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Das Lechfeld ist eine Schotterebene südlich Augsburgs, die aus Flussablagerungen in der Eiszeit entstand. Sie liegt zwischen den Alpenflüssen Lech und Wertach. Im Flußbereich zwischen Landsberg und Augsburg sind noch seltene Lech-Urlandschaften erhalten geblieben. Man fasst die Einzelflächen unterschiedlicher Heiden und Trockenrasen unter dem Begriff Lechtalheiden zusammen. Sie stellen nur noch 1% der ursprünglichen Flächen dar und stehen unter strengstem Naturschutz. Es handelt sich um einen der artenreichsten Lebensräume Mitteleuropas.

Bekannt wurde das Lechfeld durch die nach ihm benannte Schlacht auf dem Lechfeld, in der Otto I. die Ungarn 955 besiegte. Außerdem verlief hier seit römischer Zeit eine der Hauptverkehrsrouten zwischen Italien und Deutschland, die Via Claudia Augusta. Aufgrund der Bedeutung dieser Straße wurde diese Landschaft, die sich vor der Angliederung an Bayern Anfang des 19. Jahrhunderts in den Händen des Hochstifts Augsburg befand, als "Straßvogtei" bezeichnet.

Seit den 1920er ist auf dem Lechfelde in Lagerlechfeld ein militärischer Flugplatz beheimatet, 1958 wurde er Heimat des Jagdbombergeschwader 32 der Luftwaffe.

Im März 2004 wurde in der Presse berichtet, dass der militärische Flughafen in naher Zukunft auch zivil genutzt werden soll. Allerdings wurden diese Planungen aufgrund einer mangelnden Bereitschaft der Bauern dort, ihre Felder günstig zu verkaufen (BMW), und des Fluglärms wegen wieder fallengelassen.

Siehe auch: Lech, Römerstraße, Würm-Eiszeit

Augsburg (Landkreis) | Geographie (Bayern)

 

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