Der
Landkreis Freising ist ein
Landkreis im Nordosten des bayerischen Regierungsbezirks Oberbayern.
Geografie
Nachbarkreise sind im Norden der
Landkreis Kelheim, im Osten der
Landkreis Landshut, im Südosten der
Landkreis Erding, im Süden der
Landkreis München, im Südwesten der
Landkreis Dachau und im Nordwesten der
Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.
Das Kreisgebiet umfasst im wesentlichen zwei Landschaften: die Ausläufer der Münchener Schotterebene mit ihren typischen Mooren und die nördlich angrenzende Hügellandschaft, das von der Amper durchflossen wird. Diese durchzieht in west-östlicher Richtung das Kreisgebiet und mündet bei Volkmannsdorf südwestlich von Moosburg in die Isar, die ihrerseits das östliche Kreisgebiet von Süd-West nach Nord-Ost durchfließt.
Geschichte
Das Kreisgebiet gehörte schon vor 1803 überwiegend zu Bayern und war den Ämtern Kranzberg und Moosburg zugeordnet. Lediglich das
Fürstbistum Freising war ein eigenes geistliches Herrschaftsgebiet, das 1802 säkularisiert und dem bayerischen Staat eingegliedert wurde. 1803 wurden dann im gesamten Gebiet die Landgerichte Freising und Moosburg errichtet, die zum
Isarkreis (ab 1838
Oberbayern) gehörten. 1862 wurden beide Landgerichtsbezirke zum Bezirksamt Freising vereinigt. Gleichzeitig wurde die Stadt Freising eine kreisunmittelbare Stadt. 1939 wurde der Bezirk Freising in Landkreis Freising und das Bezirksamt in Landratsamt umbenannt. Von 1940 bis 1946 gehörte Freising vorübergehend wieder zum Landkreis Freising. Im Rahmen der
Gebietsreform 1972 wurde sie jedoch endgültig wieder in den Landkreis Freising eingegliedert, dem darüber hinaus auch einige Gemeinden des aufgelösten
Landkreises Mainburg sowie die Gemeinde
Fahrenzhausen des
Landkreises Dachau zugeordnet wurden. Die Stadt Freising erhielt für den Verlust der Kreisfreiheit den Status einer
Großen Kreisstadt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Im Landkreis gab es im März 2003 370 Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten. Der an der Landkreisgrenze liegende
Flughafen München Franz Josef Strauß ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Insgesamt waren zu diesem Zeitpunkt 65397 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Arbeitslosenquote im Landkreis von 4,9 % war dabei die niedrigste in Deutschland.
Verkehr
Der Landkreis Freising verfügt über eine günstige Verkehrsanbindung. Er ist Teil des Münchener Verkehrsverbundes (MVV) und umfaßt auch den
Flughafen München Franz Josef Strauß, den die S-Bahnlinien 1 und 8 von München her erschließen.
Die von der AG der Bayerischen Ostbahnen schon 1858 eröffnete Hauptbahn München - Regensburg wird bis zur Kreisstadt Freising ebenfalls von einer S-Bahn (S 1) befahren, die eine Zweigbahn zum Flughafen besitzt.
In der Hallertau entstanden um die Jahrhundertwende zwei Lokalbahnstrecken der Bayerischen Staatseisenbahnen:
Als erste 1895 die von Wolnzach nach Mainburg und danach 1909 in Enzelhausen abzweigend die zweite über Au - Nandlstadt nach Langenbach bei Freising.
Der Personenverkehr wurde auf diesen beiden Strecken im Jahre 1969 - auf einem Reststück Unterzolling - Langenbach allerdings erst 1973 - eingestellt.
Die Bundesautobahnen 9 (München-Nürnberg) und 92 (München-Deggendorf) sowie die Bundesstraßen 11, 13 und 301 durchqueren den Landkreis.
Politik
Wappen
Das Wappen zeigt
" im Schildhaupt die bayerischen Rauten und ist gespalten von Gold und Rot, vorne ein linksgewendeter, rot gekrönter schwarzer Mohrenkopf mit rotem Ohrring, hinten eine silberne heraldische Rose."
Das Wappen erläutert die Geschichte des Landkreisgebietes. Die Rauten stehen für die alten herzoglichen Ämter
Kranzberg und
Moosburg. Der Mohrenkopf ist das Wappen des ehemaligen
Hochstifts Freising, dessen Gebiet an der Isar 1802 an Bayern fiel. Das Mohrenbild ist eine irrige Umdeutung des Hauptes des Bistumspatrons St. Korbinian auf vorheraldischen Münzprägungen. Die Rose ist eine Minderung des drei Rosen enthaltenden Stammwappens der 1281 ausgestorbenen Grafen von Moosburg.
Landrat
Kreistag
Sitzverteilung im Kreistag des Landkreises Freising (
2002 -
2008):
Ausschüsse
- Kreisausschuss
- Jugendhilfeausschuss
- Ausschuss für Planung und Umwelt
- Ausschuss für Schule, Kultur und Sport
- Rechnungsprüfungsausschuss
Weitere Organe
- Aufsichtsrat der Klinikum Freising GmbH
- Rettungszweckverband Erding
- Zweckverband Staatl. Gymnasium Neufahrn
- Aufsichtsrat Wohnungs- und Grundstücksgesellschaft mbH
- Verbandsversammlung Sparkasse Freising
- Verbandsversammlung Sparkasse Moosburg
Einrichtungen des Landkreises
Klinikum
Schulen (in Trägerschaft des Landkreises)
- Pestalozzischule (Förderschulzentrum Pulling), Schule zur individuellen Lernförderung
- Sprachheilschule (Förderschulzentrum Pulling), Schule zur individuellen Sprachförderung
- Camerloher Gymnasium, Freising
- Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium, Moosburg
- Oskar-Maria-Graf-Gymnasium Freising (im Zweckverband mit der Gemeinde Neufahrn)
- Wirtschaftsschule, Freising
- Fachober-/Berufsoberschule, Freising
- Staatlich Berufsschule Freising mit Berufsfachschule für Kinderpflege
- Realschule, Eching
Städte und Gemeinden
Die größte Gemeinde im Landkreis ist die
Große Kreisstadt Freising mit 42.549 Einwohnern (mit Nebenwohnsitzen 48.462), gefolgt
von der Gemeinde
Neufahrn bei Freising mit 18.529 (21.156) Einwohnern und der Stadt
Moosburg a.d.Isar mit 17.263 Einwohnern.
(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)
Weblinks
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