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Wappen Karte
Wappen Landkreis Hildburghausen.png Lage des Landkreises Hildburghausen in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Verwaltungssitz: Hildburghausen
Fläche: 937,38 km²
Einwohner: 71.359 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 76 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 16 0 69
Kfz-Kennzeichen: HBN
Kreisgliederung: 43 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Wiesenstraße 18
98646 Hildburghausen
Website: www.landkreis-hildburghausen.de
E-Mail-Adresse: poststelle@lrahbn.thueringen.de
Politik
Landrat: Thomas Müller (CDU)
Karte
Thuringia hbn.png

Adlersberg_vom_Ahornsberg.jpg (15 km südlich) auf den nach Süden Dominanz (Geographie) Adlersberg (849 m) mit seinen 808-891 m hohen Nebengipfeln und den Großer Eisenberg (907 m); rechts, halb verdeckt, der Finsterberg (944 m); im Vordergrund der Ort Schwarzbach]] Blessberg.jpg (865 m) vom Hildburghausener Stadtberg aus gesehen]] Ratscher_Bergsee.jpg Wachberg (ca. 610m) auf die Talsperre Ratscher bei Schleusingen]] Gleichberge_vom_Eckartsberg_aus.jpg vom Eckartsberg bei Waffenrod-Hinterrod (760 m, Thüringer Wald) aus; ganz links der Klingeberg (677 m), ganz rechts der Priemäusel (625 m), links dahinter der Solaberg (577 m); ]] SchleusingenSchloßBertholdsburg2005-07-07.jpg, erbaut ungefähr zwischen 1223 und 1232]] Hildburghausen um 1900.jpg um 1900]] Eisfelder_Stadtkirche_St._Nikolai.jpg]]

Der Landkreis Hildburghausen ist der südlichste Landkreis Thüringens. Nachbarkreise sind im Norden die kreisfreie Stadt Suhl, im Nordosten der Ilm-Kreis, im Osten (auf einem sehr schmalen Streifen) der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, im Osten und Südosten der Landkreis Sonneberg, im Südosten und Süden der bayerische Landkreis Coburg, im Süden der bayerische Landkreis Haßberge im Südwesten der bayerische Landkreis Rhön-Grabfeld und im Westen und Nordwesten der Landkreis Schmalkalden-Meiningen.

Geografie


Wichtigster Fluss im Landkreis ist der im Osten entspringende und im weiteren Verlauf das Kreisgebiet in Westrichtung durchfließende Weser-Quellfluss Werra, an der nicht nur vier der fünf größten Städte des Landkreises liegen, sondern die auch von fast allen anderen Flüssen des Kreises gespeist wird.

Lediglich im äußersten Osten entwässern einige wenige kurze Fließgewässer über die Schwarza und die Saale in die Elbe, während die im äußersten Süden des Landkreises entspringenden Flüsse über den Main in den Rhein entwässern - wie die im Südosten am Bleßberg entspringende Itz und die im Südzipfel bei den Gleichbergen entspringende Milz (letztere über die Fränkische Saale). Auch der Itz-Nebenfluss Rodach und deren Nebenfluss Kreck quellen im Südzipfel des Landkreises.

Geologisch zerfällt der Landkreis in vier Zonen sinkender Höhenlagen, deren Grenzlinien je etwa in Südostrichtung verlaufen.

Thüringer Wald und Thüringer Schiefergebirge

Der Nordosten des Kreisgebietes geht in Kammlagen des Thüringer Waldes und des Thüringer Schiefergebirges mit Höhen von 600-891 m über, wobei die Täler der in Richtung Südwesten fließenden Flüsse die höchsten Berge des Landkreises in Gebirgszüge und Massive aufteilen. Der annähernd nördlichste Punkt des Kreises ist übrigens zugleich der höchste.

Gebirgszüge und Trennflüsse
Wie folgt teilen sich die Höhenlagen im Nordosten des Landkreises auf

(von Nord nach Ost, innerhalb der Gebirgszüge von Nordost nach Südwest, "Haupt"gipfel verlinkt):

Südthüringer Buntsandsteinland

Von den Kammlagen des Oberen Waldgebietes bis etwa zum Mittellauf der Werra im Südwesten zieht sich ein Streifen gemäßigten Berglandes durch den Landkreis, das selten die Höhe von 550 m übersteigt (Solaberg bei Poppenwind 577 m, ein 2 m niedrigerer, namenloser Berg liegt direkt an der Straße Schleusingen-Hildburghausen)). Innerhalb dieses Streifens liegen auch die drei wichtigsten und größten Städte.

Am Unterlauf (372 m) von Nahe und Schleuse liegt, nur wenige km hinter dem Ratscher Bergsee, die Stadt Schleusingen. Von dort aus verläuft, quer durch das Buntsandsteinland, die B  4 zur Stadt Eisfeld, die auf 430 m über NN von der Werra passiert wird.

Im Südosten dieser Zone liegt die Kreisstadt Hildburghausen hinter einem etwa 550 m hohen Gebirgskamm, auf dem sich der Stadtwald befindet. Die Werra erreicht in Hildburghausen nur noch 372 m über NN, um bis zur ebenfalls am Südrand der Zone liegenden Stadt Themar, kurz nach dem Zufluss der Schleuse von rechts, auf unter 360 m abzusinken.

Der äußerste Südosten dieses Streifens wird auch zum Schalkauer Thüringer-Wald-Vorland gezählt und ist - wie auch die nachfolgend beschriebene Zone - durch Muschelkalk geprägt.

