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Wappen Karte
Wappen Landkreis Augsburg.png Lage des Landkreises Augsburg in Deutschland.PNG
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Verwaltungssitz: Augsburg
Fläche: 1071,13 km²
Einwohner: 241.494 (31. Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 225 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 09 7 72
Kfz-Kennzeichen: A
Kreisgliederung: 46 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Prinzregentenplatz 4
86150 Augsburg
Website: www.landkreis-augsburg.de
E-Mail-Adresse: poststelle@lra-a.bayern.de
Politik
Landrat: Dr. Karl Vogele (CSU)
Karte
Bavaria_a.png

Der Landkreis Augsburg im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben ist mit ca. 241.000 Einwohnern der drittgrößte Landkreis Bayerns bezüglich der Einwohnerzahl.

Er grenzt im Norden an den Landkreis Donau-Ries, im Osten an den Landkreis Aichach-Friedberg, an die kreisfreie Stadt Augsburg und an den Landkreis Landsberg am Lech, im Süden an den Landkreis Ostallgäu, im Südwesten an den Landkreis Unterallgäu und im Westen an den Landkreis Günzburg und an den Landkreis Dillingen an der Donau.

Geografie


Der Landkreis Augsburg umschließt die Stadt Augsburg von allen Seiten außer vom Osten.

Südlich von Augsburg liegt das Lechfeld. Auch der nördliche Landkreis liegt im Lechtal.

Die Landschaften im westlichen Landkreis Augsburg sind - von Nord nach Süd: Holzwinkel, Reischenau und Stauden.

Geschichte


Auf dem heutigen Kreisgebiet entstanden 1803 die Landgerichtsbezirke Göggingen, Schwabmünchen, Wertingen und Zusmarshausen. Sie gehörten ab 1808 zum Lechkreis und ab 1810 zum Oberdonaukreis. 1810 wurde Augsburg eine kreisunmittelbare Stadt. Ab 1838 gehörten die Landgerichte zum Kreis Schwaben und Neuburg, dem späteren Regierungsbezirk Schwaben.

1862 wurden aus den Landgerichten die Bezirksämter Göggingen, Wertingen und Zusmarshausen errichtet, doch wurde der Sitz des Bezirksamt Göggingen noch im gleichen Jahr nach Augsburg verlegt und somit als Bezirksamt Augsburg bezeichnet. Es war für die Gemeinden der bisherigen Landgerichte Göggingen und Schwabmünchen zuständig. Im Jahre 1900 wurde im Zuge einer Neugliederung der Bezirke das Bezirksamt Schwabmünchen durch Aufteilung des Bezirksamt Augsburg errichtet. 1929 wurde das Bezirksamt Zusmarshausen aufgelöst und seine Gemeinden auf die Bezirksämter Augsburg und Wertingen aufgeteilt. Die somit noch verbliebenen Bezirke Augsburg, Schwabmünchen und Wertingen wurden 1939 als Landkreise bezeichnet.

Bei der Gebietsreform in Bayern 1972 wurde aus den beiden Landkreisen Augsburg und Schwabmünchen sowie Teilen des bisherigen Landkreises Wertingen und einigen Orten der Landkreise Donauwörth und Neuburg an der Donau ein neuer Landkreis gebildet, der zunächst die Bezeichnung Landkreis Augsburg-West erhielt. Im Gegenzug wurden die Städte und Gemeinden Göggingen, Haunstetten, Inningen und Bergheim in die kreisfreie Stadt Augsburg eingemeindet sowie zwei Gemeinden in den Landkreis Günzburg umgegliedert. Augsburg wurde Sitz des neuen Landkreises, der am 1. Mai 1973 seine noch heute gültige Bezeichnung "Landkreis Augsburg" erhielt.

Verkehr


Die erste Eisenbahnverbindung nach Augsburg eröffnete 1840 die München-Augsburger Eisenbahn-Gesellschaft. Schon vier Jahre später führte die Ludwig-Süd-Nord-Bahn ihre Strecke von Donauwörth her nach Augsburg und verlängerte sie 1847 nach Süden in Richtung Buchloe - Kempten. Der Bayerische Staat vollendete dann das Eisenbahnkreuz Augsburg mit der Linie nach Günzburg - Ulm in den Jahren 1853/54.

