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Das Land Wursten ist eine historische Landschaft zwischen Bremerhaven und Cuxhaven. Der Name leitet sich her von dem niederdeutschen Begriff 'Wurtsassen' oder 'Wursaten', das heißt 'Wurten-Bewohner'. Wurten sind künstliche Siedlungshügel, die bis zur Errichtung von Deichen in den Marschgebieten der Nordseeküste den einzigen Schutz für Mensch und Vieh vor Hochwasser und Sturmfluten boten. Nachdem der Name lange Zeit nur noch eine Landschaftsbezeichnung gewesen war, ist er seit 1974 als Samtgemeinde Land Wursten wieder in den offiziellen Sprachgebrauch zurückgekehrt.

Landschaft


Beim Land Wursten handelt es sich um eine Marsch, die im Westen von der Weser und im Osten von der Hohen Lieth, einem Geestrücken, begrenzt wird. Die Gegend ist traditionell landwirtschaftlich geprägt (Grünland, Milchvieh). Die Hohe Lieth, oder Wurster Heide, wird aus Schmelzwasserablagerungen und Geschiebe-Lehmen der pleistozänen Saale-Kaltzeit gebildet. Am Rande der Geest liegen die Orte Midlum, Holßel, Sievern und Langen.

Entwässert wird das Land durch mehrere natürliche und künstliche Wasserläufe, deren Mündungen in die Weser mit Schleusen (Sielen) gesichert sind. Dort befinden sich die typischen, kleinen Fischerhäfen (Tiefs) von Spieka, Dorum, und Wremen. Die Kutter fischen vor allem in dem ausgedehnten Wattgebiet vor der Küste nach Krabben und Schollen. Wichtigste Einnahmequelle ist jedoch der Seebäder-Tourismus.

Das Wurster Watt ist Teil des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Image:Imsum, Blick auf Bremerhaven (Überseehafen).JPG|Seedeich bei Imsum, mit Blick auf die Hafenanlagen von Bremerhaven Image:Dorumer Siel.JPG|Sielhafen am Dorumer Tief Image:Dorum, Kirche St. Urbanus Altar.JPG|Altar der St. Urbanus-Kirche in Dorum Bild:Weddewearden, Bauernhäuser.jpg|Typische Bauernhäuser in Weddewarden (heute Stadtteil von Bremerhaven).

Geschichte


''Hauptartikel: Geschichte von Hadeln und Wursten

Das Land Wursten bildete das ganze Mittelalter hindurch eine unabhängige Bauernrepublik. Erst 1524 wurde es vom Bremer Erzbischof unterworfen. Zusammen mit dem Erzstift fiel es 1648 an Schweden, 1720 an Hannover.

Kultur


Wursten ist historisch ein Teil Frieslands. Anders als beispielsweise in Nordfriesland oder im Saterland ist die friesische Sprache in Wursten jedoch ausgestorben und wurde durch das Niederdeutsche verdrängt. Das Friesische hat sich dort aber länger gehalten als in Ostfriesland und am Ende des 17. Jahrhunderts wurden dort die Reste des Wurster Friesischen aufgezeichnet. Wursten ist im internationalen Friesenrat in der Sektion Ost vertreten.

Sagen und Legenden


  • Vom Bau des Wurster Seedeichs
  • Das Adlerwappen
  • Der starke Friese
  • Die Teufelsscheune
  • Alle Schuld rächt sich auf Erden
  • Vom Kind und der Katz
  • Knechtsand

Geographie (Niedersachsen) | Friesland | Bremerhaven | Landkreis Cuxhaven

 

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