Meininger (Muschel-)Kalkplatten

Das Land unmittelbar südwestlich des Mittellaufes der Werra wird landläufig auch das "Unterland" genannt. Ein paar wenige Berge erreichen 500 m und mehr, jedoch ist ihr Anstieg zumeist sehr gemäßigt. Nur ein sehr geringer Teil dieser Zone ist bewaldet.

Grabfelder Ackerhügelland

Zum Südzipfel hin gehen die Meininger Kalkplatten allmählich in das ebenfalls durch Muschelkalk geprägte, noch flachere Grabfelder Ackerhügelland über, dessen Höhenlagen zumeist unter 400m bleiben.

Eine Ausnahme bilden allerdings vulkanische Erhebungen! So überragen die 679 m und 641 m hohen, westlich von Hildburghausen gelegenen Gleichberge, die auch Teil der Wasserscheide Rhein-Weser sind, die Landschaft weithin. Auch die weiter südöstliche Straufhain (449 m) ragt noch deutlich hervor.

Wirtschaft


...

Verkehr


Seit 1858 durchzieht die von der Werra-Eisenbahn-Gesellschaft erbaute Strecke Meiningen - Coburg den heutigen Landkreis und berührt auch die Kreisstadt Hildburghausen. Von hier aus führte seit 1888 eine Schmalspurbahn in den Südzipfel des Kreises nach Lindenau-Friedrichshall. Sie wurde ebenso wie die 1890 in den Thüringer Wald hinein eröffnete Schmalspurbahn von Eisfeld nach Unterneubrunn vom Herzogtum Sachsen-Meiningen finanziert und von der Lokalbahnbau- u.Betriebs-Gesellschaft Hostmann & Co betrieben.

In Themar zweigte 1888 eine Nebenstrecke der Werra-Eisenbahn-Gesellschaft nach Schleusingen ab, die 1904 von den Preußischen Staatsbahn (KPStE) über den Gebirgskamm nach Ilmenau - Erfurt verlängert wurde.

Von der KPStE wurden dann noch 1909 die Linien Eisfeld - Sonneberg und 1911 Schleusingen - Suhl eröffnet.

Die ganz im Westen liegende Kleinstadt Römhild erhielt im Jahre 1893 von Rentwertshausen her durch die von der Bayerischen Staatsbahn im Auftrag des Herzogtums Sachsen-Meiningen betriebene Bahn eine Verbindung zur Hauptstrecke Meiningen - Schweinfurt.

Von den 125 km Strecken im Kreis sind in einem halben Jahrhundert 90 km stillgelegt worden:

  • 1946: Hildburghausen - Lindenau=Friedrichshall =M= 29 km
  • 1967: Eisfeld - Eisfeld Stadt - Unterneubrunn =M= 18 km
  • 1968: Rentwertshausen - Westenfeld - Römhild 6 km
  • 1997: Suhl - Hirschbach - Schleusingen 9 km
  • 1998: Themar - Schleusingen - Thomasmühle - Erfurt 25 km

Heute wird regelmäßiger Personenverkehr von der STB - Südthüringenbahn auf der 35 km lange Strecke (Sonneberg -) Eisfeld - Hildburghausen - Themar (- Meiningen) betrieben und bedient sechs Stationen.

Auf der Gebirgsstrecke (Ilmenau -) Schleusinger Neundorf - Themar, die die Rennsteigbahn GmbH & Co KG gepachtet hat, führen die Dampfbahnfreunde mittlerer Rennsteig e.V. Fahrten durch.

Geschichte


In der heutigen Gestalt existiert der Landkreis seit 1994, als der größte Teil des Landkreises Suhl mit dem Landkreis Hildburghausen vereinigt wurde.

Städte und Gemeinden


(Einwohner am 30. Juni 2005)

¹ Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft | ² erfüllende Gemeinde

Städte(nach Einwohnerzahl)

Gemeinden

-

Verwaltungsgemeinschaften

Verwaltungsgemeinschaft Feldstein (5581)

  1. Ahlstädt (143)
  2. Beinerstadt (400)
  3. Bischofrod (199)
  4. Dingsleben (274)
  5. Ehrenberg (215)
  6. Eichenberg (195)
  7. Grimmelshausen (200)
  8. Grub (206)
  9. Henfstädt (388)
  10. Kloster Veßra (358)
  11. Lengfeld (465)
  12. Marisfeld (439)
  13. Oberstadt (422)
  14. Reurieth (975)
  15. St.Bernhard (288)
  16. Schmeheim (358)

Verwaltungsgemeinschaft Gleichberge (4875)

  1. Haina (1.078)
  2. Mendhausen (343)
  3. Milz (1.053)
  4. Römhild, Stadt (1.963)
  5. Westenfeld (395)

Verwaltungsgemeinschaft Heldburger Unterland (5500)

  1. Bad Colberg-Heldburg, Stadt (2.260)
  2. Gompertshausen (595)
  3. Hellingen (1.106)
  4. Schlechtsart (167)
  5. Schweickershausen (170)
  6. Ummerstadt, Stadt (527)
  7. Westhausen (593)

-

Zu den Begriffen "Verwaltungsgemeinschaft" bzw. "erfüllende Gemeinde" siehe Verwaltungsgemeinschaften in Thüringen

Dialekte im Kreisgebiet


Im Landkreis werden drei mainfränkische Dialekte gesprochen:

Weblinks


 

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