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Wappen Karte
Wappen Lautertal (Odenwald).svg KarteLindenfels.png
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Bergstraße
Geografische Lage:
Höhe: 300 - 605 m ü. NN
Fläche: 30,76 km²
Einwohner: 7.381 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 240 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64684–64686 (alt: 6147)
Vorwahl: 06254
Kfz-Kennzeichen: HP
Gemeindeschlüssel: 06 4 31 014
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nibelungenstraße 280
64686 Lautertal
Website: Gemeinde Lautertal
Politik
Bürgermeister: Jürgen Kaltwasser (SPD)

Lautertal ist eine Gemeinde im Odenwald, Deutschland.

Geografie


Geografische Lage

Das Lautertal beginnt bei der Quelle des Baches "Lauter" an der Neunkircher Höhe und verläuft in westliche Richtung zunächst breiter, dann recht schmal und steil bis an die Bergstraße, wo die Lauter in Bensheim in einen größeren Bach mündet. Außerdem gehören zum Lautertal mehrere Höhenzüge zu beiden Seiten des eigentlichen Tales.

Nachbargemeinden und -kreise

Lautertal grenzt im Norden an die Gemeinde Seeheim-Jugenheim und Modautal im Landkreis Darmstadt-Dieburg, im Osten an die Stadt Lindenfels, im Süden an die Gemeinde Fürth und die Stadt Heppenheim, sowie im Westen an die Stadt Bensheim.

Geschichte


Die Gemeinde Lautertal entstand bei einer Gebietsreform, die seit dem 1. Januar 1972 besteht. Die bis dahin selbstständigen Gemeinden Beedenkirchen, Elmshausen, Gadernheim, Lautern, Raidelbach, Reichenbach, Staffel und Wurzelbach schlossen sich freiwillig zusammen. Noch im gleichen Jahr wurden die Gemeinden Knoden und Schannenbach zwangs eingegliedert; 1978 musste Schmal-Beerbach folgen.

Der Ursprung der einzelnen Gemeindeteile liegt jedoch zum Teil bereits im römischer Zeit (siehe Felsenmeer) und im Mittelalter (von einer vermutlich einmal bestehenden Burg bei Gadernheim haben sich jedoch keine Reste erhalten).

Politik


Gemeindevertretung

Bei der Kommunalwahl am 26. März 2006 ergab sich folgende Sitzverteilung:
SPD 16 Sitze
CDU 10 Sitze
Freie Wählergemeinschaft Lautertal 2 Sitze
Grüne Liste Lautertal 2 Sitze
FDP 1 Sitz

Sehenswürdigkeiten


Felsenmeer

Oberhalb des Ortsteils Reichenbach liegt das überregional bekannte Felsenmeer. Es handelt sich um einen mit abgerundeten Felsblöcken überzogenen Berghang, der durch Wollsack-Verwitterung entstanden ist. Bereits die Römer nutzten das Felsenmeer zur Gewinnung von Baumaterial. Davon zeugt die so genannte Riesensäule, eine halbfertige monolithe Säule, die vermutlich bei der Bearbeitung sprang und daher nicht mehr nutzbar war.

Hohenstein

Die Gegend ist zum Klettern geeignet, beispielsweise am Kletterfelsen Hohenstein, der sich im Naturpark Bergstraße/Odenwald auf einem bewaldeten Hügel bei Reichenbach befindet. Dieser Kletterfelsen ist vom deutschen Alpenverein anerkannt.

Historische Häuser

Kaiserturm.jpg Mehrere Ortsteile haben ihre alten Fachwerk-Rathäuser bewahrt, zumeist aus dem 16.-17. Jh.: Elmshausen, Reichenbach und Gadernheim (dort ist heute das Heimatmuseum untergebracht). Des weiteren ist in Gadernheim bereits 1608 eine Schmiede zu finden, das älteste Gebäude des Lautertals. Sie gehört zu den ältesten unveränderten Schmieden Hessens. Sie ist jedoch in schlechtem Zustand und wird wohl nicht mehr lange zu erhalten sein.

Kaiserturm

Der Kaiserturm auf der Neunkircher Höhe ist der Höchste Punkt im Lautertal, er steht auf Gadernheimer Gemarkung. Er wurde in seiner heutigen Ausführung 1906 als Aussichtsturm mit einer Höhe von 34 m von Adam Arras aus Gadernheim erbaut. Sein Vorgänger war ein 24 m hoher Holzturm der 1888 von Adam Fleischman erbaut, am 11. Februar 1904 in einer Sturmnacht umgerissen wurde. Im Kaiserturm befindet sich "die höchste Wirtschaft" des Odenwaldes.

Evangelische Pfarrkirche Gadernheim

Kirche Gadernheim.jpg 1912/1913 erbaute der bekannte Jugendstil-Architekt Heinrich Metzendorf diese große Kirche im sog. Heimatstil. Sie dominiert auf dem höchsten Hügel des Dorfes gelegen das obere Lautertal. Es handelt sich um einen Saalbau mit ausladender polygonaler Apsis und einem Fassadenturm, alles mit steilen Dächern gedeckt. Nach außen hin zeigt die Kirche vor allem Granit und davon abgesetzt Sandsteinelemente. Der obere Teil der Fassade und des Turmes ist mit mintgrün lackierten Holzschindeln verschalt. Die Innenausstattung (Gestühl, Kanzelaltar) ist aus der Erbauungszeit erhalten.

Weblinks


Ort in Hessen

 

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