| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Landkreis Main-Spessart.png | Lage des Landkreises Main-Spessart in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken |
| Verwaltungssitz: | Karlstadt |
| Fläche: | 1.321,41 km² |
| Einwohner: | 131.545 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 100 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | MSP |
| Kreisschlüssel: | 09 6 77 |
| Kreisgliederung: | 40 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Marktplatz 8 97753 Karlstadt |
| Offizielle Website: | www.mainspessart.de |
| Politik | |
| Landrat: | Armin Grein (FW) |
| Karte | |
| Bavaria_msp.png | |
Bereits 1804 war das Landgericht Homburg (Sitz in Marktheidenfeld) errichtet worden, das 1840 nach seinem Sitz umbenannt wurde. Ebenso entstanden 1804 die Landgerichte Gemünden, Karlstadt und Arnstein. 1814 wurden die Landgerichte Lohr und Orb errichtet. 1852 entstand noch das Landgericht Rothenfels aus dem gleichnamigen Herrschaftsgericht und ein Jahr später das Landgericht Stadtprozelten aus dem Herrschaftsgericht Kreuzwertheim. Alle Landgerichte gehörten ab dem Zeitpunkt ihrer Gründung zum Untermainkreis, der ab 1838 in Unterfranken umbenannt wurde.
1862 wurde aus den Landgerichten Lohr und Rothenfels das Bezirksamt Lohr, aus den Landgerichten Marktheidenfeld und Stadtprozelten das Bezirksamt Martkheidenfeld, aus den Landgerichten Karlstadt und Arnstein das Bezirksamt Karlstadt sowie aus den Landgerichten Gemünden und Orb das Bezirksamt Gemünden gebildet. Infolge der militärischen Niederlage 1866 musste Bayern das Gebiet Orb an Preußen abgeben. Der nunmehr verkleinerte Bezirk Gemünden wurde daher 1872 aufgelöst und seine Gemeinden dem Bezirksamt Lohr eingegliedert. Dafür gab das Bezirksamt Lohr das Gebiet um Rothenfels an das Bezirksamt Marktheidenfeld ab. 1902 wurde Gemünden jedoch wieder Sitz eines eigenen Bezirksamts. 1939 wurde aus den bisherigen Bezirksämtern die Landratsämter bzw. aus den Bezirken die Landkreise.
Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern zum 1. Juli 1972 wurde zunächst unter der Bezeichnung "Landkreis Mittelmain" ein neuer Landkreis aus den ehemaligen Landkreisen Gemünden, Lohr (ohne Rothenbuch, das zum Landkreis Aschaffenburg kam) und Karlstadt (einige Randgemeinden kamen auch zu den Nachbarkreisen Schweinfurt, Würzburg und Bad Kissingen) sowie dem Großteil des Landkreises Marktheidenfeld (das Gebiet um Stadtprozelten kam jedoch zum Landkreis Miltenberg, einige Gemeinden im Südosten zum Landkreis Würzburg) gebildet. 1973 erhielt der neue Landkreis seine heutige Bezeichnung "Landkreis Main-Spessart". Als Kreisstadt wurde zunächst Lohr am Main bestimmt. Im Oktober 1972 entschied man sich jedoch für Karlstadt als neuer Kreissitz und verlegte das Landratsamt von Lohr nach Karlstadt.
Die Landwirtschaft in Main-Spessart besteht hauptsächlich aus Wein- und Obstbau. Angebaut wird auch Braugerste, der Grundstoff für die heimischen Brauereien,
Der Landkreis Main-Spessart gilt als einer der wirtschaftlich stärksten Landkreise der Region Mainfranken. So liegt die Arbeitslosigkeit, mit 6,2 % im Jahresdurchschnitt, weit unter dem der Bundesrepublik. Zur Zeit liegt sie bei 5,4 % und damit sogar noch unter dem Wert des Vorjahrsmonates von 6,3%. Somit dürfe der Landkreis einer der wenigen Landkreise sein, welcher nach der Hartz IV-Reform besser da steht als vor der Reform.
Auch hat der Landkreis das höchste BIP (ca. 3,5 Mrd. EUR) aller Landkreise. Erreicht wird dies durch die hohe Zahl von Sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen im Landkreis Main-Spessart. Dies führt dazu das viele Arbeitnehmer auch aus benachtbarten Landkreisen wie Würzburg oder Bad Kissingen kommen.
Eisenbahn: Die Bayerischen Staatseisenbahnen eröffneten im Jahre 1854 ihre Strecke von Würzburg über Karlstadt - Gemünden mainabwärts nach Lohr und dann über den Spessart nach Aschaffenburg. Die Stadt Gemünden, wo Saale und Sinn in den Main münden, wurde ein bdeutender Knotenpunkt, als hier 1872 die Nord-Süd-Strecke über Rieneck nach Fulda abzweigte.
Ferner nahmen noch folgende Strecken ihren Ausgang in Gemünden: 1879 die Querverbindung über Arnstein nach Schweinfurt/Bamberg, die bis Wernfeld parallel zur Hauptbahn verläuft und 1884 die Fränkische Saaletalbahn nach Hammelburg, die erst 1924 nach Bad Kissingen verlängert worden ist. Hier verkehren derzeit Triebwagen der Erfurter Industriebahn GmbH.
Im Maintal entstand 1881 von Lohr Bahnhof eine Bahn nach Marktheidenfeld - Wertheim, die 1912 über Hasloch den Anschluß nach Miltenberg fand. Der Personenverkehr auf dieser Strecke wurde 1976/77 eingestellt. Das gilt auch für die Verbindung Schweinfurt - Gemünden über Waigolshausen - Arnstein - Wernfeld, die allerdings wegen des starken Güterverkehrs elektrifiziert worden ist. Mit den Neubaustrecken umfaßt das Netz für den Personenverkehr immerhin noch 148 km Länge.
Die Neubaustrecke der Deutschen Bundesbahn Fulda - Würzburg, die im Kreis nur zwei Betriebsbahnhöfe hat, wurde 1988 in Betrieb genommen; sie kreuzt bei Gemünden das Maintal. Später kam noch die "Nantenbacher Kurve" hinzu, die den Weg der Fernzüge Frankfurt - Würzburg abkürzt, und dadurch die stark befahrene Strecke Gemünden-Würzburg entlastet.
Straße: Wichtige Entwicklungsachse ist heute die Bundesautobahn 3 von Frankfurt über Würzburg nach Nürnberg, die den Landkreis bei Marktheidenfeld durchquert. Über den Verkehrsknotenpunkt Würzburg besteht der Anschluss an die Bundesautobahnen 81 (Heilbronn, Stuttgart)und 7 Ulm bzw. Fulda, Kassel.
Viele Radwege, der längste entlang des Mains, locken Touristen an.
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