| Wappen | Karte | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Wappen Landkreis Ludwigsburg.png | Lage des Landkreises Ludwigsburg in Deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Region: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Verwaltungssitz: | Ludwigsburg | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 686,82 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 512.870 (30. Juni 2005) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 747 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | LB | bgcolor="#FFFFFF" | Kreisschlüssel: | 08 1 18 | bgcolor="#FFFFFF" | Kreisgliederung: | 39 Gemeinden | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Kreisverwaltung: | Hindenburgstraße 40 71638 Ludwigsburg | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.landkreis-ludwigsburg.de | bgcolor="#FFFFFF" | Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Landrat: | Dr. Rainer Haas | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Baden_wuerttemberg_lb.png | ||||||
Ältestes Zeugnis menschlicher Präsenz im Kreisgebiet ist der 250.000 Jahre alte Schädel des Homo steinheimensis, der 1933 bei Steinheim an der Murr gefunden wurde. Ab der Jungsteinzeit lässt sich durch zahlreiche archäologische Funde eine kontinuierliche Besiedlung nachweisen. Der Hohenasperg war Sitz keltischer Fürsten, von deren Macht die reich ausgestatteten Gräber am Kleinaspergle und in Hochdorf an der Enz künden.
Ab 85 nach Chr. eroberten die Römer das Land und hinterließen ihre Spuren u.a. mit den Kastellen von Walheim und Benningen. Im 3. Jahrhundert erfolgte die Landnahme der Alamannen. Nach deren Unterwerfung durch die Franken verlief die fränkisch-schwäbische Stammesgrenze durch das heutige Kreisgebiet, etwa entlang einer Linie von der Glems über den Hohenasperg zum Lemberg bei Affalterbach.
Im 14. Jahrhundert begannen die Grafen von Württemberg, mehr und mehr Teile der Region an sich zu ziehen, zunächst im Süden und Osten. So erwarben sie 1302 Marbach, 1308 die Grafschaft Asperg mit dem Glemsgau, 1322 die Herrschaft Wolfsölden und 1336 die vormalige Reichsstadt Markgröningen. Mit dem Erwerb der Herrschaft Lichtenberg 1357 setzten sie sich im Bottwartal fest, 1360 beerbten sie die Grafen von Vaihingen im Enzgau. Als die nunmehrigen Herzöge 1595 den badischen Markgrafen die Herrschaft Besigheim abkauften, war mit Ausnahme Bönnigheims und einzelner ritterschaftlicher Dörfer das gesamte heutige Kreisgebiet in ihrer Hand.
Im 17. Jahrhundert hatte die Region schwer unter Kriegen zu leiden. Der Dreißigjährige Krieg dezimierte die Bevölkerung. Wiederholte Einfälle französischer Truppen zwischen 1688 und 1707 sorgten für weitere Verwüstungen und wirtschaftliche Schäden.
Ein bedeutender Einschnitt war die Errichtung von Schloss und Stadt Ludwigsburg ab 1704. Ludwigsburg wuchs zum neuen Mittelpunkt der Region heran, auf Kosten von Markgröningen und Marbach, die ihre zentralen Funktionen einbüßten. Zur Keimzelle des heutigen Landkreises sollte das 1718 eingerichtete Oberamt Ludwigsburg werden. 1805 gewann Württemberg die Hoheit über die letzten verbliebenen reichsritterschaftlichen Gebiete; von nun an gehörte das gesamte heutige Kreisgebiet zu Württemberg und teilte dessen Geschicke.
Die Oberämter wurden 1806 und wieder 1810 neu eingeteilt. Im heutigen Kreisgebiet bestanden ganz oder teilweise die Oberämter Ludwigsburg, Besigheim, Marbach, Brackenheim, Waiblingen, Leonberg, Vaihingen und Maulbronn. 1938 wurde das Oberamt bzw. nunmehr der Kreis Ludwigsburg um den Großteil der Kreise Besigheim und Marbach sowie einzelne Gemeinden der Kreise Waiblingen und Vaihingen erweitert, während dem Kreis Vaihingen der Kreis Maulbronn sowie einige Gemeinden des Kreises Brackenheim eingegliedert wurden.
Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Ludwigsburg neu gebildet, dabei um etwa die Hälfte des Landkreises Vaihingen (die andere Hälfte kam zum Enzkreis) sowie um einige Gemeinden der Landkreise Backnang, Heilbronn und Leonberg auf seinen heutigen Umfang vergrößert. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Ludwigsburg noch 39 Gemeinden, darunter 18 Städte und hiervon wiederum sechs Große Kreisstädte (Bietigheim-Bissingen, Ditzingen, Kornwestheim, Ludwigsburg, Remseck am Neckar und Vaihingen an der Enz). Größte Stadt des Kreises ist Ludwigsburg, kleinste Gemeinde ist Hessigheim.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 31. Dezember 1973 | 426.897 |
| 31. Dezember 1975 | 423.805 |
| 31. Dezember 1980 | 435.649 |
| 31. Dezember 1985 | 434.254 |
| 27. Mai 1987 ¹ | 442.389 |
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 31. Dezember 1990 | 465.429 |
| 31. Dezember 1995 | 485.831 |
| 31. Dezember 2000 | 497.764 |
| 30. Juni 2005 | 512.870 |
Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Dieses Gremium wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. In den Gremien hat er kein Stimmrecht. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte.
Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Oberamts bzw. Landkreises Ludwigsburg ab 1806:
| CDU | FW | SPD | GRÜNE | FDP | REP | GRAUE | Gesamt | |
| 2004 | 36 | 25 | 19 | 10 | 6 | 3 | 1 | 100 |
Die Hirschstange steht für das Herzogtum Württemberg, dessen Herzöge die Stadt Ludwigsburg gründeten und nahezu das ganze heutige Kreisgebiet schon sehr früh beherrschten. Der Adler steht für die ehemalige freie Reichsstadt Markgröningen, welche Hüterin der Reichssturmfahne war, jedoch bereits 1336 an Württemberg fiel. Die Reichssturmfahne mit dem Adler bildet auch das Wappen der Kreisstadt.
Quer durch den Landkreis führt auch die NBS Mannheim-Stuttgart. Einzige Haltestelle im Kreisgebiet ist Vaihingen an der Enz. Am Westrand von Kornwestheim liegt der 1918 bis 1920 entstandene zweitgrößte Rangierbahnhof Baden-Württembergs.
Die historische Entwicklung des Schienenverkehrs im Kreis begann mit der Nordbahn der Württembergischen Staatsbahn, die von Stuttgart 1846 bis Ludwigsburg und 1847 bis Bietigheim verlief. Hier teilte sich die Strecke und führte 1848 nach Heilbronn bzw. 1853 (als Westbahn) nach Mühlacker und Bruchsal weiter. Die Strecke der heutigen Linie S6 mit den Stationen Korntal und Ditzingen entstand 1868/69 im Zuge der Schwarzwaldbahn, die Murrbahn 1879 (Zweig Backnang–Bietigheim) bzw. 1881, als die Zweiglinie von Freiberg - damals Beihingen-Heutingsheim - nach Ludwigsburg eröffnet wurde. In Marbach schloss sich 1894 die schmalspurige Bottwartalbahn nach Beilstein und Heilbronn Süd an. 1896 entstand die Schusterbahn zur Umgehung des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Die Oberamtsstadt Vaihingen erhielt 1904 durch die Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft einen Bahnanschluss an ihre weit außerhalb liegende Hauptbahnstation. Umfangreiche Änderungen im Stadtbereich brachte 1990 die Eröffnung der Neubaustrecke Mannheim–Stuttgart der Deutschen Bundesbahn. Im Jahre 1906 nahmen die Württembergische Nebenbahnen die Strohgäubahn Korntal–Weissach in Betrieb. Die letzte Strecke der Württembergischen Staatsbahn im Kreis kam 1916 mit der Nebenbahn Ludwigsburg–Markgröningen hinzu.
Von dem einst 141 km langen Schienennetz sind 34 km für den Personenverkehr stillgelegt worden:
Die heutigen Stadtbahnlinien entstanden 1926, als die Gemeinde Gerlingen durch die Städtische Straßenbahn Feuerbach eine Bahnverbindung mit Stuttgart erhielt, sowie 1999 durch den Anschluss Remsecks an das Stuttgarter Stadtbahnnetz.
Der Landkreis Ludwigsburg ist mit 75 % Gesellschafter (25 % liegen bei der Stadt Bietigheim-Bissingen) der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH, welche die Krankenhäuser in Ludwigsburg, Bietigheim-Bissingen, Marbach am Neckar und Vaihingen an der Enz sowie die Klinik für geriatrische Rehabilitation Ludwigsburg betreibt. Die Kliniken in Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen sind akademische Lehrkrankenhäuser der Universität Heidelberg.