Weitere Strecken der Bayerischen Staatsbahn zweigten in Augsburg-Hochzoll von der Münchener Strecke ab: 1875 nach Ingolstadt und 1898 nach Geltendorf - Weilheim.

In Bobingen an der Linie nach Buchloe ist seit 1877 der Beginn der Strecke nach Klosterlechfeld - Landsberg.

Von Stationen der Strecke nach Ulm nahmen ihren Ausgang folgende Bahnen:

  • 1894 Dinkelscherben - Thannhausen
  • 1903 Neusäß - Welden
  • 1911/12 Gessertshausen - Markt Wald

Das Staatsbahnnetz erreichte einen Umfang von 172 km Länge. Davon wurden 48 km für den Personenverkehr stillgelegt:

  • 1966: Dinkelscherben - Thannhausen 4 km
  • 1986: Neusäß - Aystetten - Welden 19 km
  • 1991: Gessertshausen - Mittelneufnach - Markt Wald 25 km

Auf der letztgenannten Strecke veranstaltet die Staudenbahn im Sommer einen touristischen Verkehr.

Im Stadtgebiet von Augsburg entstand nach dem Jahre 1890 ein ausgedehntes Netz von Güterbahnen der Augsburger Localbahn, die alle Industriegebiete erschlossen haben. Zeitweise fand auch Personenverkehr statt.

Die Stadtwerke Augsburg - Verkehrsbetriebe - bedienen den öffentlichen Nahverkehr in Augsburg und nach Stadtbergen mit einer seit 1898 elektrifizierten meterspurigen Straßenbahn, der seit 1881 eine normalspurige Pferdebahn vorausgegangen war.

Städte und Gemeinden


Städte
  1. Bobingen (16.644)
  2. Gersthofen (20.342)
  3. Königsbrunn (27.551)
  4. Neusäß (21.853)
  5. Schwabmünchen (13.146)

Märkte

¹ Mitgliedsgemeinde einer Verwaltungsgemeinschaft

  1. Biberbach (3.480)
  2. Diedorf (10.132)
  3. Dinkelscherben (6.656)
  4. Fischach (4.674)
  5. Meitingen (11.088)
  6. Stadtbergen (14.634)
  7. Thierhaupten (3.792)
  8. Welden (3.626)¹
  9. Zusmarshausen (6.335)

Gemeinden
(soweit nicht Mitglied in einer Verwaltungsgemeinschaft)

  1. Adelsried (2.241)
  2. Altenmünster (3.796)
  3. Aystetten (3.007)
  4. Gablingen (4.774)
  5. Graben (3.276)
  6. Horgau (2.482)
  7. Kutzenhausen (2.503)
  8. Langweid a.Lech (7.587)
  9. Wehringen (2.891)

Gemeindefreies Gebiet

  1. Schmellerforst (3,28 /km², unbewohnt)

Verwaltungsgemeinschaften
  1. Gessertshausen
    1. Gessertshausen (4.346)
    2. Ustersbach (1.181)
  2. Großaitingen
    1. Großaitingen (4.767)
    2. Kleinaitingen (1.371)
    3. Oberottmarshausen (1.639)
  3. Langerringen
    1. Hiltenfingen (1.520)
    2. Langerringen (3.818)
  4. Lechfeld
    1. Klosterlechfeld (2.534)
    2. Untermeitingen, VG-Sitz, (6.284)
  5. Nordendorf
    1. Allmannshofen (835)
    2. Ehingen (1.004)
    3. Ellgau (1.015)
    4. Kühlenthal (811)
    5. Nordendorf (2.247)
    6. Westendorf (1.501)
  6. Stauden
    1. Langenneufnach, VG-Sitz, (1.725)
    2. Mickhausen (1.348)
    3. Mittelneufnach (1.074)
    4. Scherstetten (1.002)
    5. Walkertshofen (1.136)
  7. Welden
    1. Bonstetten (1.188)
    2. Emersacker (1.418)
    3. Heretsried (1.036)
    4. Welden, Markt, (3.626)
(Einwohnerzahlen vom 30. Juni 2005)

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