| Wappen | |
|---|---|
| Wappen Landkreis Nuertingen.png | |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Nordwürttemberg |
| Verwaltungssitz: | Nürtingen |
| Fläche: | 380 km² |
| Einwohner: | 159.030 (27. Mai 1970) |
| Bevölkerungsdichte: | 419 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | NT |
| Kreisgliederung: | 48 Gemeinden darunter 7 Städte |
| Karte | |
| BW-AlteLandkreise-NT.png | |
Der Landkreis Nürtingen war ein Landkreis in Baden-Württemberg, der im Zuge der Kreisreform am 1. Januar 1973 aufgelöst wurde.
Geografisch hatte er Anteil an den Ausläufern der Schwäbischen Alb. Durch das Kreisgebiet floss der Neckar.
Mit Wirkung vom am 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Nürtingen aufgelöst. Seine Gemeinden gingen nahezu ganz im vergrößerten Landkreis Esslingen auf, der damit Rechtsnachfolger des Landkreises Nürtingen wurde. Die Gemeinde Grafenberg kam jedoch zum Landkreis Reutlingen.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 17. Mai 1939 | 73.572 |
| 13. September 1950 | 107.535 |
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 6. Juni 1961 | 131.620 |
| 27. Mai 1970 | 159.030 |
Nachdem sich die damalige Koalition von SPD und CDU auf 35 Landkreise als neue Zahl geeinigt hatte, eine Änderung dieser Zahl vor allem für die SPD ein Tabu war, der CDU andererseits sehr viel am Weiterbestehen des Kreises Künzelsau lag, wurde eine Vereinigung der Landkreise Esslingen und Nürtingen "unumgänglich".
Die Landtagskommission "Verwaltungsreform" hatte sodann vorgeschlagen, nach der Vereinigung beider Kreise Nürtingen zur Kreisstadt zu machen. In erster und zweiter Lesung wurde daran nichts geändert. Dann aber begann im Landtag ein großer Tauschhandel, bei dem fast beliebig Gemeinden von einem Kreis zum nächsten geschoben und schließlich auch Entscheidung wie die gekippt wurden, Nürtingen zum Kreissitz des neuen Kreises zu machen. Der Artikel "Schon wieder ist ein Kreis verreckt" von Jörg Bischoff in der Stuttgarter Zeitung vom 18. Juli 1971 äußerte sich sehr kritisch zu diesem "politischen Geschacher".
Die Hirschstange ist das Symbol Württembergs, das Jagdhorn das der Herren von Neuffen und Urach und die Wecken stehen für die Grafen bzw. Herzöge von Teck. Sie alle beherrschten früher im Wesentlichen das spätere Kreisgebiet des Landkreises Nürtingen.
Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Nürtingen machte am 1. Januar 1971 die Gemeinde Hepsisau, die in die Stadt Weilheim an der Teck eingegliedert wurde. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig, bis der Landkreis Nürtingen schließlich 1973 aufgelöst wurde.
Größte Gemeinde des Landkreises war die Stadt Kirchheim unter Teck, die seit 1. April 1956 Große Kreisstadt war, kleinste Gemeinde war Schlattstall.
Die Gemeinden des Landkreises Nürtingen vor der Gemeindereform. Alle Gemeinden gehören heute zum Landkreis Esslingen, lediglich Grafenberg gehört heute zum Landkreis Reutlingen.
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