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Lamu_Island
Lamu ist eine Insel im Indischen Ozean vor der Küste Kenias und bildet mit den Inseln Manda und Pate den Lamu-Archipel.
Auf der Insel Lamu befinden sich die Ortschaften Lamu Town (Hauptstadt und Teil der World Heritage List), Shela, Matondoni und Kipangani. In der Hauptstadt leben ca. 15.000 Einwohner. Auf der Insel wird Kiswahili, eine in Ostafrika weit verbreitete Sprache, gesprochen.
Geschichte
Erste Besiedlungen lassen sich im 14. Jahrhundert nachweisen.
1505 ankern erstmals portugiesische Kriegsschiffe vor Lamu. Arabische Händler aus
Oman bringen der Insel nicht nur Waren, sondern auch den
Islam. Heute bekennt sich fast die gesamte Inselbevölkerung zum Islam. Von
1506 bis
1698 wird Lamu durch die Portugiesen beherrscht.
1698 wir es durch Oman erobert. Der
Sultan von Oman errichtete
1812 -
1831 das
Fort, welches heute als Museum dient.
Mitte des 19. Jahrhunderts gerät Lamu unter den politischen Einfluss des Sultans von Sansibar. 1890 fällt die Insel gemeinsam mit Kenia unter britische Kolonialherrschaft (Helgoland-Sansibar-Vertrag). 1963 erlangt Lamu als Teil der britischen Kolonie Kenia die politische Unabhängigkeit.
Wirtschaft
Wirtschaftlich lebt die Insel bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts vom
Sklavenhandel. Das Sklavenhandel-Verbot
1907 stürzt Lamu in eine Wirtschaftskrise. Heute lebt die Insel vom Fischfang und dem
Tourismus.
Sehenswürdigkeiten
- Lamu-Altstadt (UNESCO-Weltkulturerbe seit 2001)
- Lamu Museum
- Fischerdörfer
Literatur
- A. Erhard: Tourismus und sozioökonomischer Wandel. Das Beispiel der Insel Lamu (Kenia). Geographische Rundschau, Bd. 55 (2003), Heft 7-8, S. 18-23.
- Ulrich Schulz-Bergdorf: Aspekte der Swaheli-Volksmedizin im Lamu-Archipel Kenyas. Münster: Lit-Verlag 1994. ISBN 3-89473-649-6.
Weblinks
Geographie (Kenia) | Insel (Afrika) | Weltkulturerbe (Afrika)
Lamu | Lamu (Kenya) | Lamu | Lamu (kisiwa)