IBM Thinkpad R51.jpg ThinkPad R51]]
Ein Notebook * (engl. notebook – Notizbuch), Laptop (engl. laptop – „auf dem Schoß“) oder Klapprechner, manchmal auch Mobilrechner genannt, ist ein kleiner, tragbarer Mikrocomputer.
Ende der achtziger Jahre führte Toshiba den Begriff Notebook ein, um besonders kompakte und leichte (wie ein Notizbuch) Geräte besser vermarkten zu können. Inzwischen werden die Begriffe: Notebook und Laptop im deutschen Sprachraum aber synonym benutzt.
Mobilrechner wiegen in der Regel zwischen 700 g (Sub-Notebook) und 5 kg (Desknote) und sind daher als elektronisches Notizbuch oder als vollwertiger, kompakter Arbeitsplatz-Rechner zu gebrauchen.
Fraglich ist allerdings, ob dieser Leistungsunterschied eine wirklich praxisrelevante Einschränkung bedeutet, denn nur wenige Anwendungen (wie z. B. 3D-Spiele) verlangen tatsächlich die höchstmögliche Rechenleistung.
Diese Geräte sind mit speziellen gehärteten Gehäusen versehen, die schlagfest sind und Spritzwasser sowie Hitze standhalten sollen. Anschlussstellen sind durch Gummi geschützt, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Die Festplatte ist gel- oder gummigelagert, um sie vor Stößen zu schützen, und oftmals auch noch extra ummantelt, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, so dass im Ernstfall (Defekt des Computers) zumindest die Daten gerettet sind. Die Widerstandsfähigkeit dieser Geräte wird durch die DIN/VDE IP und den MIL-STD des US-Militärs angegeben. Die Geräte kommen oft dann zum Einsatz, wenn sie außerhalb von Büros arbeiten müssen, beispielsweise bei der Polizei, beim Militär, in ADAC-Fahrzeugen, bei Landvermessern oder ähnlichen Außendienstlern, und in industrieller Umgebung. Auf Grund ihres vergleichsweise hohen Preises und der teilweise eingeschränkten Funktionalität (z. B. bei Schnittstellen oder Grafikleistung) wegen der speziellen Anpassung sind diese Notebooks für Privatanwender weniger interessant.
| Prozessor | Der Einbau eines speziellen Notebookprozessors (Intel: Core Duo, Pentium M, Celeron M; AMD: Athlon XP-M, Sempron, Turion 64; Transmeta Efficeon, Apple G4, VIA C7-M) reduziert die Leistungsaufnahme und verlängert so die Akkulaufzeit gegenüber kostengünstigeren Desktop-Prozessoren. In manchem Mobilrechnern werden jedoch aus Kosten- oder Leistungsgründen auch normale Desktop-Prozessoren verwendet. |
| Bildschirm | Üblicherweise werden in Notebooks heute TFT-Flachbildschirme in Größen zwischen 12 und 19 Zoll und in Bildauflösungen zwischen XGA (1024 × 768 Punkte) und WUXGA (1920 × 1200 Punkte) verbaut, mittlerweile ausschließlich im 16:10 Breitbild-Format. Die meisten Displays haben eine geringere maximale Helligkeit, einen deutlich engeren Ablesewinkelbereich und eine schlechtere Farbstabilität als externe Displays für PCs. |
| Zeigegerät | Die derzeit verbreitetsten Zeigegeräte in Notebooks sind Touchpads. Beliebt sind außerdem stiftförmige Zeigegeräte, z. B. der Trackpoint. Manche Notebooks sind mit Touchscreens ausgestattet, etwa um eine gute Bedienbarkeit mit Handschuhen zu ermöglichen. Bei Geräten, die auch als Tablet-PCs verwendet werden können, sind in den Bildschirm integrierte Grafiktabletts üblich. Bevor sich Touchpads und Trackpoints durchsetzten, waren Trackballs als Zeigegeräte verbreitet. |
| Tastatur | Die in Laptops eingebauten Tastaturen lassen meist den üblichen Ziffernblock und manchmal auch die Pos1-Taste und Ende-Taste missen. Ein Ziffern- und Cursorblock fehlt fast immer, lediglich einige Notebooks mit 17- und 19-Zoll-Display bieten genügend Platz für disese Zusatzfelder. In vielen Sub-Notebooks kommen Tastaturen mit Tasten zum Einsatz, die kleiner als die von normalen Tastaturen gewohnten 19 mm × 19 mm sind. |
