Der
Vogelsbergkreis ist ein
Landkreis im
Regierungsbezirk Gießen in der
Region Mittelhessen.
Geografie
Namensgebend für den Kreis ist der
Vogelsberg, ein seit Millionen Jahren erloschener, deshalb auch teilweise abgetragener
Vulkan, der im Süden des Kreises liegt. Dessen höchste Erhebung ist der Taufstein (770 m), östlich von Schotten. Das nördliche Kreisgebiet reicht noch in die
Landschaft der Schwalm. Nachbarkreise sind im Norden der
Schwalm-Eder-Kreis, im Nordosten der
Landkreis Hersfeld-Rotenburg, im Osten der
Landkreis Fulda, im Süden der
Main-Kinzig-Kreis und der
Wetteraukreis, im Westen der
Landkreis Gießen und im Nordwesten der
Landkreis Marburg-Biedenkopf.
Wirtschaft
Die Gegend ist nur dünn besiedelt. Im Vogelsberg wird
Basalt abgebaut, in den Tälern gibt es kleinere Industriestädte.
Geschichte
Das heutige Kreisgebiet gehörte früher den Landgrafen von Hessen. Bei Teilung des Landes wurde es Bestandteil von
Hessen-Darmstadt, dem späteren
Großherzogtum Hessen.
1832 wurde der Landkreis Alsfeld gegründet, der im Laufe der Geschichte mehrmals seine Grenzen veränderte, zuletzt
1938. Im Jahr
1852 war der Landkreis Lauterbach gebildet worden. Dieser Kreis wurde ebenfalls 1938 in seinen Grenzen verändert. Im Rahmen der hessischen
Kreisreform wurden beide Landkreise unter Einbeziehung der Stadt Schotten (bisher
Landkreis Büdingen) zum 1. August
1972 zum „Vogelsbergkreis“ vereinigt. Kreisstadt wurde Lauterbach - eine Entscheidung, die im Alsfelder Gebiet nur schwer akzeptiert wurde und über Jahre hinweg das Verhältnis zwischen den beiden Kreisteilen belastete.
Wappen
Blasonierung: Durch eine Silberleiste schräglinks geteilt; oben in Rot zwei natürliche silberne
Türkenbundlilien, unten in Blau der dreimal von Silber und Rot geteilte Löwenkopf mit goldener Krone (Wappen-Verleihung 26. Juli 1978)
Bedeutung: Die Türkenbundlilien sind dem alten Kreiswappen von Lauterbach entnommen und symbolisieren den
Naturpark Hoher Vogelsberg, der Löwe steht für die
Landgrafschaft Hessen bzw. deren Nachfolgestaaten, welche den größten Teil des heutigen Kreisgebiets beherrschten. Er findet sich auch im Wappen der ehemaligen Kreisstadt Alsfeld.
Politik
Kreistag
Die Kommunalwahl am 31. März 2006 ergab für den Kreistag folgende Zusammensetzung für die nächste Legislaturperiode (fünf Jahre):
Sitzverteilung Vogelsbergkreis 2006.png
| Partei
| Prozent
| Sitze
|
| SPD
| 37,4
| 23
|
| CDU
| 40,3
| 25
|
| FWG
| 7,6
| 5
|
| FDP
| 5,3
| 3
|
| Bündnis 90 / Die Grünen
| 5,3
| 3
|
| REP
| 2,4
| 1
|
| Die Linke.WASG
| 1,8
| 1
|
| Gesamt
| 100
| 61
|
Kreisausschuss
Der Kreisausschuss hat 15 Mitglieder und ist das oberste Leitungsgremium der Kreisverwaltung. Vorsitzender ist der hauptamtliche Landrat Rudolf Marx (CDU); die 14 Kreisbeigeordneten sind ehrenamtlich tätig.
Kinder- und Jugendparlament
Neben dem Kreistag gib es im Vogelsbergkreis seit 1992 ein
Kinder- und Jugendparlament (KJP), das seit 1999 im Kreistag ein Antrags- und Rederecht hat. Schon seit 1997 darf ein KJP-Mitglied im Jugendhilfeausschuss mit einer Stimme an Entscheidungen mitwirken. Aktiv und passiv
wahlberechtigt sind alle Jugendlichen ab der 7. Schulklasse bis vor Vollendung des 18. Lebensjahres.
Verkehr
Das Kreisgebiet ist durch die Bundesautobahn
A 5 Frankfurt-
Bad Hersfeld erreichbar. Autobahnabfahrten im Kreisgebiet sind
Homberg (Ohm) sowie
Alsfeld Ost und Alsfeld West. Ferner über mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen, darunter die
B 49, die
B 62,
B 254 und die
B 275. Per Eisenbahn ist der Vogelsbergkreis erreichbar über den ICE-Bahnhof
Fulda mit der
Vogelsbergbahn Fulda - Lauterbach - Alsfeld - Mücke -
Gießen.
Städte und Gemeinden
(Einwohner am 30. Juni
2005)
Weblinks
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