| Wappen | Karte |
|---|---|
| Sin_escudo.svg Wappen | Lehmkuhlen-d.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein |
| Kreis: | Plön |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 37 m ü. NN |
| Fläche: | 31,23 km² |
| Einwohner: | 1.510 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 48 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 24211 |
| Vorwahl: | 04342 |
| Kfz-Kennzeichen: | PLÖ |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 57 046 |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Amt Preetz-Land Am Berg 2 24211 Schellhorn |
| Offizielle Website: | www.gemeinde-lehmkuhlen.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Dr. Norbert Langfeldt (WGL '94) |
Lehmkuhlen ist eine Flächengemeinde mit knapp 1.500 Einwohnern östlich von Preetz (Schleswig-Holstein) am nördlichen Rand Wagriens. Die Gemeinde besteht aus vier größeren Ortsteilen, mehreren kleineren Außenbezirken und erstreckt sich über 3.123 Hektar. Damit ist sie die größte Gemeinde im Amtsbezirk des Amt Preetz-Land.
Westlich des Ortsteils Lepahn befindet sich das Quellgebiet der Spoolsaus, ein Bach, der sich weiter über Rethwisch nach Bredeneek zieht, wo er in der Schwentine mündet.
1704 wurde Lehmkuhlen an Heinrich Reventlow verkauft. Heinrich Reventlow war ein Schwager von Georg Heinrich von Schlitz und wurde 1708 in den Stand des Reichsgrafen erhoben. 1737 konnte der Erbe, Detelv Reventlow dem Konkurs nicht entgehen, obwohl das abschließende Urteil erst 1760 gefällt wurde. Im Zuge der Liquidation wurde Lehmkuhlen an die Familie Roepstorff verkauft, und schließlich 1781 von Magdalene von Hahn erworben. Ihr Sohn, Friedrich von Hahn verkaufte den Besitz 1792 an den Hofrat von Hinüber, der die Wohnungen des Besitzes an französische Einwanderer vermietete. Hofrath von Hinüber stammte aus Marienwerder in Niedersachsen und ließ den Meierhof Marienwerder, heute Marienwarder genannt, vom Haupthof Lehkuhlen abtrennen.
Im Oktober 1797 wurde das Herrenhaus Lehmkuhlen von Joseph Marquis de La Fayette angemietet, der von dem Hamburger Kaufmann Parish unterstützt wurde. La Fayette gab Lehmkuhlen 1798 nach der Hochzeit seiner Tochter als Wohnsitz auf. Im gleichen Jahr erwarb Joachim Friedrich von Bernsdorff das Gut und verkaufte es 1807 an Jens Peter Neergaard weiter.
Neergaard musste sich aufgrund seines Konkurses 1826 von Lehmkuhlen trennen, woraufhin das Gut von Andreas Christiansen erworben wurde, dessen Erben das Gut 1842 an Carl Godeffroy verkauften. 1906 verkauften die Erben das Gut an Conrad Hinrich (III.) von Donner, die 1902 ihren Wohnsitz von Altona nach Bredeneek verlegten. Das Herrenhaus Lehmkuhlen wurde 1910/11 umfangreichen Ausbauten unterzogen und diente Conrad Hinrich (IV.) Freiherr von Donner ab 1911 als Wohnsitz; es wurde 1975 abgerissen.
