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Wappen Karte
Wappen Landkreis Hof.png Lage des Landkreises Hof in Deutschland.PNG
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Verwaltungssitz: Hof
Fläche: 892,55 km²
Einwohner: 106.142 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 119 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: HO
Kreisschlüssel: 09 4 75
Kreisgliederung: 27 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Schaumbergstr. 14
95032 Hof
Website: www.landkreis-hof.de
Landrat: Bernd Hering (SPD)
Karte
Bavaria_ho.png
Der Landkreis Hof ist ein Landkreis im Nordosten des Regierungsbezirks Oberfranken in Bayern.

Geografie


Nachbarkreise sind im Norden der thüringische Saale-Orla-Kreis und der sächsische Vogtlandkreis, im Osten der tschechische Verwaltungsbezirk Karlsbad (Karlovarský kraj), im Süden der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge und der Landkreis Bayreuth und im Westen der Landkreis Kulmbach und der Landkreis Kronach. Die kreisfreie Stadt Hof ist ganz vom Landkreis Hof umgeben.

Geografisch gliedert sich das Gebiet des Landkreises in vier Landschaften: Im Westen liegen die Ausläufer des Frankenwaldes mit dessen höchster Erhebung im Kreisgebiet, dem Döbraberg (795 m) und dem Selbitztal. Die Selbitz entspringt im Süden des Landkreises und fließt dann nach Norden unter anderem durch die Städte Selbitz und Naila, um dann an der Kreisgrenze in die Saale zu münden, die ihrerseits ebenfalls im Süden des Kreisgebiets entspringt und durch das östliche Kreisgebiet unter anderem durch die Kreisstadt Hof fließt. Hier, im Nordosten des Kreisgebietes liegt das Hofer Vogtland. Im Süden des Kreisgebiets ziehen sich die Ausläufer des Fichtelgebirges mit dem Großen Waldstein (878 m) hin. Zwischen dem Frankenwald und dem Fichtelgebirge liegt schließlich die Münchberger Hochfläche, die vor allem landwirtschaftlich genutzt wird.

Geschichte


Das Gebiet des Landkreises Hof gehörte vor 1800 überwiegend zur Burggrafschaft Nürnberg bzw. ab 1792 zum Königreich Preußen. 1810 fiel es an Bayern. Dann wurden 1812 die Landgerichte Hof, Münchberg, Naila, Rehau und Selb gebildet. Die Stadt Hof wurde eine kreisunmittelbare Stadt. Die Verwaltungs- und Gerichtsbezirke gehörten zum Mainkreis, der ab 1817 als Obermainkreis und ab 1838 als Oberfranken bezeichnet wurde. 1852 wurde die Distriktgemeinde Hof gebildet.

1862 entstanden aus dem Landgerichtsbezirk Hof das gleichnamige Bezirksamt, aus dem Landgerichtsbezirk Münchberg das gleichnamige Bezirksamt, aus dem Landgerichtsbezirk Naila ebenfalls das gleichnamige Bezirksamt und aus den Landgerichtsbezirken Selb und Rehau das Bezirksamt Rehau, das 1879/80 durch Abgabe einiger Gemeinden an das Bezirksamt Hof etwas verkleinert wurde. 1919 schied die Stadt Selb aus dem Bezirksamt Rehau aus und wurde eine kreisunmittelbare Stadt. 1929/31 nahm das Bezirksamt Naila einige Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Teuschnitz und das Bezirksamt Münchberg einige Gemeinden des aufgelösten Bezirksamts Berneck auf.

1939 wurden aus den bisherigen Bezirksämtern Hof, Naila, Münchberg und Rehau die Landratsämter und aus den Bezirken die Landkreise. 1940 wurde Selb wieder in den Landkreis Rehau eingegliedert, doch wurde dies 1946 wieder rückgängig gemacht.

Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern 1972 wurde der Landkreis Hof um den Landkreis Naila, den Landkreis Münchberg (ohne Gefrees und Streitau), den nördlichen Teil des Landkreises Rehau sowie die Gemeinde Dürrenwaid (Landkreis Kronach), die der Gemeinde Geroldsgrün angegliedert wurde, vergrößert. Der südliche Teil des Landkreises Rehau wurden mit der kreisfreien Stadt Selb dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge angegliedert. Die Stadt Gefrees (Landkreis Münchberg) fiel an den vergrößerten Landkreis Bayreuth. 1977 kamen dann noch die Gemeinden Gösmes und Enchenreuth aus dem Landkreis Kulmbach zum Landkreis Hof. Sie wurden in die Stadt Helmbrechts eingegliedert. Der Landkreis Hof musste 1978 die Gemeinde Wölbattendorf, wie bereits 1972 die Gemeindeteile Eppenreuth, Lausenhof, Pirk und Stein der aufgelösten Gemeinde Martinsreuth, an die kreisfreie Stadt Hof abgeben.

Politik


Landräte

(1948)-1978 Heinz Schulze SPD
1978-1996 Ewald Zuber SPD
1996- Bernd Hering SPD

Kreistag

Zusammensetzung des Kreistages: (Wahl am 3. März 2002)

Patenschaft

  • 1954 wurde die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus dem Landkreis Asch übernommen.

