| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Landkreis Bamberg.png | Lage des Landkreises Bamberg in Deutschland.PNG |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken |
| Verwaltungssitz: | Bamberg |
| Fläche: | 1.167,37 km² |
| Einwohner: | 144.788 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 124 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | BA |
| Kreisschlüssel: | 09 4 71 |
| Kreisgliederung: | 36 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: | Ludwigstraße 23 96045 Bamberg |
| Website: | www.landkreis-bamberg.de |
| Landrat: | Dr. Günther Denzler (CSU) |
| Karte | |
| Bavaria_ba.png | |
Der Landkreis Bamberg ist der westlichste Landkreis des Regierungsbezirks Oberfranken in Bayern. Nachbarkreise sind im Norden der Landkreis Lichtenfels sowie der Landkreis Coburg, im Osten der Landkreis Bayreuth, im Süden die Landkreise Forchheim, Erlangen-Höchstadt, Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim und Kitzingen und im Westen die Landkreise Schweinfurt und Haßberge.
Dem Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 fiel fast das gesamte Kirchengut zum Opfer. Der bayerische Kurfürst Max Joseph IV. schrieb am 23. August 1802 dem letzten Fürstbischof Franz von Buseck, dass er Bamberg, Kronach und Forchheim besetzen werde. Der Fürstbischof drückte sein tiefes Bedauern aus, sicherte aber auch zu, dass kein Widerstand geleistet werde. So marschierten bayerische Truppen am 3. November 1802 ins Bamberger Gebiet ein, das am 22. November bayerisch erklärt wurde.
Landgerichte lösten die bisherigen bischöflichen Ämter ab. Zum Landgericht »Bamberg am rechten Regnitzufer« kamen die Gemeinden Memmelsdorf, Hallstadt und Scheßlitz, dazu noch die Orte um Altendorf, Buttenheim und Hirschaid. Das Landgericht »Bamberg am linken Regnitzufer« vereinigte Schlüsselau, Burgebrach und Teile von Hallstadt wieder. 1810 schließlich wurde Ebrach im Zuge der Grenzregulierung mit dem Großherzogtum Würzburg bayerisch.
Das Gemeindeedikt 1818 stellte die kommunale Selbstverwaltung teilweise wieder her und ermöglichte die Bildung von Distriktsgemeinden als temporäre Zweckverbände. Die Revolution von 1848 hob die Herrschaftsrechte der Adelsfamilien über die Gemeinden auf. Betroffen waren hiervon die Patrimonialgerichte Reichmannsdorf, Lisberg, Trabelsdorf, Trunstadt, Walsdorf, Sassanfahrt, Buttenheim, Kirchschletten, Grasmannsdorf, Aschbach, Staffelbach und Burglesau.
Eine Art Landkreise gibt es in Bayern erst seit dem Jahr 1852. Damals wurden im rechtsrhreinischen Bayern die Distriktsgemeinden, die Vorläufer der heutigen Landkreise eingerichtet. Diese standen jedoch unter staatlicher Aufsicht und benötigten für wichtige Entscheidungen die Genehmigung der staatlichen Mittelinstanz. Eine echte Selbstverwaltung wurde erst im Jahr 1919 eingeführt.
1862 wurden Bezirksämter als staatliche Verwaltungsbehörden errichtet. Im Raum Bamberg entstanden die Bezirksämter Bamberg I und Bamberg II. Bamberg I umfasste die 1804 errichteten Landgerichtsbezirke Bamberg am rechten Regnitzufer und Scheßlitz, Bamberg II umfasste die ebenfalls 1804 errichteten Landgerichtsbezirke Bamberg am linken Regnitzufer und Burgebrach. Die neuen Landgerichte wurden mit Bamberg I und Bamberg II bezeichnet. Die Stadt Bamberg gehörte zu keinem Bezirksamt, weil sie bereits seit 1809 kreisunmittelbar war. 1879 wurden die Landgerichte Bamberg I und II zum Amtsgericht Bamberg II vereinigt, man unterschied jedoch weiterhin zwei Teilbezirke, Amtsgericht Bamberg II, Erster Teil (Osthälfte) und Amtsgericht Bamberg II, Zweiter Teil (Westhälfte). Die kreisunmittelbare Stadt Bamberg bildete ab 1879 das Amtsgericht Bamberg I. 1903 wurden beide Amtsgerichte zum Amtsgericht Bamberg vereinigt. 1929 wurde das 1862 errichtete Bezirksamt Bamberg I aufgelöst und seine Gemeinden dem Bezirksamt Bamberg II angegliedert, das fortan nur noch Bezirksamt Bamberg hieß. 1932 wurden die Amtsgerichte Burgebrach und Scheßlitz aufgehoben und ihre Gemeinden überwiegend dem Amtsgericht Bamberg zugeteilt. Der Verwaltungsbezirk Bamberg wurde ab 1939 als Landkreis Bamberg bezeichnet.
Bei der Gebietsreform in Bayern 1972 ging der heutige Landkreis Bamberg als einer von 71 neuen Landkreisen Bayerns hervor. Damals wurden dem bisherigen Landkreis Bamberg Teile des aufgelösten Landkreises Ebermannstadt sowie einzelne Gemeinden der Landkreise Forchheim, Erlangen-Höchstadt und Haßberge zugeschlagen, im Gegenzug musste er einige Gemeinden an die kreisfreie Stadt Bamberg abgeben. Bamberg blieb auch weiterhin Kreissitz des nunmehr vergrößerten Landkreises Bamberg.
Die ältesten Orte im Landkreis Bamberg sind Hallstadt, Königsfeld in Oberfranken, Lisberg, Scheßlitz und Trunstadt.
| CSU | SPD | Bürgerblock | FDP | GRÜNE | ÜWG | ödp | REP | Gesamt | |
| 2002 | 33 | 11 | 7 | 1 | 3 | 3 | 1 | 1 | 60 |
Das Königreich Bayern erbaute schon 1844 von Nürnberg her eine Staatsbahnlinie nach Bamberg, die unter dem Namen Ludwig-Süd-Nord-Bahn 1846 mainaufwärts nach Lichtenfels weitergeführt wurde.
Nachdem 1852 die Ludwigs-West-Bahn mainabwärts ihren Betrieb aufgenommen hatte, war Bamberg Eisenbahnknotenpunkt geworden, von dem - erst 40-50 Jahre später - fast ein halbes Dutzend Lokalbahnen in die Umgebung ausstrahlten:
Die kleine Gemeinde Heiligenstadt in der Fränkischen Schweiz erhielt 1915 von Ebermannstadt her einen Bahnanschluss. Damit umfasste das Schienennetz insgesamt 143 km Länge. Durch die Stilllegung des Personenverkehrs auf folgenden Lokalbahnen:
ging es auf 56 km zurück.
Durch den Landkreis Bamberg führt heute die ICE-Bahnlinie von München nach Berlin.
| Städte | Gemeinden |
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