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Wappen Karte
Wappenlangenhagen.jpg Langenhagen in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Geografische Lage:
Höhe: 51 m ü. NN
Fläche: 71,99 km²
Einwohner: 50.700 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte: 704 Einwohner je km²
Postleitzahl: 30851, 30853, 30855
Vorwahl: 0511
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03241010
Gliederung des Stadtgebiets: 6 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 1
30853 Langenhagen
Website: www.langenhagen.de
Bürgermeisterin: Susanne Schott-Lemmer (CDU)

Langenhagen ist eine Stadt in der Region Hannover in Niedersachsen.

Geografie


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Langenhagen grenzt an die Gemeinden Wedemark und Isernhagen und die Städte Hannover und Garbsen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden). Nördlich des Stadtgebiets beginnt die Lüneburger Heide. Die Kernstadt Langenhagens ist mit Hannover eng verwachsen.

Mit dem Kananoher Forst und dem Naturschutzgebiet Kaltenweider Moor verfügt das Stadtgebiet über Wald- und Moorgebiete. Hier befindet sich der Muswillensee.

Geschichte


Langenhagen_2.jpg | Langenhagen_1.jpg Bereits im Jahr 990 wurde Hainhaus erwähnt. 1196 folgten Engelbostel, 1200 Godshorn, 1255 Wagenzelle und 1308 Schulenburg. Am 15. Februar 1312 wurde Langenhagen erstmals als Nova indigo urkundlich erwähnt.

1862 wurde in Langenhagen die Heil- und Pflegeanstalt für geistesschwache und blödsinnige Kinder gegründet. Der spätere Medizin-Nobelpreisträger Robert Koch arbeitete dort von 1866 bis 1868 als Assistenzarzt. Heute erinnert eine Gedenktafel in der Robert-Koch-Realschule an sein Wirken.

Die Anstalt wurde später zunächst in Provinzial- Heil- und Pflegeanstalt, dann in Nervenheilanstalt Langenhagen umbenannt. Die Anstalt, die unmittelbar an der Hauptstraße von Langenhagen nach Hannover lag, schadete dem Ruf der Gemeinde: „Selbst Touristen zu Fuß und zu Rad meiden das Dorf, das ihnen anstatt ländlicher Stille den Anblick von * Wesen in erbarmungswürdigem Zustand bietet“, stellte der „Heidedichter“ Hermann Löns damals fest. Prominentester Patient der Anstalt war der Serienmörder Fritz Haarmann. Heute hat die Einrichtung ihren schlechten Ruf abgelegt; seit 1995 heißt sie Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Etwa 160 Beschäftigte betreuen dort bis zu 200 Patienten.

Anfang des 20. Jahrhunderts gewann Langenhagen als Verkehrsknotenpunkt an wirtschaftlicher Bedeutung. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere anderem die seit 1890 bestehende Eisenbahnstrecke, die von Hannover über Langenhagen nach Visselhövede führte, sowie die Errichtung des Brinker Hafens am Mittellandkanal im Jahr 1916.

Auf dem Gebiet der Stadt Langenhagen existierte zeitweise ein Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme. Am Ende des Zweiten Weltkriegs war Langenhagen durch Bombenangriffe zu zwei Dritteln zerstört.

An der Bundesautobahn 2 liegt der Silbersee. Er entstand im Zuge des Autobahnbaus 1934/35 und hat seinen Namen angeblich von Flugzeugpiloten, die den See auf ihrem Flug Richtung Berlin als Orientierungsmarke nutzten.

Am 1. März 1959 wurden Langenhagen die Stadtrechte verliehen.

Am 18. Juni 1972 wurde die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof in Langenhagen festgenommen, die eine Zeit lang in einer Wohnung in der Nähe des Berliner Platzes untertauchen konnte. Selbst heute sind dort in der Tür der jetzt dort ansässigen Krankenkasse noch die Einschusslöcher zu sehen, welche bei der Verhaftung entstanden.

Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Langenhagen zum damaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle anderen niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.

Wirtschaft


Ansässige Unternehmen

Das heutige Stadtzentrum entstand erst Ende der 1970er Jahre und 1981 mit der Eröffnung des City Center Langenhagen, das später um die Europa-Markthalle erweitert wurde. So lockt Langenhagen Verbraucher aus der Umgebung zum Einkaufen in die Stadt.

Wegen der günstigen Verkehrslage haben sich viele Unternehmen der Region Hannover in Langenhagen angesiedelt und bilden eine bedeutende Einnahmequelle für die Stadt. In der Umgebung des Flughafens existiert ein großer Gewerbepark mit verschiedenen Industriebetrieben, u. a. Bahlsen, Reemtsma-Zigarettenfabrik, Konica Minolta und MTU Maintenance Hannover.

Am 17. August 1982 begann PolyGram in Langenhagen mit der weltweit ersten industriellen Produktion von CDs. 1996 startete dort auch die DVD-Fertigung. Noch heute werden in Langenhagen CDs und DVDs hergestellt, u. a. für den Medienkonzern Vivendi.

