EuroSpeedway_Lausitz_Haupttribüne.jpg Der EuroSpeedway Lausitz ist eine Motorsport-Anlage in der Niederlausitz, ca. 130 km südlich von Berlin.
Die Rennstrecke wurde ursprünglich Lausitzring genannt. Aus Gründen von Markenrechtsstreitigkeiten war die Betreibergesellschaft jedoch gezwungen den Namen zu ändern. Man wählte daher den auch international besser verständlichen und auf das in Kontinental-Europa einzigartige Hochgeschwindigkeitsoval hinweisenden Begriff Eurospeedway Lausitz. (Diesen Kunstbegriff gibt es so jedoch im englischen Sprachraum eigentlich nicht, denn die Lausitz heißt dort Lusatia.)
Als Standort wurde ein Areal zwischen Schipkau-Klettwitz und Senftenberg direkt an der A13 ausgewählt. Im Jahre 1998 war Baubeginn für die stadionartige Anlage mit der riesigen, weithin sichtbaren Haupttribüne. Sie besteht aus einem 3,2 km langen Hochgeschwindigkeits-„Tri-Oval“ mit drei leicht überhöhten Kurven, das speziell für die Bedürfnisse US-amerikanischer Rennserien wie NASCAR und Champ Car (ehem. Indy Car (CART) Series) angelegt wurde. Im Innenraum befindet sich eine ca. 4,5 km lange konventionelle Rennstrecke mit verschiedenen Konfigurationen für Autos und Motorräder. Die außerhalb des Tri-Ovals gelegene Teststrecke mit ihren zwei stark überhöhten Steilkurven kann in einen 11 km langen Langstreckenkurs eingebunden werden.
Nach kurzer Verzögerung wegen eines Einspruches gegen die Bauarbeiten konnten diese zügig vollendet werden, so dass ab Sommer 2000 die ersten Veranstaltungen durchgeführt werden konnten. Obwohl die Gegend als niederschlagsarm gilt (was auch ein Argument für den Standort war) wurde das Premierenjahr durch starke Regenfälle beeinträchtigt, die u. a. zum Abbruch des DTM-Rennens führte.
Hierbei fahren Formelrennwagen mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 330 km/h im Dreieck des Tri-Ovals, wobei eine Runde weniger als 40 Sekunden dauert und von den ca. 100.000 Zuschauern fast komplett verfolgt werden kann. 13 Runden vor Schluss des spannenden Rennens schleuderte der Italiener Alessandro Zanardi, zweimaliger CART-Champion und ehemaliger Formel-1-Fahrer, bei der Ausfahrt aus den Boxen direkt auf die Rennstrecke. Fahrer wie Patrick Carpentier konnten noch ausweichen, aber dessen Team-Kollege Alex Tagliani rammte Zanardis Wagen mit rund 300 km/h seitlich in Höhe des Cockpits. Das Chassis wurde durch den Aufprall in zwei Teile gerissen, wobei sich Zanardi schwerste Verletzungen an den Beinen zuzog. Das Rennen wurde unter Gelben Flaggen neutralisiert beendet, die TV-Übertragung in ORB/ARD wurde abgebrochen. Zanardi wurde per Hubschrauber nach Berlin-Marzahn geflogen, wo seine Unterschenkel im Krankenhaus amputiert werden mussten. Lausitzring-VCT.jpg
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