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Die Leibgarde (auch Leibwache) ist die seit dem 15. Jahrhundert übliche Bezeichnung der zum persönlichen Schutz eines Fürsten bestimmten Truppenabteilungen.

Die französischen Garde du Corps wurde 1440 errichtet, durch die Französische Revolution aufgelöst, 1815 erneut aufgestellt und dann 1830 wieder aufgelöst. Napoleon III. stellte die Centgardes auf.

In Brandenburg-Preußen wurde 1542 die so genannte Trabantengarde zu Fuß errichtet. 1571 kamen die "einspännigen Knechte zu Ross" dazu, die durch den Großen Kurfürsten wesentlich erweitert wurden. Kurfürst Friedrich III. benannte sie 1692 in Garde du Corps um.

Anfang des 20. Jahrhunderts bestand in Deutschland nur noch die preußische und württembergische Schlossgarde, die bayrische Leibgarde der Hartschiere, die preußische Leibgendarmerie, die Großherzoglich Hessische Garde-Unteroffizierkompanie und die Großherzoglich Sächsische Ordonanzkompanie (auch Leibhusaren genannt).

In Russland gab es noch die Kompanie der Palastgrenadiere, in England die Yeomen of the Guard und die Gentlemen at Arms, in Spanien die Monteros de Espinosa, die Alabarderos und die Leibgarde zu Pferd.

Auch die früher an fast allen Höfen bestehenden Schweizer- und Trabantengarden waren Leibgarden.

Die k. u. k. Leibgarde in Österreich-Ungarn waren zu dem militärischen Hofstaat des Kaisers und Königs gehörende Militärabteilungen. Sie hatten insbesondere für die Sicherheit und Ordnung am Hoflager und bei größeren Ausfahrten zu sorgen.

Zur russischen Leibgarde siehe Leibgarde-Kosaken.

Siehe auch:


Militärgeschichte | Militärischer Verband

 

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