Landerziehungsheime sind eine Ende des 19. Jahrhunderts entstandene bestimmte Form von Internaten. Der Begriff wurde vom Gründer der deutschen Landerziehungsheimbewegung, dem Reformpädagogen Hermann Lietz geprägt. Ihr Ursprung liegt in der Kritik an der bloßen Wissensvermittlung der herkömmlichen Schulen.
Zu ihrem Konzept gehört die Lage auf dem Land, die fern des schädlichen Einflusses der Großstadt eine ganzheitliche Erziehung ermöglicht. Die Schule soll dabei nicht nur eine Lehranstalt sein, sondern ein Heim für die Schüler bieten. Den geistesgeschichtlichen Hintergrund der Landerziehungsheimbewegung lieferten in England die Public School sowie die Ideen von John Locke und Thomas Arnold, in Deutschland die Philanthropie und in Frankreich die Ideen Michel de Montaignes und Jean-Jacques Rousseaus.
Als erstes Landerziehungsheim gilt das 1889 in Abbotsholme in England durch Cecil Reddie gegründete Internat. Die Begründer der Bewegung in Deutschland sind:
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"Landerziehungsheim".
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