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Wappen Karte
Wappen Landkreis Emsland.png Lage des Landkreises Emsland in Deutschland.GIF
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Kreisstadt: Meppen
Fläche: 2.881,40 km²
Einwohner: 310.081 (30. September 2005)
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 03 4 54
Kfz-Kennzeichen: EL
Kreisgliederung: 60 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Ordeniederung 1
49716 Meppen
Website: www.emsland.de
Landrat: Hermann Bröring (CDU)
Karte
Lower saxony el.png

Der Landkreis Emsland ist ein niedersächsischer Landkreis im Nordwesten Deutschlands. Er ist mit seinen 2.881,4 km² Fläche größer als das Saarland. Er hat seinen Namen nach dem Fluss Ems und infolge dessen nach der Landschaftsbezeichnung "Emsland".

Geografie


Der Landkreis besteht aus den Landschaften Emsland und Hümmling. Prägend für den Raum sind die beiden Flüsse Ems und Hase mit ihren Zuflüssen, die ausgedehnten Moorflächen des Bourtanger Moores und des Küstenkanalmoores, sowie die Geest des Hümmlings und des Lingener Landes.

Der Kreis hat eine Nord-Südausdehnung von etwa 93 km und eine Ost-Westausdehnung von etwa 56 km. Höchste Erhebungen sind der Windmühlenberg mit 91,7 m ü. NN bei Thuine in der Lingener Höhe und der Windberg mit 72,7 m ü. NN bei Werpeloh im Hümmling.

Größte Städte sind Lingen, Papenburg und Meppen (Kreisstadt). Der Landkreis war bis zum 6. Dezember 1993 der flächenmäßig größte Landkreis Deutschlands, abgelöst wurde er vom neugeschaffenen brandenburgischen Landkreis Uckermark.

Geografische Lage

Der Landkreis Emsland liegt im Westen Niedersachsens, er grenzt im Westen an den Landkreis Grafschaft Bentheim, sowie an die Niederlande (Provinzen Groningen und Drenthe), im Norden an den Landkreis Leer in Ostfriesland, im Osten an den Landkreis Cloppenburg und an den Landkreis Osnabrück und im Süden an den Kreis Steinfurt im westfälischen Münsterland.

Geschichte


Der Norden (der frühere Kreis Aschendorf-Hümmling) und die Mitte (der frühere Kreis Meppen) des heutigen Landkreises gehörte bis 1803 zum Niederstift Münster, zwischen 1803 und 1810 war es Teil des Herzogtum Arenberg. Der Süden (der frühere Kreis Lingen) bildete die Niedergrafschaft Lingen und war seit 1702 preußisch.

1810 war das Emsland Teil des französischen Kaiserreichs. Seit 1814 gehörte das Emsland zum Königreich Hannover. Mit diesem fiel es 1866 an Preußen. Durch Verordnung des preußischen Staatsministeriums sind 1932 die Landkreise Aschendorf und Hümmling zu einem Landkreis Aschendorf-Hümmling zusammengelegt worden. Kreisstadt wurde Aschendorf. Seit 1946 gehört das Emsland zum Bundesland Niedersachsen.

Der Landkreis wurde durch die Kreisreform am 1. August 1977 aus den Landkreisen Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen gebildet. In vielen Statistiken des Landkreises spiegelt sich diese Aufteilung in Emsland-Nord, Emsland-Mitte und Emsland-Süd wieder.

Kultur


Rathaus_meppen.jpg | Tr noerdliche kurve02.jpg-Versuchsanlage]] Museen

  • Ausstellungszentrum für die Archäologie des Emslandes in Meppen
  • Brennereimuseum in Haselünne
  • Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager in Papenburg
  • Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in Sögel
  • Emsland Moormuseum in Geeste - Groß Hesepe- Moormitte
  • Erdöl - Erdgas Museum in Twist
  • Freilicht-Schifffahrtsmuseum in Papenburg
  • Schifffahrtsmuseum in Haren
  • Stiftung preußischer Kulturbesitz auf Schloss Altenkamp in Aschendorf