Seit 1996 hat die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft in Langenhagen ihren Hauptsitz.

Am Ostrand des Stadtgebiets befindet sich die Paracelsus-Klinik am Silbersee, ein Akutkrankenhaus mit 111 Betten. In der „Para“ werden jährlich etwa 9.000 Menschen behandelt – und 800 Kinder geboren.

Verkehr

Innerhalb des Langenhagener Stadtgebiets befindet sich der 1952 eröffnete Flughafen Hannover, einer der größten Flughäfen Deutschlands. Er gilt als dominierender ökonomischer Faktor der Stadt.

Die A 2 und die A 7 sowie die A 352 liegen in der Nähe des Stadtgebiets. Langenhagen verfügt über mehrere Autobahnanschlüsse.

Langenhagen liegt außerdem im Einzugsbereich der S- und Stadtbahn Hannover. Schon von 1900 bis 1937 gab es die erste Straßenbahn in Langenhagen. 1937 wurde diese durch einen Oberleitungsbus ersetzt. Ab 1958 wurden Dieselbusse für den öffentlichen Nahverkehr in Langenhagen eingesetzt. Die hannoversche Straßenbahn endete an der südlichen Stadtgrenze Langenhagens. Ende der 1980er Jahre wurde die mittlerweile in Stadtbahn umbenannte Straßenbahnlinie wieder bis in das neue Stadtzentrum Langenhagens verlängert.

Bildungseinrichtungen


In den Ortsteilen Langenhagens gibt es jeweils eine Grundschule. Zudem gibt es eine Haupt- und Realschule als Ganztagsschule (Brinker Schule), die Robert-Koch-Realschule, ein Gymnasium und eine Integrierte Gesamtschule (IGS), sowie verschiedene Sonderschulen. Das Gymnasium Langenhagen liegt gemeinsam mit der IGS in einem Gebäudekomplex nördlich und unweit des City Center Langenhagen (CCL).

Weitere Schulen in Langenhagen sind die Musikschule und die Niedersächsische Schornsteinfegerschule.

Die Stadtbibliothek Langenhagen befindet sich im Stadthaus an der Konrad-Adenauer-Straße 6. Das Angebot von 73.000 Medien beinhaltet neben Büchern auch DVDs, CDs, Hörbücher, Stadtpläne, Zeitschriften, Spiele und Kindermedien.

Städtepartnerschaften


Langenhagen unterhält mit folgenden Orten Partnerschaften:

Der Stadtteil Godshorn unterhält außerdem eine Partnerschaft mit Le Trait, Frankreich. Der Stadtteil Krähenwinkel unterhält eine Partnerschaft mit Stadl Paura, Österreich.

Freundschaftliche Beziehungen bestehen zu Joinville im Staat Santa Catarina, Brasilien und zur Stadt Rodewisch im Vogtland (Sachsen).

Stadtgliederung


Die Stadt besteht seit der niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 neben der Kernstadt Langenhagen (Langenhagen-Mitte, Langenforth, Brink, Alt-Langenhagen) aus den Stadtteilen Engelbostel, Godshorn, Kaltenweide (einschließlich Altenhorst, Hainhaus, Maspe, Siedlung Twenge, Twenge und Weiherfeld), Krähenwinkel und Schulenburg. Wiesenau (Teil der Kernstadt) ist fast vollständig von hannoverschem Stadtgebiet umschlossen.

Entwicklung des Stadtgebiets


Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Theater

Mit dem daunstärs verfügt Langenhagen über eine überregional bekannte Kleinkunst- und Comedybühne.

Bauwerke

Früher standen in Langenhagen mehrere Bockwindmühlen. Heute existiert nur noch die Kaltenweider Bockwindmühle aus dem 17. Jahrhundert.

In Langenhagen gibt es mehrere alte Kirchen. Zu erwähnen sind insbesondere die Martinkirche im Stadtteil Engelbostel und die Elisabethkirche an der Walsroder Straße. Die Elisabethkirche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, nach dem Krieg aber wieder aufgebaut. Der untere Teil des Kirchenturmes ist noch original mit Raseneisensteinen gebaut erhalten.

Kunst

Überregional bekannt ist der Kunstverein Langenhagen. Seine Hauptaufgabe besteht darin, die Zukunft der Kunst und ihre Vermittlung zu fördern und mitzugestalten.

Regelmäßige Veranstaltungen

Jährliches kulturelles Highlight ist das Kleinkunst- und Theaterfestival Mimuse.

Persönlichkeiten


Literatur


  • Ernst-August Nebig: Langenhagen – Vom Dorf zur Stadt. 1. Auflage. Wartberg Verlag, Langenhagen 2001, ISBN 3-86134-908-6.

Weblinks


Ort in Niedersachsen

Langenhagen | Langenhagen

 

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