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Wappen Karte
Wappen Landkreis Ostvorpommern.png Lage des Landkreises Ostvorpommern in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Verwaltungssitz: Anklam
Fläche: 1.910 km²
Einwohner: 110.436 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 13 0 59
Kfz-Kennzeichen: OVP
Kreisgliederung: 96 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Demminer Straße 71-74
17389 Anklam
Landrätin: Dr. Barbara Syrbe (Linkspartei)
Karte
Mecklenburg wp ovp.png

Der Landkreis Ostvorpommern ist ein Landkreis im äußersten Nordosten Deutschlands in Mecklenburg-Vorpommern, an der Grenze zu Polen. Zum Kreisgebiet gehört der westliche Teil der Ostseeinsel Usedom (der östliche Teil gehört zu Polen). Nachbarkreise sind im Südosten der Landkreis Uecker-Randow, im Süden der Landkreis Mecklenburg-Strelitz und im Westen die Landkreise Demmin und Nordvorpommern. Die kreisfreie Stadt Greifswald ragt von der Ostsee im Norden in das Kreisgebiet.

Geografie


Die Landschaft wird von Moränen, Mooren (Peenetalmoor, Ziesebruch, Thurbruch) und vor allem der Küstenlage an Ostsee, Boddengewässern (Greifswalder Bodden, Peenestrom, Krumminer Wiek, Achterwasser) sowie Stettiner Haff bestimmt. Wichtigster Fluss ist die Peene.

Geschichte


Der Landkreis Ostvorpommern entstand bei der Kreisreform in Mecklenburg-Vorpommern zum 12. Juni 1994 durch Vereinigung der früheren Landkreise Anklam (ANK), Greifswald (GW) und Wolgast (WLG).

Wirtschaft


Haupterwerbszweige sind der Tourismus, insbesondere auf der Insel Usedom und die Landwirtschaft. Wichtige Industriebetriebe sind die Zuckerfabrik in Anklam, die Peene-Werft in Wolgast und die Energiewerke Nord in Lubmin. Der Landkreis Ostvorpommern ist neben dem Landkreis Rügen die wichtigste Tourismusregion in Mecklenburg-Vorpommern. Seebäder gibt es auf der Insel Usedom sowie am Greifswalder Bodden.

Verkehr


Der Landkreis Ostvorpommern wird durch mehrere Bundesstraßen erschlossen. Von überregionaler Bedeutung sind die mitten durch das Kreisgebiet führende Bundesstraße 109 von Berlin nach Stralsund und die Bundesstraße 96, die am Rand den Kreis streift. Die Bundesstraßen 110 und 111 durchqueren in Ost-West-Richtung den Landkreis und erschließen jeweils über eine Klappbrücke die Insel Usedom. Des Weiteren beginnen die Bundesstraßen 197 und 199 in Anklam.

Ferner befindet sich am westlichen Rand des Kreises die Bundesautobahn 20.

Eisenbahntechnisch ist der Kreis an die Hauptstrecke Berlin-Pasewalk-Stralsund angeschlossen. Diese auf 160 km/h ausgebaute Strecke wird von zwei Linien im Personenverkehr bedient. Eine IC-Linie bedient Anklam und Züssow sowie Greifswald während die RE-Linie noch zusätzlich an den verbliebenen Bahnhöfen Groß Kiesow, Klein Bünzow und Ducherow hält. Der InterConnex hat planmäßigen Halt in Anklam und Greifswald.

Die Eisenbahnstrecken von Züssow nach Ahlbeck-Grenze und von Peenemünde nach Zinnowitz sind im Besitz von der Usedomer Bäderbahn(UBB). Die UBB betreibt auch den ÖPNV auf diesen Strecken und weiterhin auch die Verlängerung bis Stralsund.

Mittlerweile setzt die Bahn AG in der Saison Urlauberzüge auf die Insel Usedom ein, ein tägliches D-Zug-Paar aus Potsdam nach Ahlbeck-Grenze und ein wöchentliches IC-Paar aus Köln nach Heringsdorf.

Der Verkehrsflughafen Heringsdorf und die Verkehrslandeplätze Anklam und Peenemünde stellen die Luftverkehrsanbindung dar. Allerdings sind momentan nur wenige und auch nur saisonale Fluglinien zu verzeichnen.

Weitaus wichtiger sind die Häfen. Die Ostseehäfen Vierow, Lubmin und Wolgast und der Binnenhafen Anklam sind die Träger der Schifffahrt in OVP.

Kreistag


Sitzverteilung Kreistag Ostvorpommern 2005.png Der Kreistag des Landkreises Ostvorpommern besteht aus 53 Abgeordneten. Seit der Wahl vom 13. Juni 2004 setzt er sich wie folgt zusammen:

Partei Sitze
CDU 25
SPD 8
Linkspartei.PDS 10
FDP 2
Grüne 1
NPD 2
UR 3
UWG Bansin 1
WGK 1

Der Landkreis (Wahlkreisnummer 59) besteht aus 149 Wahlkbezirken mit 95.638 Wahlberechtigten. Zur Wahl gingen 46.431 die 6.569 ungültige und 129.093 gültige Stimmen abgaben. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von rund 48,6% (alle Daten aus 2004).