Seit 1906 befanden sich so die drei Gutsbezirke Lehmkuhlen, Rethwisch und Bredeneek nebst den schon 1905 erworbenen Meierhöfen Christiansruhe und Hohenhütten in einer Hand und wurden zum Gutsbezirk Lehmkuhlen zusammengefasst. Der Gutshof und das Herrenhaus in Lehmkuhlen waren der Sitz der Gutsherrschaft unter Conrad Hinrich (IV.) Freiherr von Donner, dessen Eltern Bredeneek nicht verließen. 1928 wurden aus dem Gutsbezirk zunächst die beiden Landgemeinden Lehmkuhlen und Rethwisch gebildet. 1934 entstand daraus die Gemeinde Lehmkuhlen, deren Gebiet seitdem unverändert geblieben ist.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden Bredeneek, Christiansruhe und Hohenhütten durch Erbgänge dem Kernbetrieb entzogen. Bredeneek ging an Bodild von Donner, einem Bruder von Conrad Hinrich IV., deren Mann Reimer Edler von Paepcke seine Besitzungen in Mecklenburg-Vorpommern aufgeben musste. Conrad Hinrich V. von Donner führte den Betrieb Lehmkuhlen fort, fiel aber im 2. Weltkrieg 1944. Aufgrund eines Erbauseinandersetzungsvertrages erhielten seine Kinder Götz von Donner den Meierhof Hohenhütten und Angelika von Donner den Meierhof Christiansruhe. Conrad Hinrich VI. von Donner führte den Betrieb Lehmkuhlen bis zu seinem Tod 1989 fort.
Der Schmied Marx Dahl, der 1738 das Chorgitter der Preetzer Klosterkirche, eines der bedeutendsten seiner Art in Schleswig-Holstein, geschaffen hatte, stammte aus Bredeneek.
Die letzten Wahlen fanden am 2. März 2003 statt. Die nächsten Wahlen werden im Frühjahr 2008 stattfinden.
Die Hebesätze für die Grundsteuer A und die Grundsteuer B betragen 260% und für die Gewerbesteuer 320%.
| Name | Beginn der Amtszeit | Ende der Amtszeit |
|---|---|---|
| Otto Möller | 1945 | 15. Juni 1946 |
| Johannes Stoll | 15. Juni 1946 | 1948 |
| Voigt (kommissarisch) | 1948 | 1949 |
| Johannes Stoll | 1949 | 1950 |
| Josef Leitgeb | 1950 | 1953 |
| Joseph Huczko | 1953 | 1954 |
| Sigried von Perbandt | 1954 | 20. Mai 1955 |
| Alfons Jagsch | 20. Mai 1955 | 5. April 1966 |
| Ernst Schlüter | 5. April 1966 | 1986 |
| Jürgen Wendt | 1986 | 1994 |
| Dr. Norbert Langfeldt | 1994 | (im Amt) |
Die Gemeinde ist vorwiegend land- und forstwirtschaftlich geprägt. Der Waldanteil beträgt über 15% und liegt damit deutlich über dem Landesdurchschnitt.
An der westlichen Grenze der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 76, die von Kiel nach Plön weiterführt. Von der Bundesstraße 76 zweigen in östliche Richtung im Norden die Landstraße 211 und im Süden die Kreisstraße 25 ab. Die Landstraße 211 verbindet dabei die Bundesstraßen 76 und 202 und führt durch Bredeneek. Die Kreisstraße 25 führt im weiteren Verlauf über die Nachbargemeinde Lebrade zur Bundesstraße 430.
Eine Gemeindestraße verläuft das Gemeindegebiet von Norden über Dammdorf, Rethwisch, Falkendorf und Trent nach Süden. Im Norden ist sie in Preetz an die Landstraße 211 angeschlossen, die an Bredeneek vorbeiführt. Von Rethwisch verläuft eine Gemeindestraße in östlicher Richtung und verbindet die beiden Nachbargemeinden Martensrade und Rastorf. Von Lepahn führt eine weitere Gemeindestraße nordöstlich über Marienwarder und Hohenhütten zur Nachbargemeinde Martensrade.
In den Ortsteilen Lepahn und Rethwisch existiert jeweils ein Sportverein nebst Sportplatz sowie jeweils eine Freiwillige Feuerwehr, die gemeinsam eine Jugendfeuerwehr betreiben.
Rund 20% des Rad- und Wanderweges Schusteracht liegt im Gemeindegebiet.
Siehe auch: Amt Preetz-Land, Kreis Plön, Schusteracht, Schwentine
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