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Die Begriffe Lehrmethode und Unterrichtsmethode werden uneinheitlich verwendet. Sie bezeichnen das Verfahren des Lehrens, also der Unterweisung und Anleitung, die im Unterricht der Schule, der Ausbildung, der Hochschule sowie in Angeboten der Erwachsenenbildung Anwendung finden. Die Spannweite gängiger Bedeutungen reicht dabei von einem pädagogischen Konzept, das dem Lehrbetrieb einer ganzen Institution zugrundeliegt, über den Unterrichtsstil eines einzelnen Lehrers bis hin zur Sozial- und Arbeitsform in einer bestimmten Phase einer einzelnen Unterrichtsstunde. Von der Lehrmethode ist deutlich die Lernmethode zu unterscheiden, bei der das Gewicht der Betrachtung bei den Lernenden liegt.

Grundlagen und Bezugswissenschaften


Die Methodik behandelt die Wahl von Unterrichtsmethoden als Teil der Unterrichtsplanung. Erfolgreiche Lehrmethoden basieren auf den Erkenntnissen über die Lernvorgänge, also auf der Lernpsychologie, der Didaktik bzw. Pädagogik. Häufig werden sie auf Grundlage von Lerntheorien entwickelt. Lernmethoden beschäftigen sich damit, wie ein Lernender sein eigenes Lernen gestaltet und spielen insbesondere im Bereich der Erwachsenenbildung eine größere Rolle.

Vom Drill zur Handlungsorientierung


Die Zeiten der Dressur durch Drill und Schwarze Pädagogik sind Vergangenheit (siehe auch pauken, bimsen). Im Mittelpunkt des Lehrgeschehens stehen heute die Lernenden. Der schülerorientierte Unterricht wird dem vorwiegend lehrerzentrierter Unterricht vorgezogen: In modernen Lehrmethoden ist also nicht der Lehrer oder Dozent und sein Frontalunterricht im Mittelpunkt des Geschehens, sondern der zu Unterrichtende, der einen aktiven Part übernehmen soll.

Auch der Handlungsorientierung wird eine große Bedeutung zugesprochen (siehe auch handlungsorientierter Unterricht). Beispiele für solche Lehr- und Unterrichtsmethoden in denen der einzelne Lerner in den Mittelpunkt des Geschehens rücken sind forschend-entwickelnder Unterricht, offener Unterricht, Freie Arbeit, Projektarbeit, Szenariomethode, Zukunftswerkstatt, Planspiele und Lernen durch Lehren, bei der die Lernergruppe angeleitet wird Wissen zu konstruieren (siehe auch Liste der Unterrichtsmethoden).

Grundformen des Unterrichts ("Göttinger Katalog")


Karl-Heinz Flechsig (1975 ff.) [http://www.wipaed.wiso.uni-goettingen.de/~ppreiss/didaktik/Flechsig.html hat unter Berücksichtigung von zwölf Deskriptoren eine Liste von zwanzig Grundformen des Unterrichts aufgestellt ("Göttinger Katalog Didaktischer Modelle" - beachte aber, dass andere Didaktiker mit dem Begriff "Didaktisches Modell" nicht einzelne "Unterrichtsformen", sondern eher eine "Methodik der Wahl der Unterrichtsform" meinen). Die Reduktion von 212 Deskriptor-Kombinationen auf 20 "Grundformen" ist einigermaßen willkürlich; nachstehend sind diese Grundformen nach der Größe der Lerngruppe geordnet:

Herausforderungen für die Zukunft


Durch die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationsmedien müssen Lehrmethoden in der heutigen Zeit zusätzlich überdacht werden und den neuen Herausforderungen angepasst werden. Ein Beispiel dafür ist die mediendidaktische Konzeption der digitalen Schulbank (Abk. Dischba).

Weblinks


Didaktik | Pädagogische Methode/Lehre | Pädagogische Psychologie

Teaching method

 

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