| Wappen | |
|---|---|
| Wappen Landkreis Sinsheim.png | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Nordbaden |
| Verwaltungssitz: | Sinsheim |
| Fläche: | 529 km² |
| Einwohner: | 88.254 (27. Mai 1970) |
| Bevölkerungsdichte: | 167 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | SNH |
| Kreisgliederung: | 52 Gemeinden darunter 4 Städte |
| Karte | |
| BW-AlteLandkreise-SNH.png | |
Der Landkreis Sinsheim war ein Landkreis in Baden-Württemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgelöst wurde.
Geografisch hatte er überwiegend Anteil am nördlichen Kraichgau. Die Kreisstadt lag etwa in der Mitte des Landkreises.
Nach der Bildung des Landes Baden-Württemberg 1952 gehörte der Landkreis Sinsheim zum Regierungsbezirk Nordbaden. Durch die Gemeindereform ab 1970 veränderte sich das Kreisgebiet in drei Fällen. Am 1. September 1971 wurde die Gemeinde Landshausen dem Landkreis Bruchsal zugeordnet, weil sie am gleichen Tag Teil der neu gebildeten Stadt Kraichtal wurde. Am 1. Januar 1972 wurden die Gemeinden Eichelberg und Tiefenbach in die Gemeinde Östringen eingegliedert und gehörten damit ebenfalls zum Landkreis Bruchsal.
Mit Wirkung vom am 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Sinsheim schließlich aufgelöst. Der nördliche Teil und mit ihm die Kreisstadt Sinsheim wurde dem neu gebildeten Rhein-Neckar-Kreis, der südliche Teil dem Landkreis Heilbronn zugeordnet. Ein paar Gemeinden kamen auch zum Landkreis Karlsruhe. Rechtsnachfolger des Landkreises Sinsheim wurde der Rhein-Neckar-Kreis.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 17. Mai 1939 | 51.550 |
| 13. September 1950 | 79.015 |
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 6. Juni 1961 | 76.202 |
| 27. Mai 1970 | 88.254 |
Der Adler symbolisiert die Reichsritterschaft Kraichgau, zu der einige Gemeinden des Kreises bis 1803 gehörten. Der Großteil gehörte jedoch zur Kurpfalz. Daher ist der kurpfälzisch-bayerische Löwe abgebildet. Der Schrägbalken ist dem badischen Wappen entnommen. Er wird auch im Eppinger Stadtwappen geführt, der zweitgrößten Stadt des Kreises.
Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Sinsheim machte die Gemeinde Flinsbach, die sich mit Wirkung vom 1. Januar 1970 mit der Gemeinde Helmstadt vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Sinsheim schließlich 1973 aufgelöst wurde.
Größte Gemeinde des Landkreises war die Kreisstadt Sinsheim, kleinste Gemeinde war Bockschaft.
Die Gemeinden des Landkreises Sinsheim vor der Gemeindereform:
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