| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Landkreis Uelzen.png | Lage des Landkreises Uelzen in Deutschland.GIF |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Niedersachsen |
| Verwaltungssitz: | Uelzen |
| Fläche: | 1.453,84 km² |
| Einwohner: | 96.975 (30. September 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 67 Einwohner je km² |
| Kreisschlüssel: | 03 3 60 |
| Kfz-Kennzeichen: | UE |
| Kreisgliederung: | 29 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Veerßer Straße 53 29525 Uelzen |
| Website: | www.landkreis-uelzen.de |
| Politik | |
| Landrat: | Dr. Theodor Elster (parteilos) |
| Karte | |
| Lower saxony ue.png | |
Der Landkreis Uelzen ist ein Landkreis im Nordosten Niedersachsens. Er grenzt im Westen an die Landkreise Celle und Soltau-Fallingbostel, im Norden an den Landkreis Lüneburg, im Osten an den Landkreis Lüchow-Dannenberg, im Südosten an den Altmarkkreis Salzwedel und im Süden an den Landkreis Gifhorn.
Der Fremdenverkehr konzentriert sich vor allem auf Bad Bevensen und Umgebung samt Kliniken. Bad Bodenteich ist erst seit wenigen Jahren Kurbad. In Suderburg befindet sich eine relativ kleine, aber renommierte Außenstelle der Universität Lüneburg mit dem Fachgebiet (Wasser-)Bauingenieurwesen.
Der Regionalverkehr auf den Strecken Uelzen–Hamburg und Hamburg–Bremen führt seit dem Dezember 2003 die metronom Eisenbahngesellschaft durch, die seit Dezember 2005 zusätzlich von Göttingen über Hannover nach Uelzen fährt. Da die ehemaligen Betriebswerke im Bereich des Bahnhofes aufgelöst und die Flächen samt Gebäuden verkauft worden sind, entstand für das Verkehrsunternehmen im Norden der Stadt Uelzen ein neues Betriebswerk.
Das Gesicht des Landkreises wird durch das von bewaldeten Höhenzügen umrahmte Uelzener Becken bestimmt. Von Süd nach Nord verläuft das Ilmenautal durch das Kreisgebiet. Die naturräumlich günstigen Gegebenheiten sowie die fruchtbaren Böden boten schon in frühester Zeit gute Voraussetzungen für eine Besiedlung durch den Menschen.
Dies spiegelt sich in den über 6000 bekannten und lokalisierten Fundstellen wider. Damit stellt der Landkreis eine der fundreichsten Regionen Niedersachsens dar. Von 1984—1986 inventarisierte eine Arbeitsgruppe des Instituts für Denkmalpflege im Gelände über 4600 obertägig sichtbare archäologische Objekte: Großsteingräber, Grabhügel, Steinkisten, Landwehren und Burganlagen aber auch Altäcker und Wegespuren. Nicht überprüft werden konnten die zahlreichen Urnenfriedhöfe und Siedlungsstellen verschiedener Zeitstufen. Aufgrund ihres Erhaltungszustandes und ihrer historischen Bedeutung wurden fast 2.700 Objekte in das Verzeichnis der Kulturdenkmale aufgenommen.
Der außerordentliche Fundreichtum hat frühzeitig das Interesse von Altertumsforschern geweckt. Hervorzuheben sind die Kartierungen der Geländedenkmale in der Gegend um Uelzen durch den Kammerherrn von Estorff in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die Grabungen von Gustav Schwantes kurz vor der Jahrhundertwende. Schwantes Verdienst besteht in der Erstellung einer Gliederung der vorrömischen Eisenzeit, deren Stufen er nach den Fundorten im Kreisgebiet benannte. Das Gräberfeld von Jastorf wurde sogar namengebend für die Jastorf-Kultur, eine Kulturgruppe der älteren vorrömischen Eisenzeit im östlichen Niedersachsen, in Holstein und in Mecklenburg.
Die ältesten Funde im Kreisgebiet stammen aus der Alt- und Mittelsteinzeit (ca. 600.000 bis 4.500 v. Chr.). Im Museum Schloss Holdenstedt kann der so genannte Schildkern von Medingen besichtigt werden, ein Werkzeug, das zwischen der letzten und vorletzten Eiszeit gefertigt wurde und somit 80.000 oder gar 100.000 Jahre alt ist. Ein ähnlich hohes Alter hat wohl auch der ebenfalls in Holdenstedt ausgestellte Faustkeil von Lehmke.
Unter den sichtbaren Denkmalen im Stadt- und Landkreisgebiet haben die Grabbauten den größten Anteil, sie sind zugleich die auffälligsten Hinterlassenschaften des urgeschichtlichen Menschen. Grabhügel und Großsteingräber prägten hier einst das Landschaftsbild. Carl von Estorff publizierte 1846 die stattliche Anzahl von 6.000 Grabhügeln, von denen noch 2609 erhalten sind. Weitaus größer sind die Verluste an Großsteingräbern. Von den von Estorff verzeichneten 219 waren m Jahre 1986 noch 29 erhalten, in gutem Zustand waren davon nur 12.
Samtgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden
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