Landgraaf ist eine Gemeinde in den Niederlanden, Provinz Limburg. Sie hat (Anfang 2005) 39.477 Einwohner.
Der Name beruht auf die Anwesenheit eines vorgeschichtlichen Ringwalles mit einer Landwehr, Landgraaf (Landgraben) genannt.
Im Verband "Parkstad Limburg" (siehe: Kerkrade) wird in vielen Bereichen mit den Nachbargemeinden zusammengearbeitet.
Im 18. Jahrhundert hatte das Gebiet zu leiden von Räuberbanden, die sich Bokkerijders (Bockreiter) nannten. Sie machten von der Tatsache Missbrauch, dass die Bevölkerung abergläubisch war und meinte, der leibhaftige Teufel raube sie aus.
Nach der französischen Besatzung und dem Wiener Kongress 1815 kam das heutige Landgraaf an die Niederlande; nur das Schloss Rimburg, das östlich der Wurm liegt, wurde vom Dorf Rimburg geschieden und liegt seitdem in Deutschland. Zwischen 1831 und 1839 lag Landgraaf vorübergehend in Belgien.
Nach 1895 kam der Bergbau auf. Für die Bergleute wurden neue Wohnviertel gebaut. Aber in den 1960er Jahren ging dieses Gewerbe zurück, und 1971 musste die Grube "Oranje-Nassau" als Letzte den Betrieb einstellen. Landgraaf ist ab etwa 1970 um das Pop-Festival "Pinkpop" bekannt.
Jedes Jahr findet hier das Pop-festival "Pinkpop" statt.
Rund um das Kasteel Strijthagen (1674 erbaut, nicht von innen zu besichtigen) wurde ein 25 Hektar großer Park errichtet. Darin sind Gärten und kleine Gebäude aus aller Welt zu sehen. Dieser Park heißt Mondo Verde. Es gibt hier auch einige Restaurants. Der Park wurde 2004/2005 als herausragend in die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen.
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