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Albemarle towing a Horsa glider.jpg | Mistel DFS-230 und Fw-56.jpg

Lastensegler waren große – in einfacher Bauweise ausgeführte – Segelflugzeuge, die in der Lage waren, Luftlandetruppen mit ihrer Ausrüstung und Bewaffnung, bei größeren Modellen aber auch Lastkraftwagen oder ganze Panzer zu transportieren.

Der erste Kampfeinsatz von Lastenseglern, deren Existenz bis zu diesem Zeitpunkt streng geheimgehalten worden war, war der Angriff auf die belgische Festung Eben-Emael am 10. Mai 1940.

Auch im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkriegs kamen Lastensegler wiederholt zum Einsatz. Sie wurden durch Schleppflugzeuge bis in die Nähe ihrer Ziele geschleppt und dann am oder im Zielgebiet durch den Piloten gelandet. Die meisten Lastensegler wurden bewusst zum einmaligen Gebrauch gebaut und nach dem Einsatz nicht geborgen und wiederverwendet.

Lastensegler wurden später auch als Transportflugzeuge verwendet, insbesondere um bei Luftverlegungen von Luftwaffen-Einheiten Transportraum zur Verfügung zu stellen. Schleppflugzeuge waren dann meistens die ohnehin eingesetzten Flugzeuge, z. B. Junkers Ju 52 oder Junkers Ju 87.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Rolle der Lastensegler von den zu Punktlandungen fähigen Hubschraubern übernommen, so dass Lastensegler außer Gebrauch gerieten.

Eigenschaften


Lastensegler haben gegenüber Landungen mit Fallschirmen folgende Vor- und Nachteile:

  • Lastensegler können gewisse Strecken selbst fliegen und müssen nicht unmittelbar über das Zielgebiet geschleppt werden. Fallschirmjäger müssen sehr nahe an das Ziel herangebracht werden.
  • Lastensegler machen es möglich, eine kleine Gruppe von Soldaten exakt am selben Ort zu landen. Fallschirmjäger werden oft durch den Wind zerstreut und sind unmittelbar nach der Landung allein und verwundbar.
  • Ein Lastensegler kann nicht nur Soldaten transportieren, sondern auch große Gegenstände (Fahrzeuge, Waffen) solange das Objekt in den Segler passt und Balance und Gleitzahl stimmen. Fallschirme für große Gegenstände müssen speziell angefertigt werden und sind in der Anwendung problematisch.
  • Fallschirmjäger können senkrecht auf fast jedem Boden landen. Lastensegler benötigen Landeplätze, wobei meist eine Wiese genügt. In der Normandie ließen die Deutschen tausende Pfähle in den Boden rammen, die so genannten Rommelspargel, die Lastensegler behindern sollten.
  • Lastensegler benötigen kompetente Piloten.
  • Es besteht bei unmotorisierten Landungen stets eine erhöhte Bruchlandungsgefahr, da ein Abbruch des Landemanövers ("Durchstarten") nicht möglich ist.

Einsätze


Ein weiterer Einsatz mit Lastenseglern war die Operation Market Garden.

Siehe auch


Militärischer Flugzeugtyp | Segelflugzeug

Military glider

 

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