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Die Landgrafschaft Hessen war ein Fürstentum des Heiligen Römischen Reiches mit dem historischen Kerngebiet im Norden und in der Mitte des heutigen Bundesland Hessens, die Residenz war Kassel. Schon vor 1500 war Hessen territorial bis an Rhein und Neckar gewachsen.

Geschichte


Der Name Hessen geht auf den germanischen Stamm der Chatten, der im historischen Kernraum um die Flüsse Fulda und Eder und zwischen den Oberläufen der Flüsse Lahn und Werra, also im Raum Niederhessen bzw. Nordhessen und Oberhessen bzw. Mittelhessen siedelten, zurück, und bezeichnet ursprünglich die hier ansässigen Nachkommen der germanischen Chatten. Die Chatti (lat., sprich * mit ch wie in ach) sind die Stammväter der Hessen, ihr Versammlungsort war das Thingfeld zwischen Fritzlar und Gudensberg, südlich von Kassel. Chatten (Chatti--> Hatti--> Hassi (um 700)--> Hessi (738)--> Hessen) und Friesen sind die einzigen germanischen Stämme, die sowohl ihren Namen als auch ihr Siedlungsgebiet bis in die Gegenwart beibehalten haben.

Durch Erbschaft und Heirat fielen die hessischen Grafschaften im Fulda-Eder-Raum von 1122-1247 unter die Herrschaft der Ludowinger, die ab 1130 auch Landgrafen von Thüringen waren. Auch während dieser Periode wurden die hessischen Gebiete mehrfach direkt, von jüngeren Landgrafen, regiert, fielen aber immer wieder an die Hauptlinie der thüringischen Landgrafen zurück. Nach dem Aussterben der Ludowinger erstritt im hessisch-thüringischen Erbfolgekrieg (1247-1264) die Landgrafentochter Sophie, verheiratete Herzogin von Brabant, den hessischen Fürstenthron für ihren Sohn Heinrich I. von Hessen (Heinrich das Kind), und sicherte erneut die Unabhängigkeit Hessens vom, an die sächsischen Wettiner gefallenen, thüringischen Erbe der Ludowinger. Durch Heinrich wurde das Hessische Fürstenhaus konstituiert.

1292 wurde die Landgrafschaft Hessen, Hauptstadt Kassel, vom Kaiser als Reichsfürstentum bestätigt.

Unter Landgraf Philipp I. wurde die Landgrafschaft Hessen 1526 in Folge der Homberger Synode protestantisch. Hessen gehörte neben Sachsen und Württemberg zu den mächtigen Vorkämpfern der Reformation im Deutschen Reich.

Die hessischen Landgrafen teilten Hessen wiederholt innerhalb der Familie auf; diese Teilungen hatten jedoch keinen dauerhaften Bestand. Erst die Erbteilung durch Landgraf Philipp den Großmütigen 1567, der Hessen auf seine vier Söhne aufteilte, verursachte schließlich die beinahe vierhundert Jahre anhaltende Trennung in die Landgrafschaft Hessen-Kassel, das spätere Kurfürstentum Hessen und die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, das spätere Großherzogtum Hessen. (Die bei der Erbteilung geschaffenen Landgrafschaften Hessen-Marburg und Hessen-Rheinfels fielen schon bald wieder durch Erbschaft an Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt.) Der bis zur Erbteilung starke Einfluss Hessens auf die Reichspolitik nahm in der Folgezeit spürbar ab.

Territorium


Durch den Anfall der Grafschaft Ziegenhain 1450 wurde die Verbindung der beiden großen Landesteile Ober- und Niederhessen, die bis dahin voneinander getrennt waren, erreicht.

Mit dem Erbe der Grafschaft Katzenelnbogen 1479 erreichte das Territorium der Landgrafschaft den Mittelrhein mit der linksrheinischen Stadt St.Goar und der oberhalb liegenden Burg Rheinfels sowie ferner das heutige Südhessen um Darmstadt bis an den damaligen Lauf des Neckars.

Regenten


Weblink


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Rulers of Hesse | Lijst van heersers van Hessen | 黑森统治者列表

 

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