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Das Leblanc-Verfahren ist ein historisches Verfahren zur Gewinnung von Soda. Es wurde 1791 von Nicolas Leblanc entwickelt.

Als erstes wird technisches Natriumchlorid mit heißer Schwefelsäure behandelt, dabei entweicht Chlorwasserstoffgas und es bleibt Natriumsulfat als "Salzkuchen" zurück:

2NaCl + H2SO4 -> Na2SO4 + 2HCl
Diese Reaktion ist bereits 1772 von dem schwedischen Chemiker Carl Wilhelm Scheele entdeckt worden.

Leblancs Beitrag war der nächste Schritt, in dem dieser "Salzkuchen" mit Kalk und Kohle gemischt gebrannt wird. Dabei wird die Kohle zu Kohlendioxid oxidiert, und das Sulfat zu Sulfid reduziert. Die verbleibende "schwarze Asche" enthält Soda und Kalziumsulfid.

Na2SO4 + CaCO3 + 2C -> Na2CO3 + CaS + 2CO2
Das Soda ist wasserlöslich, das Kalziumsulfid und der Kalk nicht, dadurch kann es durch Auswaschen getrennt werden. Das Wasser wird dann wieder durch Sieden verdampft.

Das Leblanc-Verfahren war sehr umweltschädigend zunächst durch das entweichende Chlorwasserstoffgas. Das Kalziumsulfid wurde auf Halden gekippt und setzte dann bei der Verwitterung Schwefelwasserstoff frei.

CaS + CO2 + H2O -> CaCO3 + H2S

Es wurde durch das Solvay-Verfahren ersetzt.

Chemie | Chemisch-technisches Verfahren

Leblanc process | Procédé Leblanc

 

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