Ein Landauer ist eine viersitzige Kutsche, die im frühen 18. Jahrhundert in England und Italien in Gebrauch kam. Landauer waren sog. "konvertible" Kutschen, d.h. sie ließen sich von offen in geschlossen umwandeln. Durch diese praktische Raffinesse waren die Kutschen sehr kostspielig. In Frankreich und Deutschland fand dieser Kutschentyp erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts Verbreitung.
Die Bezeichnung "Landauer" leitet sich vom arabischen Wort "landul" und dem spanischen "lado" ab, womit ein leichter viersitziger Wagen gemeint war. Mit den Städten Landau in der Pfalz und Landau an der Isar hat der Name nichts zu tun.
Anderen Quellen zufolge fuhr König Joseph I. 1702 in einer neu konstruierten Kutsche in 14 Tagesetappen von Wien nach Landau in der Pfalz, um seine hier stationierten Truppen moralisch aufzurüsten. Seit dieser Zeit heißt die Kutsche "Landauer". Schon Goethe hat in Hermann und Dorothea die Kutsche mit dem pfälzischen Namen erwähnt. Er schrieb, "der erste Kaufmann des Ortes" sei "im geöffneten Wagen (er war in Landau verfertigt)" zu seinem erneuerten Haus gefahren. Die Gebrüder Grimm hielten einst fest: "Landauer, ein Wagen, dessen Verdeck vorn und hinten niedergeschlagen werden kann, nach dem Erfindungsorte Landau genannt".
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"Landauer".
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