Näheres zum Wahlverfahren und zu rechtlichen Bestimmungen: Kreistag (Mecklenburg-Vorpommern)

Städte und Gemeinden


(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005) - Quelle: Statistisches Landesamt MV

Amtsfreie Gemeinden

Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden/Städten

Sitz der Amtsverwaltung *

  1. Buddenhagen (401)
  2. Buggenhagen (297)
  3. Hohendorf (961)
  4. Krummin (245)
  5. Lassan, Stadt (1.424)
  6. Lütow (364)
  7. Pulow (324)
  8. Sauzin (420)
  9. Wolgast, Stadt (12.656) *
  10. Zemitz (878)

  1. Bargischow (402)
  2. Blesewitz (281)
  3. Boldekow (635)
  4. Bugewitz (334)
  5. Butzow (487)
  6. Drewelow (187)
  7. Ducherow (2.206)
  8. Iven (236)
  9. Japenzin (227)
  10. Krien (821)
  11. Krusenfelde (210)
  12. Liepen (328)
  13. Löwitz (449)
  14. Medow (636)
  15. Neetzow (635)
  16. Neu Kosenow (645)
  17. Neuendorf A (160)
  18. Neuendorf B (183)
  19. Neuenkirchen (332)
  20. Pelsin (322)
  21. Postlow (406)
  22. Putzar (213)
  23. Rathebur (166)
  24. Rossin (170)
  25. Sarnow (513)
  26. Spantekow (860) *
  27. Stolpe (376)
  28. Wietstock (158)

  1. Behrenhoff (778)
  2. Dargelin (419)
  3. Dersekow (1.100)
  4. Diedrichshagen (427)
  5. Hinrichshagen (843)
  6. Levenhagen (418)
  7. Mesekenhagen (1.025)
  8. Neuenkirchen (2.288) *
  9. Wackerow (1.478)
  10. Weitenhagen (1.612)

  1. Brünzow (719)
  2. Hanshagen (941)
  3. Katzow (635)
  4. Kemnitz (1.233)
  5. Kröslin (1.847)
  6. Loissin (896)
  7. Lubmin (1.962) *
  8. Neu Boltenhagen (652)
  9. Rubenow (885)
  10. Wusterhusen (1.314)

  1. Karlshagen (3.138)
  2. Mölschow (857)
  3. Peenemünde (336)
  4. Trassenheide (969)
  5. Zinnowitz (3.741) *

  1. Benz (999)
  2. Dargen (565)
  3. Garz (208)
  4. Kamminke (309)
  5. Korswandt (542)
  6. Koserow (1.706)
  7. Loddin (1.061)
  8. Mellenthin (490)
  9. Pudagla (410)
  10. Rankwitz (656)
  11. Stolpe auf Usedom (399)
  12. Ückeritz (987)
  13. Usedom, Stadt (1.947) *
  14. Zempin (900)
  15. Zirchow (643)

  1. Bandelin (697)
  2. Gribow (237)
  3. Groß Kiesow (1.523)
  4. Groß Polzin (516)
  5. Gützkow, Stadt (2.808)
  6. Karlsburg (1.549)
  7. Klein Bünzow (895)
  8. Kölzin (364)
  9. Lühmannsdorf (720)
  10. Lüssow (187)
  11. Murchin (936)
  12. Rubkow (729)
  13. Schmatzin (356)
  14. Wrangelsburg (224)
  15. Ziethen (456)
  16. Züssow (1.547) *

Gebietsänderungen


In den Jahren seit 1994 fanden im Gebiet des Landkreises Ostvorpommern wie im gesamten Bundesland Mecklenburg-Vorpommern umfangreiche Gebietsänderungen statt.

Aus den ursprünglich 14 Ämtern wurden nach Abschluss der Gebietsreform am 1. Januar 2005 7 Ämter. Die Stadt Wolgast und die Gemeinde Zinnowitz verloren ihre Amtsfreiheit. Die Anzahl der Gemeinden verringerte sich von 110 auf 96.

Ämterauflösungen, Ämterfusionen

Eingemeindungen, Gemeindeneubildungen

  • Auflösung der Gemeinde Zinzow - Eingemeindung nach Boldekow (1. Januar 1999)
  • Auflösung der Gemeinde Steinmocker - Eingemeindung nach Neetzow (13. Juni 1999)
  • Auflösung der Gemeinde Groß Petershagen - Eingemeindung nach Wackerow (13. Juni 1999)
  • Auflösung der Gemeinde Neppermin - Eingemeindung nach Benz (22. Mai 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Breechen - Eingemeindung nach Gützkow (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Schwerinsburg - Eingemeindung nach Löwitz (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Nerdin - Eingemeindung nach Medow (13. Juni 2004)
  • Auflösung der Gemeinde Kammin - Eingemeindung nach Behrenhoff (1. Januar 2005)
  • Auflösung der Gemeinde Groß Ernsthof - Eingemeindung nach Rubenow (1. Januar 2005)
  • Auflösung der Gemeinde Ranzin - Eingemeindung nach Züssow (1. Januar 2005)
  • Auflösung der Gemeinden Ahlbeck und Bansin sowie der amtsfreien Gemeinde Heringsdorf - Neubildung der amtsfreien Gemeinde Dreikaiserbäder (1. Januar 2005)
  • Auflösung der Gemeinde Morgenitz - Eingemeindung nach Mellenthin (1. Januar 2005)

Landkreiswechsel

Amtssitzwechsel

Namensänderungen

Weblinks


Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern

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