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Wappen Karte
Landkreiswappen des Landkreises Ahrweiler.png Lage des Landkreises Ahrweiler in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Bad Neuenahr-Ahrweiler
Fläche: 786,95 km²
Einwohner: 130.574 (31. Oktober 2005)
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km²
Kreisschlüssel: 07 1 31
Kfz-Kennzeichen: AW
Kreisgliederung: 74 Gemeinden
Adresse der Kreisverwaltung: Wilhelmstraße 24 - 30
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Website: www.kreis-ahrweiler.de
Landrat: Dr. Jürgen Pföhler (CDU)
Karte
rhineland_p_aw.png
Der Landkreis Ahrweiler ist ein Landkreis im Norden von Rheinland-Pfalz, Deutschland. Er ist (im Uhrzeigersinn) umgeben vom Kreis Euskirchen, dem Rhein-Sieg-Kreis und der Bundesstadt Bonn in Nordrhein-Westfalen sowie den Landkreisen Neuwied, Mayen-Koblenz und Daun.

Siehe auch: Bonn

Geographie


Der Rhein bildet die Ostgrenze des Kreises. Die Ahr, ein linker Nebenfluss des Rheins, durchquert den Kreis von Südost nach Nordost und mündet an der Kreisgrenze.

Der Stadtteil Ahrweiler der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler liegt am Rande der Eifel. Die Berge nördlich der Ahr werden Ahrberge genannt - sie sind nicht so hoch wie die Hohe Eifel im Süden des Kreises.

Die Wälder der Eifel sind ein Ergebnis der Wiederaufforstung im 19. Jahrhundert. Am häufigsten kommt die Fichte vor, die ursprünglich nicht typisch für die Region war. Das Rodder Maar, ein See im Osten des Kreises wurde in den 1950er trocken gelegt; dieser wurde 1998 renaturiert, was seltener vorkommende Tiere anzog.

Das Weinanbaugebiet entlang der Ahr ist eines der nördlichsten Weinanbaugebiete in Deutschland, besonders bekannt für Rotwein.

Der Nürburgring, ein bekannter Formel 1-Kurs liegt im Landkreis Ahrweiler rund um die Nürburg.

siehe auch: Ahrschleife bei Altenahr

Geschichte


Die Region wurde von den Römern unter Julius Caesar um 50 v.Chr. erobert. Einige Jahre später wurde das Legionslager Castra Rigomagus gegründet, aus welchem später die Stadt Remagen entstand. Der Vinxtbach, ein naher Bach und Nebenfluss des Rheins war die Grenze zwischen den römischen Provinzen Germania Superior und Germania Inferior.

Ahrweiler wurde 893 erstmals urkundlich im Prümer Urbar erwähnt, dem Güterverzeichnis der Fürstabtei Prüm.

1180 wählte der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Friedrich I. Sinzig als Ort aus, um die Herrscher von Frankreich und Flandern zu treffen. Ein weiterer bedeutender Ort ist das Kloster Maria Laach am Laacher See im Südosten des Landkreises Ahrweiler.

Die Kreise Ahrweiler und Adenau wurden 1816 gegründet, als Preußen seine Provinzen, darunter auch die Rheinprovinz, in Regierungsbezirke und Kreise einteilte. Der Kreis Adenau wurde 1932 in den Kreis Ahrweiler integriert. Bei der Kreisreform 1970 wurden dem Landkreis Ahrweiler noch einige Gemeinden des aufgelösten Landkreises Mayen hinzugefügt.

Die Schlacht am Rhein um die Brücke von Remagen 1945 ist ein weltweit bekanntes Ereignis, nicht zuletzt wegen des Kinofilms Die Brücke von Remagen (1969).

Eine Fundgrube heimatkundlichen und geschichtlichen Wissens über den Kreis Ahrweiler ist das von der Kreisverwaltung Ahrweiler herausgegebene und in wesentlichen Teilen über das Internet verfügbare Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler

Wappen


Landkreiswappen des Landkreises Ahrweiler.png

Beschreibung:
Geviert: 1 in Silber ein durchgehendes schwarzes Kreuz, 2 in Gold ein rot bewehrter schwarzer Adler, 3 in Gold ein rot bewehrter schwarzer Löwe, 4 in Grün ein silberner Schrägwellenbalken (Wappen-Verleihung 5. Juli 1927)
Bedeutung:
Das Kreuz steht für das Kurfürstentum Köln, der Adler an die Grafen von Are und der Löwe für die Herrschaft Jülich-Berg, welche in früheren Zeiten Anteil am heutigen Kreisgebiet hatte. Der heraldische Wellenbalken symbolisiert die Rheinprovinz, zu der das Kreisgebiet ab 1816 gehörte.

