| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Landkreis Coburg.png | Lage des Landkreises Coburg in Deutschland.PNG |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken |
| Verwaltungssitz: | Coburg |
| Fläche: | 592 km² |
| Einwohner: | 91.661 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 155 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | CO |
| Kreisschlüssel: | 09 4 73 |
| Kreisgliederung: | 17 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Lauterer Str. 60 96450 Coburg |
| Offizielle Website: | www.landkreis-coburg.de |
| E-Mail-Adresse: | landratsamt@landkreis-coburg.de |
| Politik | |
| Landrat: | Karl Zeitler (SPD) |
| Bavaria_co.png | |
Strukturprägend sind vor allem die alten Industrien
Da nach der Deutschen Wiedervereinigung die Zonenrandförderung wegfiel, vollzieht sich derzeit - verstärkt durch die EU-Osterweiterung und die Wirtschaftskrise - ein Strukturwandel, dem viele Arbeitsplätze und Betriebe zum Opfer fallen. Als Folge dieser Entwicklung ist die Arbeitslosenquote von ca. 3 % in den 1980ern auf 10,5 % (November 2003) gestiegen.
Die Verbindung nach Lichtenfels wurde 1859 gemeinsam mit dem Königreich Bayern hergestellt. Erst 1892 kam die erste Lokalbahn auf der Bahnstrecke Coburg–Bad Rodach hinzu.
Weitere Nebenbahnen eröffnete die Preußische Staatsbahn:
1900 die Itzgrundbahn, in Creidlitz abzweigend - nach Rossach und
1901 die Steinachtalbahn, in Ebersdorf abzweigend - nach Weidhausen;
diese wurde 1920 durch die Deutsche Reichsbahn in einem Ring nach Neustadt zur Strecke Coburg – Sonneberg weitergeführt.
Die Bayerische Staatsbahn bediente ab 1913 mit ihrer Lokalbahnstrecke Bamberg - Dietersdorf die Stadt Seßlach und einige Gemeinden im Westen des Kreises.
Das Gesamtnetz von 105 km Länge (davon 18 km im Stadtkreis Coburg) wird heute nur noch knapp zur Hälfte (50 km) vom Personenverkehr bedient. Stillegungen (55 km) fanden statt:
Der Schienenverkehr hat derzeit wenig Bedeutung, insbesondere weil die Werrabahn als West-Ost-Verbindung nicht mehr existiert.
Coburg ist auch im Straßenverkehr derzeit schlecht angebunden, da die Region bis zur Deutschen Einheit 1990 kaum Durchgangsverkehr zu bewältigen hatte. Der Straßenverkehr wird geprägt durch die Bundesstrassen B4, die als Nord-Süd-Achse den Nürnberger Raum mit Thüringen und B303, die als West-Ost-Achse Schweinfurt mit Tschechien verbindet. Jetzige Bauprojekte im Rahmen des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit sind die Verlängerung der Bundesautobahn A 73 Nürnberg- Lichtenfels über Coburg nach Suhl und die Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt für den ICE von Nürnberg über Erfurt nach Berlin. Die Autobahn ist zwischen Coburg und Eisfeld schon in Betrieb, 2008 ist voraussichtlich die Verbindung durchgehend befahrbar. Ein Zeitpunkt für die Fertigstellung der Neubaustrecke lässt sich wegen Finanzierungsproblemen derzeit nicht angeben.
1858 führte das Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha eine Trennung von Verwaltung und Justiz ein. So wurde der Landkreis Coburg aus den Bezirken der 1802 bzw. 1807 gebildeten Justizämter Coburg II (Landbezirk), Neustadt bei Coburg und Rodach sowie dem 1826 hinzugekommenen Amt Sonnefeld errichtet. Das Justizamt Coburg I umfasste die Stadt Coburg. 1877 wurde auch der Amtsbezirk Königsberg dem Landkreis Coburg zugeteilt. Die bisherigen Justizämter wurden dann als Amtsgerichte bezeichnet, wobei die Justizämter Coburg I und Coburg II zum Amtsgericht Coburg vereinigt wurden. Die Städte Coburg, Neustadt bei Coburg, Rodach, Sonnefeld und Königsberg unterstanden nicht dem Landkreis Coburg. Sie hatten eine eigene magistrale Verfassung.
Nach einer Volksabstimmung 1919 wurde der Freistaat Coburg (im wesentlichen identisch mit Stadt und Landkreis Coburg heute) zum 1. Juli 1920 mit dem Freistaat Bayern vereinigt. Der Freistaat Bayern passte daraufhin die Verwaltungsstruktur im ehemaligen Herzogtum Sachsen-Coburg seinem übrigen Staatsgebiet an. Aus dem bisherigen Landkreis Coburg wurde das Bezirksamt Coburg, das für die Amtsgerichtsbezirke Coburg, Neustadt bei Coburg, Rodach und Sonnefeld zuständig war. Der ehemals coburgische Amtsgerichtsbezirk Königsberg wurde hingegen dem Bezirksamt Hofheim in Unterfranken zugeteilt, weil er dort als Enklave lag. Die Städte Coburg, Neustadt bei Coburg und Rodach wurden als kreisunmittelbare Städte innerhalb Oberfrankens weitergeführt, während die Städte Sonnefeld und Königsberg in die jeweiligen Bezirke eingegliedert wurden. 1921 wurden die Amtsgerichtsbezirke Coburg, Neustadt bei Coburg, Rodach, Sonnefeld und Königsberg zum Landgericht Coburg zusammengefasst, wobei 1925 bzw. 1929 die Amtsgerichte Königsberg und Sonnefeld aufgehoben wurden.
1939 wurde der Bezirk Coburg wieder als Landkreis Coburg bezeichnet. 1940 wurden die Stadtkreise Neustadt bei Coburg und Rodach dem Landkreis Coburg eingegliedert, während dies im Falle Neustadts 1946 wieder rückgängig gemacht wurde. Coburg blieb stets als Stadtkreis erhalten.
Durch die Gebietsreform zur Neugliederung der bayerischen Landkreise am 1. Juli 1972 wurden dem Landkreis Coburg die kreisfreie Stadt Neustadt bei Coburg und Teile des früheren Landkreises Staffelstein eingegliedert. Die Gemeinden Steinach a.d. Steinach, Hof a.d. Steinach, Horb a.d. Steinach, Leutendorf und Mödlitz werden 1974 in den Landkreis Kronach ausgegeliedert. Kreissitz blieb die kreisfreie Stadt Coburg, die durch Eingemeindung einiger Gemeinden des Landkreises Coburg entsprechend vergrößert wurde. Der Landkreis Coburg erreichte damit seine heutige Ausdehnung. Die Stadt Neustadt bei Coburg erhielt als Ersatz für den Verlust der Kreisfreiheit den Status einer Großen Kreisstadt.
In den 1960er Jahren gab es im Kreisgebiet 129 und vor dem Stichtag der Gemeindegebietsreform am 10. Mai 1978 noch 51 Gemeinden. Heute sind davon noch 17 Städte und Gemeinden verblieben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen sich viele Flüchtlinge aus den Ostgebieten in Coburg nieder. 1946 zählte der Landkreis mehr als 61.000 Einwohner, gegenüber 40.000 um Jahre 1939.
| Städte |
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