Architektur

Technische Denkmäler und Attraktionen


Bevölkerung


Im Landkreis Emsland wird von der einheimischen Bevölkerung noch vielerorts - insbesondere im ländlichen Raum - die niedersächsische Sprache (ugs. plattdüütsch oder auch platt/plattdeutsch) gesprochen. Mit einer Bevölkerungsdichte von 107 Einwohnern pro Quadratkilometer (2005) gehört der Landkreis zu den dünnstbesiedelten Regionen in Deutschland. Der Landkreis ist überwiegend katholisch geprägt. Nach allgemeiner Einschätzung ist allerdings der Anteil der Katholiken, insbesondere durch den Zuzug von Aussiedlern, gesunken. Nach der Volkszählung von 1987 beträgt der Katholikenanteil 82,3 %, der der Evangelischen (Lutheraner und Reformierte) 13,4 % der Bevölkerung. Der Landkreis Emsland weist eine der höchsten Geburtenraten Deutschlands auf.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl Jahr Einwohnerzahl
1821 65.973 1848 76.893 1871 79.743 1885 83.512 1905 94.612
1925 117.094 1933 129.843 1939 154.739 1946 175.933 1950 190.564
1956 188. 582 1961 197.459 1971 230.208 1978 237.775 1980 240.748
1985 248.112 1990 263.890 1995 292.993 2000 303.034 2005 309.613
Die Einwohnerzahlen vor 1977 beziehen sich auf das Gebiet des heutigen Landkreises.

Bildung


Im Landkreis gibt es insgesamt 11 Gymnasien, diese sind in Handrup, Haren, Haselünne, Lingen, Meppen, Papenburg und Sögel.

Im Jahr 2000 wurde in Lingen eine Außenstelle der Fachhochschule Osnabrück gegründet, der die Fakultät Gesellschaft und Technik mit den Instituten Management und Technik, Kommunikations-Management sowie Theaterpädagogik umfasst.

Politik


Landrat

Der erste hauptamtliche Landrat wurde bei der Kommunalwahl am 9. September 2001 gewählt. Mit 72,7 % der Stimmen wurde Hermann Bröring (CDU) zum Landrat gewählt und gehört automatisch auch dem Kreistag an.

Kreistag

Dem Kreistag gehören 66 gewählte Abgeordnete und der Landrat an, ihm gehören seit der Kommunalwahl am 9. September 2001 fünf Parteien bzw. Wählergemeinschaften an.

Aktuelle Zusammensetzung des Kreistages:

Wappen

Wappen_Landkreis_Emsland.pngDas Wappen des Landkreises ist dreigeteilt. Im oberen Drittel ist ein graues Hünengrab auf rotem Untergrund dargestellt, es steht für den Nordteil des Landkreises und bezieht sich auf das Wappen des ehemaligen Landkreises Aschendorf-Hümmling. In der Mitte sind drei rote Rosen-Mispelblüten auf goldenem Untergrund, sie stehen für den Zusammenschluss der drei ehemaligen Kreise und gehen auf das Wappen des ehemaligen Kreises Meppen zurück. Ein Wellenschnitt zwischen dem mittleren und dem unteren Bereich des Wappens steht für die Ems. Der goldene Anker auf blauem Untergrund im unteren Drittel des emsländischen Wappens geht auf das Wappen des ehemaligen Kreises Lingen zurück.

Kreispartnerschaften

Wirtschaft und Infrastruktur


Wirtschaft

Ursprünglich ist der Landkreis durch die Landwirtschaft und durch den Torfabbau geprägt. Heute sind im Maschinen-, Motoren- und Fahrzeugbau, der Papiererzeugung (Nordland Papier in Dörpen), dem Schiffbau (Meyer-Werft in Papenburg), der Erdöl- und Erdgasindustrie (Gaz de France in Lingen), der Ernährungswirtschaft und im Baugewerbe viele Arbeitskräfte beschäftigt. Neben diesen Branchen nimmt der Tourismus (beispielsweise sei hier das Ferienzentrum Schloss Dankern in Haren genannt) einen immer größeren Stellenwert ein.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte:

1980 1985 1990 1995 2000 2003 2004
65.157 64.777 74.482 84.691 90.007 90.722 89.460

Arbeitslose:
(Stand Juni 2006)

Arbeitslose Arbeitslosenquote Freie Stellen
11.571 7,7 % 1.600

Verkehr

Hauptverkehrsweg ist seit alters her die so genannte Emsachse, die den Landkreis von Nord nach Süd erschließt.

