Das Lambert-Beer'sche Gesetz ist eine Vereinigung des Gesetzes von Lambert über die Schwächung der Strahlungsintensität mit der Weglänge beim Durchgang durch eine absorbierende Substanz mit dem Beerschen Gesetz über den Zusammenhang der Intensitätsschwächung mit der Konzentration der absorbierenden Substanz. Es gilt in der einfachen Fassung nur für monochromatische Strahlung (Licht) und verdünnte Lösungen bzw. deren optische Entsprechung in Festkörpern oder Gasräumen. Das Gesetz bildet die Grundlage der modernen Spektroskopie als analytischer Methode.
mit Extinktion (Absorption an der Wellenlänge )
Intensität des transmittierten Lichtes (Einheit: W/m2),
Intensität des einfallenden (eingestrahlten) Lichtes (Einheit: W/m2),
Konzentration der absorbierenden Substanz in der Flüssigkeit (typische Einheiten: mol/m3 oder mol/l),
dekadischer molarer Extinktionskoeffizient bei der Wellenlänge (kann darüberhinaus auch z.B. vom pH-Wert abhängen, Einheit: m3/mol cm oder l/mol cm),
Weglänge des Lichtes in der Flüssigkeit (auch = Schichtdicke des Behältnisses, Einheit: m)
Die Extinktion ist aber auch von der Wellenlänge des eingestrahlten Lichtes abhängig. Die Abnahme der Lichtintensität beim Durchqueren einer Probelösung mit der Konzentration kann auch durch folgende abfallende Exponentialfunktion beschrieben werden:
was durch Umstellen
liefert.
ist der natürliche molare Extinktionskoeffizient.
Durch geeignetes Umformen kann die Extinktion berechnet werden.
Das gleiche Gesetz gilt auch für die Beschreibung der Lichtausbreitung in festen Stoffen. Es stellt z.B. die fundamentale Beziehung zur Berechnung der Dämpfung optischer Signale in Lichtwellenleitern (LWL) zur Signalübertragung dar. Die Lichtausgangsleistung eines LWLs der Länge ist damit
.
mit - in den LWL eingekoppelte Leistung, - Dämpfungsfaktor in 1/km und in km.
Dabei ist stark von der Lichtwellenlänge und vom Material des LWLs abhängig. Für das in Langstrecken-LWLn verwendete Silikatglas verringert sich zwischen dem sichtbaren Bereich um 0.6 µm bis etw 1.6 µm mit der vierten Potenz der Wellenlänge; an dieser Stelle erfolgt dann eine steile Erhöhung der Dämpfung durch eine Materialresonanz des Glases. Ein weiterer Dämpfungspol liegt im UV-Bereich. OH-Ionen im Glas, die man durch spezielle Herstellungstechnologien zu vermeiden sucht, verursachen eine (inzwischen geringe) selektive Dämpfungserhöhung bei etwa 1.4 µm. Die Dämpfungswerte für die in LWL-Kurzstrecken eingesetzte Kunststofffasern sind höher und sind ebenfalls stark material- und wellenlängenabhängig; sie sind am geringsten im sichtbaren Bereich.
An Stelle der oben angegebenen Schreibweise wird in der Signalübertragungstechnik die Darstellung
verwendet ( - Dämpfung in dB/km und - Länge des LWLs in km), weil in der Nachrichtentechnik durchweg das Verhältnis von (elektrischen ebenso wie optischen) Leistungen im dezimal-logarithmischen Maß dB (deziBel) angegeben wird:
.
Das Lambert-Beersche Gesetz ist nach den beiden Wissenschaftlern Johann Heinrich Lambert (1728 - 1777) (Abhängigkeit von Schichtdicke und transmittiertem Licht) und August Beer (1825-1863) (Abhängigkeit der Konzentration des Absorbanten und transmittiertem Licht) benannt.
Beer-Lambert law | Ley de Beer-Lambert | Beerin ja Lambertin laki | Loi de Beer-Lambert | Legge di Lambert-Beer | Prawo Lamberta-Beera | Закон Бугера — Ламберта — Бера | Lambertov-Beerov zákon | Absorpcijski zakon
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"Lambert-Beersches Gesetz".
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