| Schnittstelle | Eine weitere Notebook-Spezialität sind die oft vorhandenen PCMCIA- bzw. Cardbus-Steckplätze zum Anschluss von Erweiterungskarten, bzw. deren modernere Variante ExpressCard. Die Zahl der Schnittstellen ist meist gegenüber Desktop-PCs reduziert, so fehlen ältere Schnittstellen wie Parallel- oder RS232-Port, es stehen weniger USB-Buchsen zur Verfügung. Der FireWire-Anschluss ist bei den meisten Notebooks nur 4- statt 6-polig ausgeführt. Auch sind die Audio-Schnittstellen oft eingeschränkt. |
| Arbeitsspeicher | Die meisten Notebooks haben nur zwei Speichersteckplätze statt wie in Desktop-PCs üblich drei oder vier. Zudem nutzen sie kleinere Module (SO-DIMM), die nur jeweils mit der halben Kapazität verfügbar sind, weil weniger Chips draufpassen. Was die Technik anbelangt (DDR, DDR2, GDDR3) stehen diese jedoch Desktop-Systemen in nichts nach. |
| Festplatte | Auch die Festplatte ist miniaturisiert auf 2,5 bzw. 1,8 Zoll. Die 2,5-Zoll-Platten arbeiten etwa halb so schnell wie Desktop-Platten und bieten ein Viertel der maximalen Kapazität (derzeit 160 GByte). Die 1,8-Zoll-Platten sind demgegenüber nochmals eingeschränkt. Aktuell wird versucht dem Geschwindigkeitsproblem mit größerem Cache entgegenzuwirken, so waren Festplatten mit 16 MB Cache für Notebooks früher verfügbar als die für Desktop-Systeme. |
| Optisches Laufwerk | In der Regel haben Notebooks auch ein CD- oder DVD-Laufwerk mit jedoch geringerer Bauhöhe (12,5 mm). Fast alle diese Laufwerke entsprechen dem SlimLine-Standard, benötigen aber oft einen auf das Notebook-Modell zugeschnittenen Einbaurahmen und eine entsprechende Blende. In einigen wenigen Notebooks kommen die nur 9,5 mm hohen SuperSlimline-Laufwerke zum Einsatz. |
„Echte“ Notebook-Hersteller sind unter anderem (in der Reihenfolge ihrer Produktionszahlen, soweit bekannt – die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen und eignen sich nur, um die Größenordnung abzuschätzen):
Viele namhafte Notebook-Anbieter geben bei diesen Produzenten Laptops aus hauptsächlich eigenem Design in Auftrag (Reihenfolge nach Verkaufszahlen im Jahre 2004, ebenfalls nicht ganz exakt):
Nur sehr wenige Notebook-Anbieter fertigen hauptsächlich selbst:
Die erstgenannten Produzenten bieten auch eigene Notebook-Designs an, verkaufen sie aber nicht (oder nur in einigen Ländern im asiatischen Raum) selbst. Sie sind dann als Original Design Manufacturer (ODM) tätig. In Deutschland vertreiben u. a. folgende Anbieter diese Laptops als Eigenmarke (alphabetisch sortiert):
Die Zusammenhänge der Produzenten, namhaften Hersteller und Eigenmarken-Anbieter ändern sich ständig. So versuchen Produzenten wie AsusTek, MSI oder Twinhead verstärkt, als Eigenmarke aufzutreten, während Elitegroup sich davon zurückzieht. Möglicherweise wird auch Lenovo nach dem Kauf der PC- und Notebook-Sparte von IBM eine ODM-Baureihe einführen.
Auch ist nicht immer klar, wo die tatsächliche Endmontage stattfindet. Viele OEM/ODM-Designs bekommen schon bei der Produktion in Asien ihre komplette regionale Ausstattung (Tastatur, Handbücher etc.). Andere werden als Barebones (ohne Speicher, CPU, Festplatte, manchmal auch ohne ODD oder ohne Display) angeliefert und dann in regionalen Fabriken (beispielsweise Fujitsu-Siemens in Augsburg für die Lifebooks, Toshiba in Regensburg, Dell in (Irland) teils nach Kundenwünschen fertig bestückt.
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