Der Lappwald ist ein 20 km langer und bis zu 5 km breiter, mit Wald bestandener Höhenzug. Er erstreckt sich von Helmstedt aus nach Norden. Die Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt verläuft durch das Waldgebiet, wobei etwa drei Viertel zu niedersächsischem Gebiet gehören. Der Lappwald ist Teil des Naturparks Elm-Lappwald.
Die erste urkundliche Erwähnung findet der Lappwald als "Lapvualt" im Jahr 1147 Hans-Ehrhard Müller: Helmstedt - die Geschichte einer deutschen Stadt, 2. Aufl. 2004, S. 184. Eine eindeutige Namensdeutung gibt es für "Lappwald" nicht. Die wahrscheinlichste These beruht auf den Jagdbegriff des "einlappen". Der Lappwald war über viele Jahrhunderte ein Grenzforst zwischen dem braunschweigischen und preußischen Staatsgebiet. Zahlreiche Schmuggler und andere kriminelle Personen, so auch der bekannte "Räuberhauptmann Rose", nutzten diese Grenzsituation des Waldes aus. Im 20. Jahrhundert teilte die Innerdeutsche Grenze den Lappwald, dem früheren braunschweigisch-preußischen Grenzverlauf folgend.
Nord-östlich von Helmstedt finden sich im Lappwald Grabenreste der Landwehr in Richtung Walbeck. An Bauten erhalten sind noch zwei Warttürme aus dem 13. Jahrhundert, die als 1. und 2. Walbecker Warte bezeichnet werden.
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