Der ehemalige
Landkreis Bad Aibling in
Oberbayern (altes Kfz-Kennzeichen:
AIB) umfasste den größten Teil des
Mangfalltals, die Städte
Bad Aibling und
Kolbermoor, die Marktgemeinde
Bruckmühl und eine größere Anzahl weiterer Gemeinden (u. a.
Bad Feilnbach,
Großkarolinenfeld und
Tuntenhausen).
Geschichte
Das Gebiet des ehemaligen Landkreises Bad Aibling war weitgehend mit dem
bajuwarischen
Sundergau identisch. Nach jahrhundertelangem Bestand zunächst als
Vogtei Aibling, später als Pfleggericht und ab
1799 als
Landgericht Aibling wurde die Gebietskörperschaft im Jahre
1806 zunächst aufgelöst und dem wiedererrichteten
Landgericht Rosenheim, das seinerseits
1803 aufgelöst und dem Landgericht Bad Aibling angegliedert worden war, unterstellt. Am 1. Oktober
1900 wurde die Körperschaft als königliches
Bezirksamt Aibling wiedergegründet. Der Bezirk Bad Aibling wurde am 1. Januar
1939 in
Landkreis Bad Aibling umbenannt. Im Jahre
1972 wurde der alte Landkreis Bad Aibling schließlich im Rahmen der bayerischen
Gebietsreform aufgelöst. Der größte Teil (95%) des Kreisgebiets ging im neuen Landkreis
Rosenheim auf, nur die Gemeinde Helfendorf (heute Teil der Gemeinde
Aying) wurde dem Landkreis
München angegliedert.
Wappen
Das
Wappen des Landkreises Bad Aibling zeigte im oberen Teil die
bayerischen Rauten. Die unteren zwei Drittel trugen auf rotem Grund das Schwert als Symbol für die kaiserlichen Besitzungen auf dem Aiblinger Hofberg, den Bischofsstab, der das
Benediktinerkloster
Tegernsee und das
Augustinerkloster
Beyharting symbolisiert, und einen Moorkolben als Verbildlichung der durch größere Moorgebiete geprägten naturräumlichen Gegebenheiten des ehemaligen Landkreises.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die bewirtschaftete Fläche diente vor allem der Viehhaltung und dem Obstanbau. In Kolbermoor und in Bruckmühl waren größere Industriebetriebe angesiedelt. Große Kur- und Rehabilitationseinrichtungen befanden sich in Bad Aibling und Bad Feilnbach. In Bad Aibling sind darüber hinaus größere militärische (bis 2004) und geheimdienstliche Einrichtungen stationiert.
Städte und Gemeinden vor der Gebietsreform
Bad Aibling
Kolbermoor
Bruckmühl
Bad Feilnbach
Feldkirchen
Großkarolinenfeld
Tuntenhausen
nach der Gemeinde-Gebietsreform blieben noch 7 Gemeinden im (dann schon nicht mehr existierenden) Altlandkreis Bad Aibling selbstständig.
Literatur
Bad_aibling_schuhbraeufilze.png
- Der Mangfallgau, heimatkundliches Jahrbuch für den Landkreis Bad Aibling, Verlag des Historischen Vereins für Bad Aibling und Umgebung, erscheint seit 1956
- Schönmetzler, K. J., Schubert, K. A., Förg, K. G., Mangfalltal - Bad Aibling und seine Landschaft, Edition Förg, Rosenheim, 1995 (ISBN 3-9803116-2-7).
Bild:Bad_aibling_sebastianik.png|Sebastianikirche Bad Aibling
Bild:Bad_aibling_rosenheimer_str.png|Innere Rosenheimer Straße Bad Aibling
Bild:Bruckmühl_altesHaus1.jpg|altes Haus in Bruckmühl
Bild:Bruckmühl_altesHaus4.JPG|altes Haus in Bruckmühl
Bild:Bad_aibling_moorabbau.png|Moorabbau zwischen Bad Aibling und Bad Feilnbach
Weblinks
Rosenheim (Landkreis) | Ehemaliger Landkreis in Bayern