Der Landkreis ist alleiniger Träger der Kreissparkasse Ludwigsburg.
| Städte |
Verwaltungsgemeinschaften bzw. Gemeindeverwaltungsverbände
Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im Landkreis Ludwigsburg machte am 1. September 1971 die Gemeinde Ottmarsheim, die sich mit der Stadt Besigheim vereinigte. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Gronau in die Gemeinde Oberstenfeld eingegliedert und kam dadurch zum Landkreis Ludwigsburg. Alle verbliebenen Gemeinden des alten Landkreises Ludwigsburg gingen am 1. Januar 1973 im neuen vergrößerten Landkreis Ludwigsburg auf.
Größte Gemeinde des alten Landkreises Ludwigsburg war die Kreisstadt Ludwigsburg, die seit 1. April 1956 Große Kreisstadt war, kleinste Gemeinde war Hohenstein.
Der alte Landkreis Ludwigsburg umfasste zuletzt eine Fläche von 424 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 303.158 Einwohner.
Einwohnerentwicklung des alten Landkreises Ludwigsburg bis 1970. Alle Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse.
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 17. Mai 1939 | 135.351 |
| 13. September 1950 | 186.007 |
| Jahr | Einwohnerzahlen |
|---|---|
| 6. Juni 1961 | 243.849 |
| 27. Mai 1970 | 303.158 |
| frühere Gemeinde | heutige Gemeinde | Einwohnerzahl am 6. Juni 1961 |
|---|---|---|
| Aldingen | Remseck am Neckar | 3.362 |
| Asperg, Stadt | Asperg | 8.565 |
| Beihingen am Neckar | Freiberg am Neckar | 3.030 |
| Benningen am Neckar | Benningen am Neckar | 2.821 |
| Besigheim, Stadt | Besigheim | 6.774 |
| Bietigheim, Große Kreisstadt | Bietigheim-Bissingen | 16.649 |
| Bissingen an der Enz | Bietigheim-Bissingen | 7.396 |
| Bönnigheim, Stadt | Bönnigheim | 4.348 |
| Erdmannhausen | Erdmannhausen | 2.744 |
| Erligheim | Erligheim | 1.121 |
| Freudental | Freudental | 955 |
| Geisingen am Neckar | Freiberg am Neckar | 1.378 |
| Gemmrigheim | Gemmrigheim | 2.562 |
| Großbottwar, Stadt | Großbottwar | 3.391 |
| Großingersheim | Ingersheim | 2.304 |
| Großsachsenheim, Stadt | Sachsenheim | 4.358 |
| Hessigheim | Hessigheim | 1.381 |
| Heutingsheim | Freiberg am Neckar | 2.626 |
| Hochberg | Remseck am Neckar | 1.506 |
| Hochdorf | Remseck am Neckar | 857 |
| Höpfigheim | Steinheim an der Murr | 862 |
| Hofen | Bönnigheim | 419 |
| Hof und Lembach | Großbottwar | 441 |
| Hohenstein | Bönnigheim | 448 |
| Kirchheim am Neckar | Kirchheim am Neckar | 3.639 |
| Kleinbottwar | Steinheim an der Murr | 986 |
| Kleiningersheim | Ingersheim | 631 |
| Kleinsachsenheim | Sachsenheim | 1.820 |
| Kornwestheim, Große Kreisstadt | Kornwestheim | 26.296 |
| Löchgau | Löchgau | 2.754 |
| Ludwigsburg, Große Kreisstadt | Ludwigsburg | 73.512 |
| Marbach am Neckar, Stadt | Marbach am Neckar | 9.492 |
| Markgröningen, Stadt | Markgröningen | 7.002 |
| Möglingen | Möglingen | 3.753 |
| Mundelsheim | Mundelsheim | 2.135 |
| Murr | Murr | 2.199 |
| Neckargröningen | Remseck am Neckar | 1.350 |
| Neckarrems | Remseck am Neckar | 1.804 |
| Neckarweihingen | Ludwigsburg | 3.658 |
| Oberstenfeld | Oberstenfeld | 2.205 |
| Ottmarsheim | Besigheim | 641 |
| Pleidelsheim | Pleidelsheim | 2.282 |
| Poppenweiler | Ludwigsburg | 2.217 |
| Schwieberdingen | Schwieberdingen | 3.511 |
| Steinheim an der Murr, Stadt | Steinheim an der Murr | 3.496 |
| Tamm | Tamm | 3.935 |
| Unterriexingen | Markgröningen | 1.385 |
| Walheim | Walheim | 1.987 |
| Winzerhausen | Großbottwar | 871 |
Landkreis Ludwigsburg | Ehemaliger Landkreis in Baden-Württemberg
Ludwigsburg (district) | Ludwigsburg (district) | Powiat Ludwigsburg | Ludwigsburg (distrito)
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