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Der Ort Lech liegt am gleichnamigen Fluss in Vorarlberg und ist ein international bekannter Wintersportort am Arlberg. Die Gemeinde besteht aus dem Kernort sowie den Weilern Zürs, Zug, Oberlech und Stubenbach sowie einigen Alpen.
Geografie
Lech liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bludenz auf 1.444 Metern Höhe. 14,1% der Fläche sind bewaldet, 58% der Fläche Alpen.
Naturdenkmäler
Oberhalb von Lech befindet sich das Naturschutzgebiet Gipslöcher.
Geschichte
Lech wurde im 13./14. Jahrhundert von eingewanderten
Walsern gegründet. Es hieß bis ins 19. Jahrhundert
Tannberg, dann setzte sich der aus "Tannberg am Lech" entstandene Name Lech durch. Die vermutlich im frühen 14. Jahrhundert gebaute Pfarrkirche St. Nikolaus war bis ins 16. Jahrhundert die Pfarrkirche des Gerichtsbezirkes
Tannberg, außerdem befand sich das Gerichtsgebäude von Tannberg bis zur Ausflösung des Tannberggerichts 1806 in Lech.
Der kleine Ort hat sich in den letzten Jahrzehnten zunächst durch den Einfluss des
Wintertourismus, in der Folge aber auch vermehrt durch
Sommertourismus zu einer blühenden Gemeinde entwickelt.
Im
August 2005 wurden große Teile der Ortschaft durch eine
Hochwasserkatastrophe verwüstet. Die teils erheblichen Schäden wurden bis zum Beginn der Wintersaison im Dezember 2005 weitestgehend behoben.
Am 30. Juni 2005 hatten 1.893 Einwohner ihren Hauptwohnsitz und 806 ihren Zweitwohnsitz in Lech.
Politik
Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Die Wahl erfolgte nicht per Parteienlisten, sondern per Mehrheitswahl, was bei Walsergemeinden üblich ist. Bei der Gemeinderatswahl am 10. April 2005 wurden erstmals Parteienlisten gestellt. Bürgermeister ist Ludwig Muxel.
Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 7.236.820 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 12.528.076 €. Der Schuldenstand betrug 2001 7.893.349 €.
Partnergemeinden
Lech hat drei Partnergemeinden. Seit 2002 ist
Kampen (Sylt) Partnergemeinde von Lech. Gastgeschenk an die nordfriesische Gemeinde war eine ausrangierte Gondel einer Kabinenbahn, die nun am Kampener Strand aufgestellt ist. Im Gegenzug steht nun in Lech ein Reetgedecktes Bus-Wartehäuschen.
Außerdem sind das sich in Privateigentum befindliche
Beaver Creek Resort in
Colorado, (USA) und das japanische Dorf Hakuba/Happo Partnergemeinden Lechs.
Wirtschaft und Infrastruktur
Am Ort gab es im Jahr 2003 253 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 2.956 Beschäftigten und 27 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 1.163.
Tourismus und Fremdenverkehr sind extrem wichtig. In Wintersaison 2004/2005 gab es in Lech 870.593 Nächtigungen und in der Sommersaison 2005 123.260 Nächtigungen.
Mit Stand Januar 2005 gilt Lech am Arlberg als die reichste Gemeinde Österreichs.
Verkehr
Erreichbar ist Lech über eine nicht ganz wintersichere Bundesstraße (die Lechtal-Bundesstraße mit der berühmten Flexen-Galerie), so dass es in den Wintermonaten immer wieder passiert, dass der Ort einige Zeit von der Außenwelt abgeschlossen ist. Im Sommer kann Lech auch über die Bregenzerwaldbundesstraße erreicht werden, die im Winter allerdings wegen
Lawinengefahr durchgängig geschlossen ist. Ein
Ortsbus verbindet die Ortsteile miteinander.
Bildung
Am Ort gibt es eine
Hauptschule mit 75 und eine
Volksschule mit 74 Schülern. (Stand Januar 2005) In Lech gibt es zudem einen
Kindergarten.
Weblinks
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