Straße

Landkreis Emsland Verkehr.png Parallel westlich zu dieser Emsachse verläuft die 2004 fertig gestellte Autobahn A 31 und östlich der Ems die Bundesstraße B 70.

Nach Westen zu den Niederlanden hat es lange keine günstige Verkehrsverbindung gegeben, da das Bourtanger Moor eine kaum zu überwindende natürliche Grenze darstellte. Heute gibt es eine West-Ost-Achse von der deutsch-niederländischen Grenze bei Twist-Schöninghsdorf zur Autobahn A 1 bei Cloppenburg durch die Bundesstraßen B 402, B 213 und B 72, die als E 233 heute die kürzeste Verbindung zwischen dem Raum Amsterdam und dem Raum Hamburg für den Autoverkehr darstellt.

Ein weiterer Knotenpunkt befindet sich in Lingen hier treffen die Bundesstraßen B 70, B 213 und B 214 aufeinander.

Bahn

Die Hauptachse des Schienennetzes ist seit 1856 die Emslandstrecke Leer - Papenburg - Meppen - Lingen - Rheine der Hannöverschen Staatsbahn. Hier verkehren die Intercitys der Linie Luxemburg - Norddeich im 2-Stunden-Takt und stündlich der "Emsland-Express" Münster - Emden.

In Salzbergen mündet seit 1865 die von Oldenzaal - Bad Bentheim kommende Strecke der niederländischen "AS Spoorweg=Mj" Almelo - Salzbergen ein.

Die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft führte 1879 ihre Strecke Quakenbrück - Freren - Rheine durch den Südostzipfel des Kreises.

Der Kreis betreibt in eigener Regie die Emsländische Eisenbahn GmbH, die aus den Kreisbahnen der Kreise Hümmling und Meppen entstanden ist:

Die 1894 eröffnete Meppen-Haselünner Eisenbahn wurde 1902 bis Herzlake und 1907 zur oldenburgischen Staatsbahn in Lewinghausen verlängert. Die Hümmlinger Kreisbahn von Lathen nach Werlte entstand 1898 als Schmalspurbahn und berührte auch die damalige Kreisstadt Sögel. Sie wurde 1957 auf Normalspur umgebaut.

Die Kleinbahn Lingen-Berge-Quakenbrück GmbH stellte ab 1904 eine weitere - schmalspurige - Querverbindung von der Ems in Richtung Oldenburgisches Münsterland her.

Angesichts der großen Fläche des Kreises war die Bahndichte mit 209 km ziemlich gering. Trotzdem wurde fast die Hälfte des Netzes (97 km) im Personenverkehr stillgelegt:

  • 1952/53: Lingen - Handrup - Quakenbrück 26 km (Spur: 750 mm)
  • 1966: Herzlake - Lewinghausen - Essen 2 km
  • 1969: Quakenbrück - Freren - Spelle - Rheine 20 km
  • 1970: Lathen - Sögel - Werlte 26 km und Meppen - Haselünne - Herzlake 23 km
Immerhin werden zwei Strecken mit 51 km Länge noch von Museumsbahnen befahren

Wasserwege

Die kanalisierte Ems und ab Meppen der Dortmund-Ems-Kanal verbinden das Ruhrgebiet mit der Nordsee. Flussaufwärts wird die Ems ab Meppen nur noch im Freizeitverkehr befahren. Bereits seit 1829 umfährt der Güterverkehr die zahlreichen Mäander der Ems zwischen Lingen und Meppen auf dem ehemaligen Ems-Hase-Kanal, der seit 1899 überwiegend in den Dortmund-Ems-Kanal einbezogen ist. Bei Dörpen zweigt der Küstenkanal von der Ems ab und verbindet sie mit der Weser.

Zwischen Haren und Meppen soll voraussichtlich bis 2007 der Euro-Hafen Emsland-Mitte als Stichhafen entstehen.

Für die Erschließung des Bourtanger Moores hatte das zwischen 1870 und 1904 erbaute Linksemsische Kanalnetz eine zentrale Bedeutung. Neben dem Gütertransport, diente es vor allem der Entwässerung.

