| Landeskrone | |
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| Landeskrone.jpg | |
| Höhe: | 420 Meter über NN |
| Lage: | |
| Lage: | Deutschland |
| Gebirge: | Lausitzer Bergland |
| Typ: | Basaltberg, Kegelberg |
| Ersterschließung: | .... |
Die Besiedlung der Landeskrone lässt sich bis Anfang des 10. Jahrhunderts zurückführen. Zwei Wallanlagen, die durch Rudolf Virchow 1870 erstmals genauer erforscht wurden, werden in die Zeit der westslawischen Besiedlung dieses Gebietes eingeordnet. Der erste ständige Sitz und somit der Bau der ersten Burganlage geht zurück in das Jahr 952. Sie bildete später wahrscheinlich den Mittelpunkt eines Burgwardes der Besunzane. Erstmals schriftlich erwähnt wurde die Anlage als „urbs businc“ (Biesnitz) Anfang des 11. Jahrhunderts.
Bei Thietmar von Merseburg wird im Zusammenhang mit einem Heereszug, den König Heinrich II. im Sommer 1015 gegen Boleslaw I. Chrobry unternahm, auch die Eroberung einer großen urbs Businc durch böhmische Truppen erwähnt. Mit einiger Sicherheit kann diese mit der Befestigungsanlage auf der Landeskrone identifiziert werden. Auch der Name der unterhalb des Berges liegenden Orte Klein und Groß Biesnitz (um 1300 "Bisencz"), heute Ortsteile von Görlitz, gehen höchstwahrscheinlich noch auf die Bezeichnung Besunzane zurück. 1268 tauchte sie als „castrum landischkrone“ auf und verdankt ihren Namen dem Rittergeschlecht mit Namen „derer von Landskron“. Der Stammsitz dieser Ritter befand sich im Siebengebirge, von wo aus eine Erhebung zu sehen war, die der Form und Größe nach, dem des Görlitzer Hausberges gleich kam.
Im Hochmittelalter wurde auf der Landeskrone eine wichtige Burg angelegt. Sie gehörte längere Zeit den in Böhmen und den Lausitzen reich begüterten Herren von Bieberstein. Und sie wurde im böhmischen Verwaltungs- und Verteidigungssystem eingesetzt, um die „Hohe Straße“ (Via Regia), die Handelsstraße, die im Mittelalter von Erfurt über Bautzen, Görlitz nach Breslau zu überwachen.
Als die Burg um 1440 in den Besitz der Stadt Görlitz gelangt war, wurde sie auf Geheiß des Rats geschliffen. 1620 nutzte Johann Georg I. von Sachsen die Landeskrone als Beobachtungswarte. 1758 stationierte der österreichische General Esterhazy zwei Husarenregimenter auf dem Gipfel und 1866 besetzte die preußische Heeresführung den Berg im Zug des Krieges gegen Österreich.
Ende des 18. bzw. Anfang des 19. Jahrhunderts veränderte sich der Anspruch, den Gipfel als Wohnort mehr und mehr zu gestalten. Man entdeckte den romatischen Reiz in der Zeit der Dichter und Denker. 1796 baute man den heute noch stehenden Aussichtsturm.
Heute befinden sich auf dem Berg ein Hotel und ein Aussichtsturm.
Unterhalb des Aussichtsturmes wehen seit Juli 2005 fünf Flaggen, die auf Initiative des Vereins Altes und Neues Deutsch Ossig e.V. gehißt wurden. Sie sind Zeichen der Heimatverbundenheit und sollen auch sichtbar Görlitz auf dem Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2010 unterstützen.
Neben der Görlitzer Flagge weht die schlesische, sächsische, deutsche und europäische Fahne.
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