Verkehr


Durch das Kreisgebiet führen die Autobahnen A 61 (Koblenz–Mönchengladbach), die noch nicht durchgehend befahrbare A 1 (Trier–Köln), die A 571 und die A 573. Ferner durchziehen zahlreiche Bundesstraßen, darunter die B 9, B 258, B 267 und die B 412 das Kreisgebiet.

Im Rheintal erbaute 1856 die Bonn-Cölner Eisenbahn-Gesellschaft flussaufwärts von Bonn bis Rolandseck eine Strecke, die von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft 1858 in Richtung Koblenz verlängert worden ist.

In Remagen schloss sich 1880 die Ahrtalbahn bis Ahrweiler an, die von der Preußischen Staatsbahn 1886 bis Altenahr und 1888 bis Adenau weitergeführt wurde. Aus strategischen Gründen kam 1912 eine Abzweigung in Dümpelfeld nach Lissendorf hinzu. Die "Ludendorff-Brücke" und ihre Zufahrten als Verbindung aus dem Ahrtal auf die rechte Rheinseite wurden erst 1919, ein Jahr nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, vollendet; sie spielten aber in der Schlußphase des Zweiten Weltkrieges als „Brücke von Remagen“ eine spektakuläre Rolle.

Bergbau und Industrie des Brohltales wurden 1901 durch eine Schmalspurbahn der Brohltal-Eisenbahn-Gesellschaft AG erschlossen, die von Brohl am Rhein - teilweise mit Zahnradbetrieb - nach Kempenich 20 km durch den Kreis führte. Der Personenverkehr wurde hier 1960/61 eingestellt. Im Staatsbahnnetz betraf dies weitere 33 km Strecken, so dass das Netz heute genau halbiert ist:

  • 1945: Unkel – Ludendorff-Brücke bei Remagen – Bodendorf 4 km
  • 1973: Dümpelfeld – Müsch – Ahrdorf – Lissendorf 16 km
  • 1985: Ahrbrück – Hönningen – Dümpelfeld – Adenau 13 km

Den Nahverkehr zwischen den beiden damals noch selbständigen Städten Bad Neuenahr und Ahrweiler bediente von 1906 bis 1919 die „Elektrische gleislose Bahn Ahrweiler GmbH“ mit einer Obuslinie.

Städte und Gemeinden


(Einwohner am 30. Juni 2005)
Verbandsfreie Gemeinden/Städte

-

Verbandsgemeinden mit ihren Mitgliedsgemeinden
  1. Adenau, Stadt * (2.942)
  2. Antweiler (567)
  3. Aremberg (253)
  4. Barweiler (478)
  5. Bauler (43)
  6. Dankerath (98)
  7. Dorsel (207)
  8. Dümpelfeld (689)
  9. Eichenbach (66)
  10. Fuchshofen (99)
  11. Harscheid (152)
  12. Herschbroich (306)
  13. Hoffeld (343)
  14. Honerath (212)
  15. Hümmel (545)
  16. Insul (469)
  17. Kaltenborn (432)
  18. Kottenborn (178)
  19. Leimbach (544)
  20. Meuspath (146)
  21. Müllenbach (485)
  22. Müsch (223)
  23. Nürburg (172)
  24. Ohlenhard (159)
  25. Pomster (194)
  26. Quiddelbach (314)
  27. Reifferscheid (607)
  28. Rodder (272)
  29. Schuld (822)
  30. Senscheid (102)
  31. Sierscheid (100)
  32. Trierscheid (61)
  33. Wershofen (907)
  34. Wiesemscheid (286)
  35. Wimbach (470)
  36. Winnerath (214)
  37. Wirft (158)
  1. Ahrbrück (1.234)
  2. Altenahr * (1.658)
  3. Berg (1.491)
  4. Dernau (1.934)
  5. Heckenbach (250)
  6. Hönningen (1.100)
  7. Kalenborn (686)
  8. Kesseling (621)
  9. Kirchsahr (419)
  10. Lind (619)
  11. Mayschoß (990)
  12. Rech (565)
  1. Bad Breisig, Stadt * (9.024)
  2. Brohl-Lützing (2.656)
  3. Gönnersdorf (654)
  4. Waldorf (926)
  1. Brenk (190)
  2. Burgbrohl (3.313)
  3. Dedenbach (407)
  4. Galenberg (225)
  5. Glees (580)
  6. Hohenleimbach (366)
  7. Kempenich (1.926)
  8. Königsfeld (621)
  9. Niederdürenbach (1.022)
  10. Niederzissen * (2.759)
  11. Oberdürenbach (648)
  12. Oberzissen (1.101)
  13. Schalkenbach (847)
  14. Spessart (755)
  15. Wassenach (1.140)
  16. Wehr (1.144)
  17. Weibern (1.581)
Sitz der Verbandsgemeinde *

Weblinks


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