Flugverkehr

Im Landkreis Emsland gibt es einige Sportflugplätze aber keine größeren Flughäfen.

Die nächsten internationalen Flughäfen sind der Flughafen Münster/Osnabrück in Greven, der Flughafen Bremen und in den Niederlanden der Flughafen Eelde in Groningen.

Städte und Gemeinden


Emsland gemeinden.png (Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)

Einheitsgemeinden

  1. Emsbüren (9.749)
  2. Geeste (11.279)
  3. Haren (Ems), Stadt (22.754)
  4. Haselünne, Stadt (12.549)
  5. Lingen (Ems), Große selbständige Stadt (51.318)
  6. Meppen, Stadt, Selbständige Gemeinde (34.196)
  7. Papenburg, Stadt, Selbständige Gemeinde (34.519)
  8. Rhede (Ems) (4.228)
  9. Salzbergen (7.436)
  10. Twist (9.640)

Samtgemeinden

  1. Dörpen (15.446)
  2. Freren (10.834)
  3. Herzlake (9.821)
  4. Lathen (10.815)
  5. Lengerich (9.083)
  6. Nordhümmling (12.149)
  7. Sögel (15.484)
  8. Spelle (12.653)
  9. Werlte (15.660)

Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinden

* Sitz der Samtgemeindeverwaltung

Samtgemeinde Dörpen (15.446)
  1. Dersum (1.470)
  2. Dörpen * (4.814)
  3. Heede (2.202)
  4. Kluse (1.499)
  5. Lehe (985)
  6. Neubörger (1.557)
  7. Neulehe (728)
  8. Walchum (1.310)
  9. Wippingen (881)
Samtgemeinde Freren (10.834)
  1. Andervenne (933)
  2. Beesten (1.695)
  3. Freren, Stadt * (5.136)
  4. Messingen (1.135)
  5. Thuine (1.935)
Samtgemeinde Herzlake (9.821)
  1. Dohren (1.173)
  2. Herzlake * (4.070)
  3. Lähden (4.578)
Samtgemeinde Lathen (10.815)
  1. Fresenburg (887)
  2. Lathen * (5.866)
  3. Niederlangen (1.214)
  4. Oberlangen (916)
  5. Renkenberge (682)
  6. Sustrum (1.250)
Samtgemeinde Lengerich (9.083)
  1. Bawinkel (2.351)
  2. Gersten (1.210)
  3. Handrup (876)
  4. Langen (1.395)
  5. Lengerich * (2.673)
  6. Wettrup (578)
Samtgemeinde Nordhümmling (12.149)
  1. Bockhorst (1.010)
  2. Breddenberg (791)
  3. Esterwegen * (5.129)
  4. Hilkenbrook (817)
  5. Surwold (4.402)
Samtgemeinde Sögel (15.484)
  1. Börger (2.779)
  2. Groß Berßen (677)
  3. Hüven (565)
  4. Klein Berßen (1.161)
  5. Sögel * (6.729)
  6. Spahnharrenstätte (1.404)
  7. Stavern (1.064)
  8. Werpeloh (1.105)
Samtgemeinde Spelle (12.653)
  1. Lünne (1.813)
  2. Schapen (2.437)
  3. Spelle * (8.403)
Samtgemeinde Werlte (15.660)
  1. Lahn (902)
  2. Lorup (3.017)
  3. Rastdorf (992)
  4. Vrees (1.584)
  5. Werlte * (9.165)

Literatur


  • Werner Franke / Josef Grave / Heiner Schüpp / Gerd Steinwascher (Hrsg.): Der Landkreis Emsland. Geographie, Geschichte, Gegenwart. Eine Kreisbeschreibung. Meppen 2002, 931 Seiten (ISBN 3-930365-13-8).
  • Karl-Eberhard Nauhaus: Das Emsland im Ablauf der Geschichte. Sögel 1984 (ISBN 3-925034-00-5).
  • Christof Haverkamp: Das Emsland - Ein illustriertes Reisehandbuch, Bremen 2006 (ISBN 3-86108-473-2)

Weblinks


Landkreis in Niedersachsen | Meppen | Emsland

Emsland | Pays de l'Ems | Eemsland | Landkreis Emsland | Powiat Emsland

 

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