Wirtschaft und Infrastruktur


Der Landkreis Hof weist eine weit überdurchschnittliche Industriedichte auf (Anzahl der Beschäftigten je 1.000 Einwohner). Wichtigste Branchen sind das Textilgewerbe, die Herstellung von Kunststoffwaren, das Gesundheitswesen und das Baugewerbe. Sehr viele der Beschäftigten sind in der Kfz-Zulieferindustrie tätig. Der Automobilzulieferpark Pole Position in Hof soll die Kompetenzen in diesem Bereich ausbauen.

34 % der Industriebschäftigten sind im Textilgewerbe tätig, 10 % im Maschinenbau, 14 % im Bekleidungsgewerbe und 12 % im Ernährungsgewerbe. Der Raum Hof mit den benachbarten Landkreisen Kulmbach und Bayreuth zählt zu den wichtigsten Textilregionen Deutschlands.

Verkehr

Eisenbahnen
Das Königreich Bayern erbaute schon 1848 die Ludwig-Süd-Nord-Bahn über Bamberg und Kulmbach nach Hof und führte sie zur sächsischen Grenze weiter.

Die Verbindung nach Süden wurde 1865 zunächst durch die Hof-Egerer Eisenbahn hergestellt, bis dann die Bayerische Staatsbahn 1877 die direkte Strecke über Marktredwitz eröffnete.

Im Jahre 1887 nahmen zwei Lokalbahnen ihren Betrieb auf:

Hof-Naila-Marxgrün, ab 1898 bis Bad Steben verlängert, und Münchberg-Helmbrechts, die 1924 bis Selbitz weitergeführt wurde.

Nach der Jahrhundertwende folgten noch 1902 Münchberg-Zell und 1910 Naila-Schwarzenbach am Wald.

Die Preußischen Staatseisenbahnen verbanden ferner 1901 durch die Höllentalbahn Marxgrün mit dem thüringischen Blankenstein.

Im Landkreis Hof wurden 37 km von insgesamt 129 km Personenverkehrsstrecken stillgelegt:

  • 1945: Blankenstein-Lichtenberg-Marxgrün 6 km
  • 1971: Münchberg-Zell 10 km
  • 1973: Naila-Schwarzenbach am Wald 10 km
  • 1976: Helmbrechts-Selbitz 11 km

Straßen

Luftverkehr
  • Regionalflughafen Hof-Plauen in Hof-Pirk

Städte und Gemeinden


Städte
¹ Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft
  1. Helmbrechts (9.454)
  2. Lichtenberg (1.154) ¹
  3. Münchberg (11.508)
  4. Naila (8.410)
  5. Rehau (9.991)
  6. Schauenstein (2.143) ¹
  7. Schwarzenbach a.d.Saale (7.851)
  8. Schwarzenbach a.Wald (5.181)
  9. Selbitz (4.746)
Märkte
¹ Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft
  1. Bad Steben (3.615)
  2. Oberkotzau (5.843)
  3. Sparneck (1.761) ¹
  4. Stammbach (2.599)
  5. Zell (2.281)
Verwaltungsgemeinschaften
  1. Feilitzsch
    1. Feilitzsch (2.894)
    2. Gattendorf (1.205)
    3. Töpen (1.225)
    4. Trogen (1.627)
  2. Lichtenberg
    1. Issigau (1.162)
    2. Lichtenberg, Stadt (1.154)
  3. Schauenstein
    1. Leupoldsgrün (1.391)
    2. Schauenstein, Stadt (2.143)
  4. Sparneck
    1. Sparneck, Markt (1.761)
    2. Weißdorf (1.305)

Gemeinden
¹ Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft
  1. Berg (2.577)
  2. Döhlau (4.170)
  3. Feilitzsch (2.894) ¹
  4. Gattendorf (1.205) ¹
  5. Geroldsgrün (3.148)
  6. Issigau (1.162) ¹
  7. Köditz (2.734)
  8. Konradsreuth (3.552)
  9. Leupoldsgrün (1.391) ¹
  10. Regnitzlosau (2.615)
  11. Töpen (1.225) ¹
  12. Trogen (1.627) ¹
  13. Weißdorf (1.305) ¹

Gemeindefreie Gebiete (37,60 km²)

  1. Forst Schwarzenbach a. Wald (8,28 km²)
  2. Gerlaser Forst (5,83 km²)
  3. Geroldsgrüner Forst (16,71 km²)
  4. Martinlamitzer Forst-Nord (6,78 km²)
(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)

Sonstiges


Aus sprachwissenschaftlicher Sicht interessant sind die durch den Landkreis Hof verlaufenden Sprachgrenzen zwischen dem Ostfränkischen, innerhalb dessen dem Oberfränkischen und Vogtländischen, und dem nordbairischen Dialekt.

Literatur


  • Reinhard Feldrapp/Godehard Schramm Der Landkreis Hof in Bayern, 2003, Hoermann Verlag im Medienhaus Mintzel-Münch ISBN 3882670657

Weblinks


Landkreis in Bayern | Frankenwald | Hof (Landkreis)

Hof (district) | Subdistrikto Hof | Hof (distrito) | Hof (district) | Powiat Hof | Hof (distrito)

 

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