispersionsfarben, Silikonharzfarben oder Silikatfarben verdrängt. In jüngster Zeit werden aber immer Maler wieder auf Ihrer ausgezeichnete Renovierbarkeit aufmerksam

Andererseits werden sie ohne Kunstharze hergestellt und dürfen deswegen als besonders umwelt- und gesundheitsfreundlich gelten; außerdem sind sie meist recht preisgünstig.

Siehe auch


Beschichtung (Baustoff) | Beschichtungswerkstoff

 

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